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Sachsen-Anhalt

AfD-Politiker: Aids-Kranke "Preis" für "dekadentes Gesellschaftsmodell"

Hans-Thomas Tillschneider hält es für eine "Frechheit", eine rote Schleife zugeschickt zu bekommen. "Unverschuldet" Erkrankte verdienten mehr Solidarität.


Tillschneider sitzt seit 2016 im Magdeburger Landtag und betreibt in Halle ein Abgeordnetenbüro in einem Haus, das von rechstextremen, vom Verfassungsschutz beobachteten Aktivisten genutzt wird

Der Sprecher der "Patriotischen Plattform" der AfD, Hans-Thomas Tillschneider, ist am Freitag auf Facebook wegen einer Tirade gegen Aids-Kranke in Kritik geraten. Unter der Überschrift "Die rote Schleife kann mir gestohlen bleiben" empörte sich der AfD-Landtagsabgeordnete aus Sachsen-Anhalt über die Zusendung einer "'Solidarität mit Aids-Kranken'-Schleife": "Frechheit! Was gibt denen Anlass zur Vermutung, ich könnte auch nur mit dem Gedanken spielen, mir so etwas anstecken?"

Wenige Tage nach dem Welt-Aids-Tag verglich er das inzwischen therapierbare Aids mit anderen Krankheiten, die "weiter verbreitet, tödlicher, gesellschaftlich relevanter und mit mehr persönlichem Schmerz und Leid verbunden" seien. HIV-Positiven gab Tillschneider zudem eine moralische Schuld: "Wer monogam lebt, erkrankt so gut wie nie an Aids", so der 40-Jährige entgegen sinnvollen Präventionsbotschaften und jahrzehntelangen Erfahrungen der Aids-Hilfen, unter Ignoranz gegenüber diversen Übertragungsmöglichkeiten des Virus sowie unter Verwechslung einer HIV-Infektion mit einer Aids-Erkrankung. "Wer oder was also verdient hier Solidarität? Weshalb gibt es keine Schleife für unverschuldet an Krebs erkrankte Familienväter und -mütter mittleren Alters?" Eine solche würde er sich "jederzeit anheften".

"Kriegsversehrte", im Dienst verletzte Polizisten und Feuerwehrmänner oder Geschädigte von Arbeitsunfällen verdienten nach Ansicht Tillschneiders "mehr Solidarität als jemand, der so lange nach dem besonderen sexuellen Kick gesucht hat, bis er schließlich HIV-positiv war". Das "linksliberale Establishment" feiere aber "die Aids-Kranken, weil es in ihnen Märtyrer einer enthemmten, hedonistischen, hypersexualisierten Gesellschaft erkennt." Sie seien "der Preis, den wir für ein dekadentes Gesellschaftsmodell zahlen".

Tillschneider weiter: "Wir sollten aber diesen Preis nicht zahlen; wir sollten ein anderes Gesellschaftsmodell anstreben!" Er ließ offen, wie er sich das genau vorstellt.

Kampf gegen die "Normabweichung"

Über gesellschaftliche Veränderungen hatte Tillschneider in der Vergangenheit auch bereits in Hinblick auf Homosexuelle sinniert: "Wir können nicht das Verhältnis von Norm und Abweichung, das unserer Gesellschaft zu Grunde liegt, aufheben, nur damit Menschen mit abweichendem Sexualverhalten sich nicht mehr unnormal fühlen", meinte der Politiker mit Kontakten zu rechtsextremen Bewegungen im Jahr 2016 zur Ablehnung eines Aktionsplans gegen Homo- und Transphobie. In einer Landtagsdebatte wiederholte er den Gedanken, sprach von Homosexualität als "Normabweichung" und "Fehler der Natur" und hetzte derart, dass CDU-Innenminister Holger Stahlknecht warnte, er fühle sich an nationalsozialistische Überlegungen zu "unwertem" Leben erinnert.

