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"Lustknabe des Möchtegern-Diktators"

Trump kritisiert homophobe Aussage in linksliberalem Nachrichtenkanal

Der sonst nicht so zimperliche Donald Trump zeigt sich empört, dass eine Moderatorin der "Fake-News-Medien" einen homophoben Spruch losgelassen hat. Die Journalistin hat sich für die Aussage bereits entschuldigt.


Präsident Donald Trump kritisiert gerne die Medien – freilich mit Ausnahme des republikanischen Meinungskanals Fox News Channel (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Eine homosexuellenfeindliche Aussage der Journalistin Mika Brzezinski sorgt insbesondere unter Konservativen in Amerika für Empörung, auch bei Donald Trump. Brzezinski hatte am Dienstag im Frühstücksfernsehen des eher linksliberal ausgerichteten Nachrichtensenders MSNBC US-Außenminister Mike Pompeo als "wannabe dictator's butt boy" ("Lustknabe des Möchtegern-Diktators") bezeichnet.

Der Begriff wurde von MSNBC nicht – wie sonst oft bei diskriminierenden Wörtern oder Kraftausdrücken üblich – ausgeblendet (in den USA laufen "Live"-Sendungen fast immer mit einer Zeitverzögerung von ein paar Sekunden, um missliebige Inhalte nicht zeigen zu müssen). Offenbar versuchte der verantwortliche Zensor, das Wort nicht über den Äther gehen zu lassen, die Ausblendung erfolgte aber erst, nachdem das Wort gefallen war. Immerhin ließ der Sender den Begriff bei der Live-Untertitelung weg.

Twitter / g_e_anderson

Brzezinski entschuldigte sich kurz nach der Sendung für die Aussage. Auf Twitter schrieb die 51-Jährige: "Eine SUPERSCHLECHTE Wortwahl. Ich hätte stattdessen 'Wasserträger' sagen sollen, also der bei Footballteams arbeitet oder sowas."

Twitter / morningmika

Am Freitagmorgen entschuldigte sie sich zusätzlich in der Sendung. Sie habe nicht persönlich am Donnerstag sorry sagen können, da sie an diesem Tag nicht auf Sendung war. Den von ihr genutzten Begriff bezeichnete Brzezinski als "vulgär" und erklärte: "Ich entschuldige mich bei jedem, besonders bei der LGBTQ-Community und bei meinen Kollegen."

Zu diesem Zeitpunkt war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen: Bereits am Donnerstag empörte sich Präsident Donald Trump über die Journalistin, die für einen Sender arbeitet, den er oft als "Fake-News-Medium" kritisiert hatte. In einem Tweet behauptete er, der Fall zeige, wie sehr Konservative in den USA diskriminiert werden würden: "Wenn ein Konservativer gesagt hätte, was die 'verrückte' Mika Brzezinski gestern in ihrer Sendung vorgetragen hat, unter Verwendung eines bestimmten schrecklichen Begriffs, wäre diese Person für immer vom Fernsehbildschirm verschwunden", so Trump. "Ihr wird man es aber wohl durchgehen lassen."

Schwuler US-Botschafter machte Trump auf Aussage aufmerksam

Trump dankte auch Richard Grenell, dem offen schwulen US-Botschafter in Berlin, der die Aussage der Journalistin bereits kurz nach der Ausstrahlung am Mittwoch zum Thema gemacht hatte. Der 52-Jährige hatte auf Twitter den Kommentar von Brzezinski als "empörend" bezeichnet und erklärt: "Das ist völlig inakzeptabel und zutiefst verstörend. Wenn man homosexuelle Menschen auf diese Art und Weise sexualisiert, will man sie kontrollieren und als weniger wertvoll darstellen."



Linke Blogger kritisierten die Empörung aus der Regierung als scheinheilig, da das Weiße Haus in den letzten zwei Jahren alles getan habe, um die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten einzuschränken. So ließ die Trump-Regierung erst Anfang Dezember den Schutz queerer Menschen aus einem Handelsvertrag mit Mexiko und Kanada streichen (queer.de berichtete). Außerdem kämpft Donald Trump seit über einem Jahr dafür, Transpersonen aus dem US-Militär zu entfernen (queer.de berichtete).


