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Bangkok
"Miss Universe": Trans-Kandidatin früh ausgeschieden
Angela Ponce galt laut Wettbüros als Favoritin auf den Sieg bei "Miss Universe", schaffte es aber am Ende nicht in die Top-20. Den Wettbewerb veränderte sie allerdings bereits allein durch ihre Teilnahme.

Angela Ponce kann sich freuen, auch wenn sie den Sprung in die Endrunde nicht geschafft hat (Bild: Instagram / angelaponceofficial)
- 17. Dezember 2018, 11:23h 2 Min.
Die erste transsexuelle Miss-Universe-Kandidatin hat am Montag in Bangkok zwar nicht das Finale des Schönheitswettbewerbs erreicht, mit ihrer Teilnahme aber bereits Geschichte geschrieben. Die 27-jährige Angela Ponce, als Miss España Universo eine von 94 Kandidatinnen, schaffte es nicht in die Runde der letzten 20. Im Vorfeld der Veranstaltung hatten mehrere Wettbüros die spanische Kandidatin als Favoritin auf die Krone gehandelt.
Ihren Auftritt sieht Ponce allerdings nicht als vergebens an: Nach ihrem Ausscheiden durfte sie noch einmal auftreten und sagte in einem eingespielten Video: "Ich muss Miss Universe nicht gewinnen, ich muss nur hier sein." Mit ihrer Prominenz wolle sie Kindern helfen, die an ihrer Geschlechtsidentität zweifelten. Sie wurde vom Publikum mit großen Applaus begrüßt.
Im Vorfeld der Veranstaltung hatte sie in Interviews bereits betont, dass sie mit ihrer Teilnahme Transpersonen sichtbarer mache und damit Menschen Denkanstöße gebe. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte sie etwa: "Ich sage immer: Eine Vagina zu haben, hat mich nicht in eine Frau verwandelt. Ich bin eine Frau, ich war das schon vor meiner Geburt, weil meine Identität hier festgelegt wird." Dabei zeigte sie mit ihrem Finger auf ihren Kopf.
Siegerin kommt aus den Philippinen
Siegerin der mehrstündigen Endrunde wurde am Ende die 24-jährige Catriona Gray, die Bewerberin aus den Philippinen. Zweite wurde Tamaryn Green aus Südafrika, den dritten Platz belegte die Venezolanerin Sthefany Gutiérrez. Bei dem Wettbewerb traf erstmals eine nur auf Frauen bestehende Jury die Entscheidung. Celine Willers, die Miss Universe Germany 2018, schaffte es wie Ponce nicht in die Endrunde.
Der Miss-Universe-Wettbewerb wird bereits seit 1952 durchgeführt. Von 1996 bis 2015 gehörte der Contest zum Imperium des Milliardärs und späteren US-Präsidenten Donald Trump. Trans-Bewerberinnen sind erstmals seit 2012 erlaubt. Grund war der öffentliche Druck aufgrund einer transsexuellen Bewerberin beim kanadischen Miss-Universe-Wettbewerb (queer.de berichtete). Vor Ponce konnte allerdings keine Transkandidatin einen nationalen Wettbewerb gewinnen. (dk)