Bei einer späteren Debatte beklagte Tillschneider eine "kopflose, radikale Gleichmacherei" durch die Anerkennung von Regenbogenfamilien. Er könne das "falsche, süßliche Gerede von Vielfalt und Toleranz und das ganze Regenbogen-Trallala nicht mehr hören und sehen". Die "linksliberale Vielfaltsideologie" habe "ihren Zenit überschritten".

2016 hatte die Jugendorganisation der AfD, die "Junge Alternative", Strafanzeige gegen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) gestellt, weil die HIV-Präventionskampagne "Liebesleben" pornografisch sei und "Gender-Ideologen" als "Deckmantel" diene, "ihren Traum von einer frühsexualisierten, multisexuellen 'Gesellschaft der Vielfalt' zu verwirklichen" (queer.de berichtete). Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch, die u.a. mit ihrer "Initiative Familienschutz" gegen die Thematisierung von LGBTI im Unterricht, gegen moderne Sexualkunde und "Anti-Aids-Kampagnen" der BzgA als "Kampagnen für sexuelle Selbstverwirklichung" ankämpft, würde laut einem FAZ-Bericht lieber eine Kampagne unter dem Motto "Schützt euch, indem ihr enthaltsam seid" sehen.


 Update  15.25h: Erste Kritik aus Aids-Hilfen und Politik

Das Posting des AfD-Politikers sei "menschenverachtend, fachlich daneben" und zeige "sehr deutlich, dass er weder von HIV, noch von Krebs noch von den verschiedenen Solidaritätsschleifen irgendeine Ahnung hat", schreibt die AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt e.V. in einer Stellungnahme zu Tillschneider. "Darüber hinaus spielt er hier verschiedene Erkrankungen gegeneinander aus, unterscheidet in gute und schlechte und behauptet, dass AIDS der Preis für das heutige Gesellschaftsmodel sei. Er diskriminiert damit unverblümt Menschen mit HIV und AIDS." Landesgeschäftsführer Sven Warminsky meint: "Genau Ihre Äußerungen, Herr Tillschneider, ist der Grund, dass es auch heute noch die rote Schleife geben muss! In diesem Sinne stecke ich meine wieder ans Revers."

Miriam Matz, Sprecherin der Landesfachgruppe Queer der Grünen, kommentierte auf Facebook: "Dr. Hate #Tillschneider meint, er müsse mal wieder die Menschheit mit seinem Geschwafel nerven. Solidarität erwartet von ihm ja niemand, genauso wenig wie Wissen über HIV. 'Gute Kranke' gegen 'schlechte Kranke' (…️) ausspielen zu wollen ist weder eine neue Taktik, noch wird sie aufgehen." Niemand halte den Politiker davon ab, sich mit an Krebs erkrankten Menschen zu solidarisieren. "Aber für diese interessieren Sie sich eh nicht, sondern nutzen sie nur für Ihre Zwecke. Geschmacklos. Und von Aufklärung und #wissenverdoppeln wird Tillschneider auch niemanden abhalten."

Die AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e.V. kommentierte ausführlich:

Eine HIV-Infektion ist mittlerweile sehr gut behandelbar und ermöglicht HIV-positiven Menschen ein gesundheitlich weitgehend problemloses Leben. Dass wir über hochwirksame HIV-Medikamente verfügen, haben wir allerdings nicht den Tillschneiders dieser Welt zu verdanken.

Als die Immunschwächekrankheit AIDS in den 1980er Jahren Deutschland erreichte, nutzten rechtspolitische Kräfte die Gelegenheit, um Stimmung gegen all jene zu schüren, die nicht in ihr Bild einer aufgeräumten und reinlichen Gesellschaft passten. Ihnen wurde unterstellt, sie lebten eine verantwortungslose und destruktive Sexualität, die eine Bedrohung für die gesamte Gesellschaft darstellen würde. Aus den Opfern einer verheerenden Epidemie wurden so deren vermeintliche Täter gemacht.

