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Antwort auf AfD-Anfrage

Bundesregierung: LGBTI-Diskriminierung schadet der Wirtschaft

Staaten, die queere Menschen anständig behandeln, können daraus wirtschaftliche Vorteile ziehen, so die deutsche Bundesregierung.


Wer queere Menschen gleich behandelt, hat mehr Kohle (Bild: Images Money / flickr)

Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD (PDF) erklärt, dass die Diskriminierung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung sei. "Die wirtschaftlichen Kosten der Diskriminierung von LSBTI und der Zusammenhang zwischen ihrer rechtlichen Situation und der wirtschaftlichen Entwicklung sind mittlerweile gut belegt", schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort, die queer.de vorliegt. Als Beispiele werden Studien des Williams Instituts in Kalifornien und der Weltbank (PDF) genannt.

Die Studie des Williams Institute stelle "eine positive Korrelation zwischen dem Bruttoinlandsprodukt und den Rechten von LSBT fest". Die Studie der Weltbank komme außerdem zu dem Ergebnis, "dass die Kosten der Homophobie in Indien im Jahr 2012 bei mehreren Milliarden US-Dollar lagen".

AfD versucht Ausländer und LGBTI gegeneinander auszuspielen

Die AfD hatte mit ihrer Kleinen Anfrage LGBTI-Rechte eigentlich mit ihrem Lieblingsthema – der Ausländerpolitik – in Verbindung bringen wollen. So lautete eine Frage, ob die Bundesregierung ein "Missverhältnis" zwischen der Kürzung von Entwicklungshilfegeldern für das homophobe Uganda und der Auszahlung an Staaten, "die sich bei der Rückführung ihrer Landsleute aus Deutschland unkooperativ verhalten", erkenne. Die Antwort aus dem Entwicklungsministerium: "Einen Zusammenhang oder gar ein Missverhältnis in Bezug auf die in der Frage genannten beiden Sachverhalte kann die Bundesregierung nicht erkennen."

Außerdem hatte die Partei nach detailliert aufzuschlüsselnden Förderungen von "Projekten mit LSBTI-Bezug" gefragt. Die Bundesregierung nannte dabei Maßnahmen, um die Zivilgesellschaft oder LGBTI-Organisationen in Afrika sowie Gesundheitsprojekte in der Ukraine und der Karibik zu unterstützen.

Grüne: Homophobe AfD ist schlecht für deutsche Wirtschaft

Die Grünen zeigten sich über die Antwort zufrieden: "Dank der Anfrage der AfD wissen wir nun unmissverständlich, dass sich eine homophobe Politik, die LSBT diskriminiert, negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt", erklärten Ulle Schauws und Sven Lehmann, die beiden Sprecher für Queerpolitik der grünen Bundestagsfraktion. "Damit outet sich die AfD als eine wirtschaftsfeindliche Partei, die mit ihrer politischen Haltung in der Konsequenz auch dem Standort Deutschlands Schaden zufügen könnte. Das durchsichtige Manöver der AfD ist nicht nur ein Schuss ins rechte Knie sondern sollte auch der Wirtschaft ein Warnsignal sein." (dk)



Gambia: Lieber Homo-Verbot als Entwicklungshilfe

Der Präsident von Gambia hat ausländische Diplomaten gewarnt, dass sein Land eher auf Entwicklungshilfe verzichten würde als Schwule und Lesben zu akzeptieren.
#1 HyenadykeProfil
  • 17.12.2018, 16:29hKöln
  • Irgendwie beschleicht mich bei solchen Studien immer ein ungutes Gefühl. Als ob es ein Tauschgeschäft wäre, in dem mensch für ein bisschen Ekel und und Stillhalten immerhin sich sagen kann, dass das ja "wenigstens für die Wirtschaft gut" ist.
    Dabei sind Menschenrechte unveräußerlich. Und wenn es "die Wirtschaft" Geld kosten würde, wären Homo-, Trans-, Inter- und alle anderen, die jetzt nicht mir aufgezählt wurden- Rechte wichtig und richtig.
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#2 QwertzuiopüAnonym
#3 lindener1966Profil
  • 17.12.2018, 17:06hHannover
  • "Damit outet sich die AfD als eine wirtschaftsfeindliche Partei, die mit ihrer politischen Haltung in der Konsequenz auch dem Standort Deutschlands Schaden zufügen könnte."

