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Braune Brausen gegen rechts
Höckes Eigentor
AfD-Rechtsaußen Björn Höcke wollte sich an Coca-Cola für ein Anti-AfD-Plakat rächen und trommelte für Vita Cola. Das Thüringer Unternehmen, das u.a. mit einem schwulen Paar wirbt, distanzierte sich prompt.

Björn Höcke steht nicht nur ganz rechtsaußen in der AfD, sondern ist auch einer der größten Hetzer gegen LGBTI-Rechte in Deutschland (Bild: AfD-Fraktion Thüringen)
- 11. Dezember 2018, 07:29h 2 Min.
Die Geschichte rund um das vermeintliche Anti-AfD-Plakat von Coca-Cola wird immer unterhaltsamer. Das Weihnachtsmann-Motiv mit dem Spruch "Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD!" mit dem offiziellen Coke-Logo war letzte Woche in Berlin aufgetaucht. Dabei handelte es sich um keine echte Werbung des Brause-Giganten, sondern um eine Aktion der Initiative afdentskalender.de.
/ testspielAdbusting: Für eine besinnliche Zeit: Sag Nein zur AfD! #noafd https://t.co/U4mRmPkcX0 pic.twitter.com/qFRPRHQVeu
Marc (@testspiel) December 4, 2018
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Trotz des Logo-Klaus schaltete Coca-Cola nicht etwa einen Rechtsanwalt ein, sondern teilte das Anti-AfD-Motiv sogar auf Twitter. "Nicht jedes Fake muss falsch sein", kommentierte zudem der Director Public Affairs & Communications die Aktion. Was die Rechtsaußenpartei und ihre Anhänger noch mehr schäumen ließ.
Fünf Flaschen auf Twitter
Nach Boykottaufrufen, Fake-Bildern mit Pepsi ("Sag' Ja zur AfD"), die rechtliche Folgen haben dürften, und einer gescheiterten Vereinnahmung von Fritz Kola, trommelte nun der beleidigte Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke für einen Coke-Konkurrenten aus Schmalkalden: "In Thüringen trinkt man #VitaCola", schrieb er auf Twitter und ließ sich dazu mit Flaschen und Colaglas ablichten. "Diese Limonade ist hier inzwischen Marktführer, beliebter als #CocaCola. Selbstverständlich wünsche ich unseren heimischen Unternehmen viel Erfolg!"
/ BjoernHoeckeIn Thüringen trinkt man #VitaCola. Diese Limonade ist hier inzwischen Marktführer, beliebter als #CocaCola. Selbstverständlich wünsche ich unseren heimischen Unternehmen viel Erfolg! pic.twitter.com/IKrrx2zyZA
Björn Höcke (@BjoernHoecke) December 9, 2018
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Bei Vita Cola war man nicht wirklich begeistert über die Unterstützung des Rechtsextremisten: "Als Marke sind und verhalten wir uns neutral und werden uns nicht für politische Auseinandersetzungen von Parteien oder im Zusammenhang mit anderen Herstellern instrumentalisieren lassen", erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme gegenüber volksverpetzer.de. "Wir distanzieren uns damit auch von jeglicher parteipolitischer Vereinnahmung. Vielmehr steht Vita Cola u.a. für Weltoffenheit und Toleranz."
Tatsächlich hat Vita Cola in der Vergangenheit mehrfach mit einem schwulen Paar geworben:

Wenn das der Höcke wüsste: "Homopropanda" von Vita Cola (Bild: Vita Cola)
In sozialen Netzwerken teilten viele Nutzer das Homo-Motiv in Antwort auf Höcke – schließlich hatte der AfD-Rechtsaußen erst im Mai davor gewarnt, dass Homosexualität "als erstrebenswert suggeriert" werde (queer.de berichtete).
Die Moral von der Geschicht': Selbst braune Brausen mögen braune Homo-Hasser nicht! (mize)