Statt sich solidarisch mit all denen zu zeigen, die besonders von AIDS bedroht und betroffen waren, forderten sie mit kaum verhohlener Abscheu gegenüber Menschen und Lebensentwürfen, die ihnen fremd waren, repressive Maßnahmen gegen die Erkrankten. Die Tillschneiders trugen damals Namen wie Gauweiler, Zehetmeier und Halter. Glücklicherweise bildete sich ein breites gesellschaftliches Bündnis, das sich gegen deren ethisch fragwürdige Positionen aussprach und eine menschenrechtsbasierte AIDS-Politik etablierte. Der AIDS-Krise wurde hierzulande letztlich mit Solidarität begegnet.

Dass der politische Einsatz für eine pluralistische Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander aber nach wie vor notwendig sind, macht die AfD nun bereits seit einigen Jahren mehr als deutlich. Lasst uns also gemeinschaftlich zusammenstehen gegen all jene, die in ihrer politischen Einfalt die gesellschaftliche Vielfalt weder verstehen wollen noch können. Zeigt Schleife für Menschen mit HIV und AIDS und engagiert euch für eine Gesellschaft, in der Menschen ohne Angst verschieden sein, leben und lieben können!

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#1 goddamn liberalAnonym
  • 08.12.2018, 11:04h
  • Wie Birgit Kelle (CDU) oder Markus "Cornel" Frohnmaier (AFD) ist auch Tillschneider aus Temeschwar ein hinterwäldlerischer Migrant aus dem Osten, der unbedingt deutsch sein will, und uns deshalb mit seinem Reinlichkeitswahn belästigt.

    Dass diese massive Identitätsstörung dann mit völkischen Säuberungsfantasien und neonazistischer Homophobie verbunden ist, kann nicht verwundern.

