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Polizeimeldung

Berlin: Nach homophober Gewalttat Belohnung ausgelobt

Im März wurde in Berlin-Neukölln ein junges schwules Paar attackiert. Hinweise, die zur Ergreifung der beiden Täter führen, belohnt die Staatsanwaltschaft jetzt mit 5.000 Euro – eine Premiere.


Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Zu einem homophoben Übergriff, der sich am 8. März 2018 in Berlin-Neukölln ereignet hat, suchen die Staatsanwaltschaft und die Ermittler des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt nach Zeugen. Dies meldete die Berliner Polizei am Montag.

An jenem Mittwoch lief ein 24-Jähriger gemeinsam mit seinem 27 Jahre alten Lebensgefährten gegen 23.40 Uhr über einen Spielplatz in der Mainzer Straße. Zwei junge Männer sprachen sie an, worauf das Paar jedoch zunächst nicht reagierte und von den beiden verfolgt wurde. Plötzlich erhielt der 24-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht und einen Messerstich in den Oberschenkel. Zusammen mit seinem Lebensgefährten rettete er sich letztlich in eine Bar. Die beiden Angreifer flüchteten. Der Verletzte kam anschließend zur stationären Behandlung in eine Klinik (queer.de berichtete).

Die Polizei sucht Zeugen der Straftat

Die Ermittler fragen nun: Wer hat die Tat beobachtet und kann Angaben zu den Tätern machen? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben? Zeugen werden gebeten, sich bei der Fachdienststelle des Polizeilichen Staatsschutzes unter der Telefonnummer (030) 46 64-95 31 28 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgelobt. Die Belohnung ist ausschließlich für Personen aus der Bevölkerung bestimmt, nicht für solche, zu deren Berufspflichten die Verfolgung von Straftaten gehört. Personen, die an der Tat beteiligt waren, sind von einer Zuteilung ausgeschlossen.

Es ist das erste Mal, dass die Berliner Staatsanwaltschaft zur Aufklärung einer LGBTI-feindlichen Straftat eine Belohnung ausgeschrieben hat. (cw/pm)



#1 TimonAnonym
  • 17.12.2018, 13:13h
  • Hoffentlich werden die Täler schnell gefasst und hart bestraft.

    Aber noch besser wäre natürlich, wenn es erst gar nicht zu solchen Taten käme. Dafür bräuchten wir endlich mehr Aufklärung an Schulen. Und volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG) wäre auch ein gutes Zeichen. Denn wie soll die Gesellschaft uns gleich behandeln, wenn der Staat es schon nicht tut.
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#2 tageszählerAnonym
  • 17.12.2018, 14:34h
  • da kann die staatsanwaltschaft getrost auch 500 000 Euro ausloben, denn sie wird wohl nicht zahen müssen. dass sich jemand nach 285 tagen, also nach mehr als neun monaten, zuverlässig daran erinnern, was er damals gesehen hat, ist doch so gut wie ausgeschlossen.
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#3 GronkelAnonym
#4 Carsten ACAnonym