    Die Wirtschaft unseres Landes ist der AFD doch ziemlich egal. Je mehr Arbeitslose oder prekär Beschäftigte, desto besser für die.
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#4 TimonAnonym
  • 17.12.2018, 18:23h
  • Das ist schon seit Jahren klar. Es wäre schön, wenn die Bundesregierung auch mal entsprechend handeln würde.
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#5 Handeln_Ist_GefragtAnonym
  • 17.12.2018, 18:53h
  • Wäre es denn möglich, auch mal zu handeln, anstatt immer diese Kalendersprüche zu bringen? Homophobie schadet nicht nur der Wirtschaft. Das nicht Handeln ist immer noch am schlimmsten.
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#6 Patroklos
#7 Homonklin44Profil
  • 17.12.2018, 20:46hTauroa Point
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • Danke für den Artikel. Die Sayn-Wittgenstein ist offenbar auch ins Fadenkreuz der Ermittler geraten. Kimisch schon, dass si viele vertrocknete Adels.Schnallen sich da angezogen fühlen.
    ---------------------------
    Klar überdies, dass Homo- und Transphobie bzw. Xenophobie der Wirtschaft schaden. Investoren gehen einfach wo anders hin und beschäftigen nicht hier.
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#8 TheDadProfil
  • 17.12.2018, 22:44hHannover
  • ""Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD (PDF) erklärt, dass die Diskriminierung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung sei. "Die wirtschaftlichen Kosten der Diskriminierung von LSBTI und der Zusammenhang zwischen ihrer rechtlichen Situation und der wirtschaftlichen Entwicklung sind mittlerweile gut belegt", schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort""..

    Was genau diese Bundesregierung natürlich nicht davon abhält auch weiterhin an diskriminierenden Rechtsvorschriften und Gesetzen festzuhalten..
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#9 TheDadProfil
  • 17.12.2018, 22:50hHannover
  • Antwort auf #1 von Hyenadyke
  • ""Irgendwie beschleicht mich bei solchen Studien immer ein ungutes Gefühl. Als ob es ein Tauschgeschäft wäre, in dem mensch für ein bisschen Ekel und und Stillhalten immerhin sich sagen kann, dass das ja "wenigstens für die Wirtschaft gut" ist.""..

    Alles nur eine Frage des Blickwinkels..

    Es ist kein "Tauschgeschäft" bei dem irgendwer Still hielte, es ist eine Realität in der die Wirtschaft ganz real Verluste erleidet..

    ""Und wenn es "die Wirtschaft" Geld kosten würde, wären Homo-, Trans-, Inter- und alle anderen, die jetzt nicht mir aufgezählt wurden- Rechte wichtig und richtig.""..

    Das ist eben keine Frage von "kosten würde" und von "wären die Rechte wichtig"..
    Den es kostet ganz reales Geld, und diese Rechte sind wichtig..

    Diese Rechte sind zunächst einmal wichtig für die Betroffenen..

    Den "Kritikern" solcher Rechte muß man aber ganz klar sagen :
    Du schadest der Wirtschaft..
    Denn deine Form der Gesellschaft kostet Geld, verursacht unnütze Kosten, und vor allem schadet sie der Gesellschaft als Ganzes..
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#10 TheDadProfil
  • 17.12.2018, 23:00hHannover
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • ""So kann das ruhig weitergehen, dann verliert diese Partei ihren Fraktionsstatus und der Bundestag hat dann noch nie so viele fraktionslose Abgeordnete wie in dieser Legislaturperiode!""..

    Wenn das mit der gleichen Geschwindigkeit weiter geht wie bislang, dann dauert das noch bis 2023 bis die "AFD" ihren "Fraktions-Status" verlieren würde, denn :

    ""Die Fraktionen des Deutschen Bundestages sind Zusammenschlüsse von mindestens 5 % der Bundestagsmitglieder (vgl. § 10 Abs. 1 GoBT).""..

    Aktuelle Abgeordnete : 709..
    Damit Mindestanzahl einer Fraktion : 35..
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