    Auch das steht wie bei der Nazi-Minister-Enkelin von Storch in Familientradition: Rumänien-'Deutsche' stellten ein großes SS-Kontingent.
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#2 JohannbAnonym
#3 remixbeb
  • 08.12.2018, 11:07h
  • Meine Fresse. Dass es solche zurückgebliebenen Gestalten heute noch gibt, finde ich echt erstaunlich. Vor allem, wenn sie noch vergleichsweise jung sind. Was ist nur in deren Leben falsch gelaufen, dass sie so hasserfüllt sind?!?
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#4 ChristineAnonym
  • 08.12.2018, 11:21h
  • Wenn sich schon ein CDU-Innenminister bei der Hetze dieses Herrn an nationalsozialistische Überlegungen zu "unwertem" Leben erinnert fühlt und warnt, dann warne ich aus meinem (Achtung!) Bauchgefühl heraus bei den aktuellen Sprüchen vor übler Volksverhetzung.
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#5 QwertzuiopüAnonym
  • 08.12.2018, 11:22h
  • Da fällt mir auf, dass man von Kelle lange nichts gehört hat. Entweder arbeitet sie grade im Hintergrund weiter oder sie möchte der afd nicht zuarbeiten, könnte ich mir denken.
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#6 JarJarProfil
  • 08.12.2018, 11:34hKiel
  • Ich denke immer dass die AfD es nicht schafft noch tiefer in meiner Achtung zu sinken und dann kommt so eine Meldung...
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#7 Alice
  • 08.12.2018, 12:03h
  • Siehe da, es zeigt sich wieder: sie wollen eine andere Gesellschaft - das wollen wir aber nicht!
    Keine* soll also mehr für den/die anderen Eintreten - Jeder für sich selbst:
    AIDS und Krebs werden hier gegeneinander ausgespielt.
    Es gibt Krebs der durch AIDS hervorgerufen wird - aber hey: bloß nicht an Fakten halten!
    Die AIDS-Kranken sind also schuld, weil sie viel sexuellen Kontakt hatten !?!
    Bin mal gespannt, wann dieser Herr, wenn er mal was gegen eine "linksliberale Krebslobby" hat, den Krebskranken vorwirft, dass sie selbst Schuld sind durch ein ungesundes (nicht gottgefälliges) Leben: Alkohol, Rauchen, Naschen, nicht in die Kirche gehen, Über- oder Untergewicht, zu viel oder zu wenig Sport, zu viel Urlaubsstunden in sonnigen Ländern am Strand, ...
    Sie wollen alles, was ihnen nicht passt, auf eine von diesen Leuten vorgegebene Linie gleichschalten: Vielfalt, sei es bei der Urlaubswahl, dem Essen, der Freizeitgestaltung, der Partner*innenwahl, der eigenen Geschlechtsidentität, ... : NEIN !!
    Eine vielschichtige und -fältige Gesellschaft kann man nicht so einfach unterdrücken, deshalb muss erst ein mal die Vielfalt weg und wer dafür eintritt ist der Feind. Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt, der bekanntlich durch faire und gleiche Behandlung der ganzen Bevölkerung gestärkt wird, wozu unter anderem auch die Ehe zählt, muss zerspaltet werden. AIDS gegen KREBS, JUNG gegen ALT, BÖSE gegen GUT, DIE GERECHTEN gegen die ANDEREN, ASYLANTEN gegen DEUTSCHE, BESCHÄFTIGTE gegen ARBEITSLOSE, ARBEITSLOSE gegen LANGZEITARBEITSLOSE, RADFAHRER gegen AUTOFAHRER, STEUERZAHLER gegen RENTNER, HETEROS gegen HOMOS, ... so hätten sie es wohl gerne !
    Die lösen keine Probleme, die schaffen sich welche und leben dann davon.
    Die Ehe ist endlich für Paare möglich aber kein Muss. Wo ist das Problem?
    Welche aktuellen und künftigen sozialen Fragen geht diese Partei mit Herz und Verstand eigentlich an?
    Beispiel1:
    Wir werden als Gesellschaft insgesamt älter, wir werden zunehmend zu wenig junge Arbeitskräfte, Fachkräfte usf. haben. Da hetzen die doch tatsächlich, ohne einen Unterschied zu machen, gegen all die jungen Menschen, die herkommen um sich hier etwas aufzubauen?
    Beispiel2:
    Die Familien ist super wichtig aber ein Familiennachzug wird torpediert.
    Es gibt solche und es gibt aber auch solche Familien! Es gibt die "Standardfamilie" und die "Regenbogenfamilie", es gibt die "deutsche Familie" und es gibt die "Asylantenfamilie" (genau, wieder eine Zerspaltung!)
    Wenn die Familie hier ist, wandert das Geld des Einkommens der hier in Europa Lebenden Arbeitskraft auch hier in Europa in die Familie. Die Familienangehörigen kommen von Anfang an mit "unseren" gesellschaftlichen Werten in Berührung - aber NEIN!! da könnte ja was Neues hinzukommen das auch noch zusammen wächst !
    Was die meisten der AfD-Funktionäre wollen, zeigen ihre Reden, ihre Anträge und Anfragen, ihre Flyer, ihre Interviews, ihre Web-Seiten, ihre Videoclips, ihre Ablegerorganisationen, ihre "Beiträge" in den sozialen Medien, ihre (Welt-)Verschwörungstheorien, ihre sogenannten "Protest-"aktionen, etc..
    Irgendwann merkt das auch ein Teil der AfD-Wähler*innen, denn auch deren Freiheiten und deren vielfältige Lebensweisen sind schlussendlich Feinde der AfD-Agenda.
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#8 alter schwedeAnonym
  • 08.12.2018, 12:35h
  • Tschuldigung. Ich dachte gerade wohin hat der denn im Plenarsaal seinen Jägerhut und das Jagdgewehr hin gehängt. Gibts da eine Waidmannsgardarobe mit Fichtennadelduft?.

    OK. Ich weiß: Kritik nicht am Aussehen und so festmachen. Gucken wir halt mal wer beim Reichsjägermeister denn Chancen hat, Krank werden zu dürfen und eine Schleife zu kriegen (Das EK1 mit Eichenlaub und Schwertern würde sich anbieten).

    Unverschuldet an Krebs erkrankte Familienväter und -mütter mittleren Alters. Aha. Und was passiert mit den unverschuldet an Krebs erkrankten Kindern und Ü-40gern? (Setzt man die in der Schorfheide aus und gut das schreib ich jetzt nicht hin).
    Kriegsversehrte? Müssen wir dann bevor wir eine Grippe beim Arzt behandeln lassen können, vorher zu einem Kampfeinsatz nach Afghanistan und uns dort die Eier wegschießen lassen?

