Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32528

Cologne Pride

Köln will keine "Homo-Ampeln"

Ein Bürger schlug zum 50. Stonewall-Jubiläum 2019 die Installation gleichgeschlechtlicher Ampelpärchen vor – die CDU-nahe Verkehrsdezernentin lehnte jedoch aus formalen Gründen ab.


Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen in Stockholm (Bild: Stadtverwaltung Stockholm)

Die Stadt Köln hat sich gegen den Vorschlag eines Bürgers ausgesprochen, zum Cologne Pride im kommenden Jahr aus Anlass des 50. Jubiläums des Stonewall-Aufstands rund um den Heumarkt Fußgängerampeln mit gleichgeschlechtlichen Pärchen zu installieren. Dies berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Die Ablehnung erfolge aus Gründen der Verkehrssicherheit, teilte Verkehrsdezernentin Andrea Blome (CDU-nah) der Bezirksvertretung Innenstadt mit. Die sogenannten Homo-Ampeln entsprächen weder der Straßenverkehrsordnung noch den Richtlinien für Lichtsignalanlagen.

Ausnahmegenehmigungen sind möglich

Tatsächlich heißt es in der Straßenverkehrsordnung: "Im Lichtzeichen für zu Fuß Gehende muss das rote Sinnbild einen stehenden, das grüne einen schreitenden zu Fuß Gehenden zeigen." Abweichungen sind dennoch möglich: Für die in diesem Jahr zum Frankfurter CSD dauerhaften installierten Ampelpärchen erteilte das hessische Verkehrsministerium beispielsweise eine Ausnahmegenehmigung (queer.de berichtete).

Als erste Stadt weltweit hatte Wien 2015 anlässlich der Ausrichtung des Eurovision Song Contests nach dem Sieg von Conchita Wurst gleichgeschlechtliche Ampelpärchen installiert (queer.de berichtete). Die Homo-Ampeln führten zu weltweiter Berichterstattung, was die österreichische Hauptstadt dazu veranlasste, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen.

Die Idee wurde seitdem von zahlreichen Städten in mehreren Ländern übernommen. Viele Kommunen lobten, dass sie so ein Zeichen für Akzeptanz setzen könnten und vergleichsweise kostengünstige PR für ihre Stadt erhalten. LGBTI-Aktivisten begrüßten die Aktion, da dadurch mit einfachen Mitteln die Sichtbarkeit von sexuellen Minderheiten erhöht werde. Zuletzt wurde in der australischen Hauptstadt Canberra der Jahrestag des Eheöffnungs-Beschlusses mit schwul-lesbischen Ampelpärchen gefeiert (queer.de berichtete).

"50 Years of Pride – Viele. Gemeinsam. Stark!"


Das Kölner CSD-Motto für 2019

Die Demoparade zum Kölner CSD findet 2019 am 7. Juli statt. Das Motto "50 Years of Pride – Viele. Gemeinsam. Stark!" wurde am Samstagabend auf dem "Cologne Pride X-MAS Day" auf dem queeren Weihnachtsmarkt Heavenue bekanntgegeben.

Beim Stonewall-Aufstand in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 wehrten sich queere Menschen in der New Yorker Bar "Stonewall Inn" erstmals gegen polizeiliche Willkürmaßnahmen. Dieses Ereignis gilt weltweit als Geburtsstunde der modernen LGBTI-Bewegung. Die deutschen Feier-Tage sind sogar nach der Christopher Street – der Straße, in der diese Aufstände stattfanden – benannt. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Was hältst du von den schwul-lesbischen Ampelpärchen?
    Ergebnis der Umfrage vom 10.12.2018 bis 17.12.2018


#1 WinnerAnonym
  • 09.12.2018, 08:04h
  • Der Gegenwind wird immer stärker.
    Eine Äußerung hier (Kramp-Karrenbauer) ein Nein da ...
    Die Lawine rollt und wird immer größer!
    WEHRET DEN ANFÄNGEN!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Steve2Anonym
  • 09.12.2018, 08:33h
  • Und in Wien und den anderen Städten, die diese Ampeln eingesetzt haben, entsprachen sie der Verkehrsordnung und/oder den Richtlinien für Lichtsignalanlagen?

    Es ist ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz, aber es scheint, dass die Verkehrsdezernentin Andrea Blome dieses Zeichen nicht setzen möchte?

    Vielleicht sollten die Bürger sich zu Wort melden und sagen, was sie möchten?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Gerlinde24Profil
  • 09.12.2018, 08:47hBerlin
  • Ich finde, die "Homo-Ampeln" sollten in den Bezirken genehmigt werden, wo der Bezirk sich dafür ausspricht.
    Rund um den Nollendorfkiez hier in Berlin wären sie prima, in Neukölln wären sie eine Provokation.
    In Köln (hab da mal ne Weile gelebt), sollte die CDU nicht selbst entscheiden, sondern die BürgerInnen befragen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
#5 TomDarkProfil
#6 Nordlicht80Anonym
  • 09.12.2018, 09:39h
  • Also hier in Flensburg haben wir seit 1-2 Jahren eine Homopaarampel mitten in der Innenstadt in der Fußgängerzone - und die wurde sehr gut angenommen. Achja, Sicherheitsbedenken und Unfälle gab es bisher keine.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Ralph
  • 09.12.2018, 09:44h
  • In München gibt es schwule Ampelmännerpaare, lesbische Ampelfrauenpaare und Hetero-Ampelpaare. - Mit der Verkehrssicherheit kann man hier nicht argumentieren. Die Lichter sind oben rot,unten grün. Oben stehen die Figuren, unten gehen sie. Da ändert sich nichts. Alles, was eingewendet werden kann, sind Formalien, und für die gibt es Sonder- oder Ausnahmeerlaubnisse. Es fehlt nur am politischen Willen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Ketzer
  • 09.12.2018, 09:48h
  • Verkehrssicherheit?

    Na, die Katholen halt... nichts als fadenscheinige Pseudoargumente.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 felix-cgnAnonym
  • 09.12.2018, 10:11h
  • Mal ist es der Brandschutz (Berlin) oder die Verkehrssicherheit (Köln), die man als Argumente vorschiebt, um Heteronormativität durchzusetzen.

    Traurig ist, dass politisch verantwortliche Heteros das nicht einmal erkennen - und wir sprechen hier von den "wohlwollenden". Im Jahr 2018/2019 muss man immer noch kleine Symbole der Akzeptanz (Köln) oder behutsamen Umgang mit Subkultur (Berlin/ auch Dortmund mit seiner Sexsteuer) erbetteln.

    Die Radikalinskis von AfD und Hardliner bei der Polizei/Bauaufsicht freuen sich.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 andreAnonym