Mika Brzezinski moderiert seit 2007 für den Nachrichtensender des Networks NBC (Bild: MSNBC)

Außenminister Pompeo gilt selbst als äußerst homophob. Sein Ministerium hat erst im Oktober veranlasst, dass gleichgeschlechtliche ausländische Partner von UN-Mitarbeitern leichter des Landes verwiesen werden können (queer.de berichtete).

Mika Brzezinski moderiert die MSNBC-Morgensendung seit mehreren Jahren an der Seite des früheren republikanischen Kongressabgeordneten Joe Scarborough. Vergangenen Monat heirateten die beiden Journalisten. Ihre oft eigenwillige Art der Präsentation führte dazu, dass sie regelmäßig in der Kult-Comedyshow "Saturday Night Live" veralbert werden. Brzezinski wird dabei von der lesbischen Komikerin Kate McKinnon dargestellt. (dk)



#1 stromboliProfil
  • 14.12.2018, 15:36hberlin
  • wann protestieren die baseballspielervereinigung gegen den gebrauch des "wasserträger" al seindeutigf diskriminierend und herabwürdigend.
    Gerade solche arschgeigen wie der amerikanische botschafzter in der brd sollte da liebe mal sich den schaum vom maul wischen.. der jock seines herrn.

    Wenn satire an der befindlichkeit sich angesprochener scheitert, ist es um die möglichkeit, mittels satire den gegner zu karikieren, geschehen ...
    So besehen zensieren wir uns vorauseilend selbst, und bieten den homophoben ärschen auch noch gelegenheit, sich hämisch als beschützer unserer "würde aufzuspielen.
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#2 DominikAnonym
#3 JohannbAnonym
  • 14.12.2018, 17:31h
  • Dem Trump gehts hier nur darum, dass seine Wuerdentraeger nicht diffamiert werden. Um seinen kleinen Typen in Berlin/Germany oder andere Schwule gehts im sicherlich nicht!
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#4 Patroklos
#5 stromboliProfil
  • 14.12.2018, 19:21hberlin
  • Antwort auf #2 von Dominik
  • was wissen wir?
    Das da jemanden das naheliegende zu den homophoben knilchen einfällt, nämlich das das alles schrankhomos sind , die ihre heterosichtbarkeit durch homofeindlichkeit zu unterstreichen suchen.

    Was machen denn die bibeltreuen hetzer dort in god's own country...
    Die über ihre strichjungen gestolperten politiker?
    Sie prahlen mit ihrer heterosexualität, die aus allen fettfalten ihrer grotesken gesichtsmasken hervorquellen.

    Und was machen sie, wenn man sie mit dem finger auf ihr verdrängtes ich weist..?
    Empört jammern, scheinheilig sich vor uns ansonsten doch wirklich nur mit der beißzange anfassenden fags stellend, so die als schmach empfundenen zuweisungen, hyperventilierend als an ihnen vorbeigehend von sich weisen.

    Was hätte bei denen der begriff "wasserträger oder arschkriecher" wohl ausgelöst?
    Nichts! Höchstens ein müdes lächeln.
    So aber fühlen sie sich getroffen!
    Ich als schwuler kann damit umgehen!

    Und ob da putin oder trump schwanzlutscher sind, oder sich von zeit zu zeit den schwanz lutschen lassen, ist grundsätzlich nicht von belang. So ich die aber mit dem begriff in rage bringen kann, ist mir jede satirische möglichkeit willkommen.
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#6 TheDadProfil
  • 14.12.2018, 22:38hHannover
  • Antwort auf #1 von stromboli
  • ""wann protestieren die baseballspielervereinigung gegen den gebrauch des "wasserträger" al seindeutigf diskriminierend und herabwürdigend.
    Gerade solche arschgeigen wie der amerikanische botschafzter in der brd sollte da liebe mal sich den schaum vom maul wischen..""..

    Stimmt..
    Denn Leute wie der US-Außenminister Mike Pompeo sind keine "Wasserträger"..
    sie sind Arschkriecher die die unglaublichen Weiten des Arsches von Donald Trump erkunden..

    www.youtube.com/watch?v=Ec1KftuB88o
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#7 alter schwedeAnonym
  • 15.12.2018, 07:50h
  • Aber Donald. Homosexualität ist das, wenn gewisse Männer sich nicht für Pussys interessieren oder wenn sie sich Lippenstift auf die Lippen malen oder wenn sie beim Baseball nur einen Meter weit schlagen und dann Hach sagen. Ja genau, die sind das! - Fragezeichen - Ja die in Frauenkleidern beim Millitär.