    Ah ja es dreht sich ja eigentlich nur um die Schleife oder besser das EK 1 mit Eichenlaub. (Ehrlich gesagt würd ich sowas höchstens an Silvester zum Bleigießen einschmelzen)

    Es wird manchmal schon viel Schnaps und Bier getrunken, wenn man außer seinen eigenen waidmännischen Besuchen in den Wäldern des Ostgaus, nichts anderes zu tun hat. Jetzt kommt aber um den ganzen Stuß noch mit einem Wodkabukett abzurunden tatsächlich das Geschäftsmodell.

    Nun ja Herr Trillermann oder wie auch immer Sie heißen mögen. Ich zahle nach dem gängigen Geschäftsmodell schon an die 50 Jahre meine monatlichen Krankenkassenbeiträge und soll dann nach einem anderen Geschäftsmodell behandelt werden? Das ist so was ähnliches wie wenn ich mir einen Porsche bestelle, bezahle und dann einen gebrauchten Scheißhausdeckel geliefert bekomme.

    Gut das können Sie vielleicht nicht wissen, weil sie mangels Wissens vermutlich noch nie Krankenkassenbeiträge bezahlt haben, aber wir bei den gängigen Krankenkassen Versicherte, haben ein vertraglich vereinbartes Recht auf eine ärztliche Behandlung. Egal ob das Durchfall, ein gebrochener Arm, weggeschossene Eier, Gallensteine oder eine HIV-Infektion ist.
    Alles andere interessiert nicht, denn meine Krankheiten gehören verschuldet oder unverschuldet zu mir und gehen Sie nichts an.

    Falls Sie das mangels Intelligenz nicht verstehen können, könnte ich z. B. auch nachfragen wie oft Sie in den Hinterstranitzer Jägerpuff gehen, oder wie oft sie beim X-Hamster die Rubrik Dicke Titten aufrufen oder? Verstehen Sie. Ich kann mit so vielen Männern vögeln wie ich will es geht sie nichts an, außer Sie wollen mitmachen. (Da sind meine Termine allerdings schon für die nächsten 15 Jahre ausgebucht).
    Gilt übrigens auch für Ihre enthaltsame ornitologische Fachkollegin mit der dunklen Sichtschutzbrille aus der Vogelauffangstation Storchenwerder. (Hier sinds 70 Jahre mit nachfolgendem 50jährigen Grabstättenschutz).
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#9 Rosa SoliAnonym
  • 08.12.2018, 12:38h
  • Ironie der Geschichte, dass Herr Tillschneider ein Flüchtling ist, dessen Familie -wie viele, viele andere - nach der rumänischen Revolution 1989 in die Bundesrepublik kam, um den Wirren des Umbruchs und der Unsicherheit zu entkommen.
    Bei Wikipedia ist zu lesen: "Die Bundesregierung sah sich ab Mitte des Jahres 1990 gezwungen, eine Reihe gesetzlicher Maßnahmen zu beschließen, mit dem Ziel, die Einreise dieser Personengruppe in die Bundesrepublik zahlenmäßig zu beschränken."

    Wenn es nicht so traurig wäre, dann müsste man eigentlich laut lachen.
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#10 ursus
  • 08.12.2018, 13:36h
  • natürlich verdient dieses menschenverachtende arschloch jede kritik und jeden spott.

    vergessen wir dabei aber nicht ganz, dass das alles fast wortwörtlich auch regelmäßig hier im kommentarbereich stattfindet: von der einteilung von hiv-positiven in "schuldige" und "unschuldige" bis hin zur forderung, die als "schuldige kranke" ausgemachten menschen einfach qualvoll verrecken zu lassen, indem man ihnen die unterstützung der versicherungen verweigern möchte.

    afd ist überall. auch hier. das ist das eigentlich alarmierende.
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