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Coming-out

Golferin Melissa Reid outet sich als lesbisch

Die britische Profi-Golferin wollte zunächst nicht über ihre Homosexualität sprechen, weil sie Angst hatte, Sponsoren zu verlieren.


Melissa Reid konnte sechs Turniere der "Ladies European Tour" gewinnen, zuletzt war sie vergangenes Jahr bei der Oates Victorian Open in Australien erfolgreich (Bild: Instagram / melreidgolf)

  • 11. Dezember 2018, 16:03h, noch kein Kommentar

Die Golferin Melissa Reid hat am Montag erstmals öffentlich Angaben zu ihrer sexuellen Orientierung gemacht. Die 31-jährige Athletin, die in ihrer Karriere bereits sechs Turniere gewinnen konnte, outete sich auf der Onlineseite der New Yorker LGBTI-Organisation "Athlete Ally", die sich gegen Homophobie im Sport engagiert.

Die aus der mittelenglischen Stadt Derby stammende Sportlerin erklärte, sie habe bereits als Teenagerin ihre sexuelle Orientierung entdeckt. Ihre Familie habe von Anfang an Bescheid gewusst: "Ich habe mich in ein Mädchen verliebt und war sehr aufgeregt. Zuerst habe ich davon meiner Schwester erzählt und dann meinem Bruder", sagte Reid. "Meine Eltern sind älter als die meisten, aber sie gingen sehr locker damit um. Sie haben mir versichert, dass sie keine Probleme haben, solange ich eine gute Person liebe – egal, welche Rasse, welches Geschlecht oder welchen Hintergrund diese Person hat."

Öffentlich wollte sie aber lange Jahre nicht über ihre sexuelle Orientierung sprechen, so Reid weiter. Sie habe Angst gehabt, wie die Sponsoren reagieren würden. Als sie ihre Freundin zu offiziellen Anlässen mitgebracht habe, habe sie immer wieder damit gerungen, wie sie ihre Partnerin den anderen vorstellen soll.

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Angst vor Sponsoren

"Ich habe meine Sexualität lange Zeit geschützt, weil ich das für notwendig erachtete, um meiner Karriere zu helfen und Sponsoren an Land zu ziehen", so Reid. "Aber dann habe ich mich gefragt, warum diese Firmen mich unterstützen und mich sponsern sollten, wenn ich nicht mein wahres Ich zeigen kann." Jeder Mensch sei einzigartig – und daher sei es wichtig, man selbst zu sein. "Nur so sammelt man die richtigen Menschen um sich, die einen besser und am Ende glücklicher machen."

Reid erklärte weiter, es sei ihr wichtig, sich für Gleichberechtigung einzusetzen. In Zukunft wolle sie daher als eine Sprecherin für "Athlete Ally" gegen Diskriminierung kämpfen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sie sich immer wieder öffentlich gegen die Schlechterstellung von Frauen im Sport ausgesprochen.

Im Sportsender ESPN ergänzte Reid, sie wolle mit ihrem Coming-out auch dazu beitragen, lesbischen Sportlerinnen oder schwulen Sportlern dabei zu helfen, ihre Homosexualität nicht mehr zu verstecken. "Wenn meine Geschichte auch nur einer Person hilft, hat es sich doch schon gelohnt", so Reid. (dk)