    Keine Ursache, hab ich doch gern getan. - Ja dann geben sie das schnell der Sarah durch damit die das in Twitter richtig stellt. Ja keine Ursache. Viel Spaß beim golfen.
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#8 MandalorianAnonym
  • 15.12.2018, 12:45h
  • hahaha da hat die Dame aber ein böses böses Wort verwendet. Wenn er die Gelegenheit hat spielt unser Big Daddy gern mal die betroffene Pussy. Ich glaube von uns fühlt sich sicher niemand wirklich beleidigt. Diese scheinheilige Theatralik offenbart ja geradezu was sie eigentlich denken. Als würde so ein Wort nicht direkt an uns abperlen, zumal vor dem Hintergrund.
    Sie gaben uns viele Namen um uns damit herabzuwürdigen und zu stigmatisieren, Sissy-Boys, Tunten, Perverts, Schwule und Lesben usw. Namen die wir jetzt mit Stolz als Eigenbezeichnung nutzen. Wir wurden in der Geschichte lang genug gerädert als dass so ein Wort uns aus der Fassung bringen könnte.

    Bis heute versucht man rund um den Globus Schwule als effeminiert zu stigmatisieren. Schon vor über 100 Jahren haben sich Tunten nachweislich darüber lustig gemacht und in ihren geselligen Ausflügen im öffentlichen Raum auffällig und provokativ dem gesellschaftlichen Klischee entsprechend verhalten.

    Dabei würde es diesen Prols die Schamesröte ins Gesicht treiben, wenn die wüssten wie sehr maskuline Männerbilder, sei es Kleidungsstil, Auftreten oder Körperkult, von schwuler Ästhetik geprägt ist. Mal von dem queeren Einfluss in der Modeszene gänzlich abgesehen.
    Am sichtbarsten trat z.B. in den 80´er Jahren die Lederszene zum Vorschein. Politisch wird das als Gegenbewegung zum Stigma des effeminierten Schwulen betrachtet. Tatsache ist, dass das Menschengeschlecht nichts maskulineres hervorgebracht hat als Toms Boys. Hypermaskulinität, Machismus sind hier die Schlagworte. Besucht man im ostasiatischen Raum ein Gym, so wird man feststellen müssen, dass dort etwa 90% der trainierenden Männer schwul sind. Hmmm wird ein kulturelles Ding sein..
    Interessant ist auch, dass das Bild das Männer über einen für Frauen erotisch attraktiven Mann im Kopf haben so gar nicht mit dem übereinstimmt, was die meisten Frauen attraktiv finden aber die meisten Schwulen hingegen schon
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#9 Alice
  • 15.12.2018, 14:01h
  • Nun ich komme nicht aus dem amerikanischen Kultur und weiß deshalb nicht welche Bedeutung dem Wort "Lustknabe" dort noch zukommt.
    Lustknaben sind meinem Verständnis nach männliche Konkubinen, Menschen also die Einflussreichen um sich hatten um sich von der schweren Verantwortung ablenken zu können. Ähnlich wie Konkubinen blieben bestimmt auch die Lustknaben nicht ohne Einfluss auf "ihren Chef" und mögen manche politische Entscheidung so oder so gelenkt haben.
    Ich dachte bei der Überschrift erst: "Was, Trump hast Du vor?" als ich dann las was der Grund war, kam ein "hä, was ist denn daran jetzt so schlimm" und dann "Na, klar wenn man einem Platzhirsch Lustknaben angedeihen lässt, dann sind sie plötzlich ganz pikiert, lässt ja ggf. eine Hauch von man könnte 'Schwulsein' daher wehen."
    Manche Lustknaben mögen schön singen können, andere mögen gut im Bett sein und wieder andere mögen "chefergebene" Politik machen.

    Nicht verwechseln: Trump und viele seiner "Mitstreiter*innen" sind homophob bis ins Mark!
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#10 MisogynieAnonym
  • 15.12.2018, 14:28h
  • Antwort auf #8 von Mandalorian
  • "spielt unser Big Daddy gern mal die betroffene Pussy."

    You might want to rephrase that.
    Einerseits über den "Vorwurf" der Effeminiertheit klug reflektieren, und dann andererseits einen Mann mit einem Wort für das weibliche Geschlechtsteil beleidigen, das passt für mich nicht zusammen.
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