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Aufruf

Das HAU Hebbel am Ufer sucht die queere Utopie

Das Berliner Theater lädt Künstler*innen ein, Manifeste für eine queere Zukunft einzureichen – für die 25 besten gibt es jeweils 1.500 Euro.


Das HAU Hebbel am Ufer hat drei Spielstätten, aber kein eigenes Ensemble. Es spielt für ein eher junges Publikum (Bild: HAU)

  • 18. Dezember 2018, 03:28h, noch kein Kommentar

Im Juni 2019 plant das Berliner Theater HAU Hebbel am Ufer ein interdisziplinäres Festival in allen drei Häusern, das verschiedene künstlerischen Positionen mit einem Blick auf queere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präsentiert. Als Teil des Festivals schreibt das HAU einen Open Call für in Berlin ansässige Künstler*innen aus.

"Wir laden Künstler*innen dazu ein, uns einen Antrag für ein Manifest einzureichen, das ihre Vision einer queeren Zukunft ausdrückt", heißt es in einer Pressemitteilung des Theaters vom Montag. "Mit dem Programm des Festivals möchten wir sowohl die politische als auch die künstlerische Vergangenheit in den Blick nehmen, um nach utopischen Szenarien zu suchen und gleichzeitig queere Gegenwart aktiv gestalten."

"Das Insistieren auf eine andere Welt"

Das Hau Hebbel am Ufer beruft sich in der Ausschreibung auf José Esteban Muñoz: "Queerness ist noch nicht anwesend. Queerness ist ein Ideal", zitiert es den kubanisch-amerikanischen Queertheoretiker und Künstler. "Anders gesagt, wir sind noch nicht queer. Wir werden Queerness womöglich nicht erreichen, aber wir können den warmen und von Möglichkeiten schimmernden Schein am Horizont spüren. […] Queerness ist im Wesentlichen die Ablehnung der gegenwärtigen Realität und das Insistieren auf eine andere Welt."

25 der vorgeschlagenen "Manifestos for Queer Futures" werden vom Team des HAU ausgewählt. Die ausgesuchten Manifeste werden in der Woche nach dem 17. Juni 2019 auf der Bühne des HAU2 vorgestellt. Diese Präsentationen finden im Rahmen des Festivalprogramms statt.

Die Anträge sollten eine kurze Projektbeschreibung (maximal 1.500 Zeichen) und einen kurzen Lebenslauf beinhalten. Die Manifeste sollten eine performative Form annehmen, entweder durch Text, Bewegung oder Musik, und sollten nicht länger als zehn Minuten andauern. "Wir werden die Manifeste digitalisieren und auf unserer Webseite präsentieren", erklärte das Theater. Neben einem Honorar in Höhe von 1.500 Euro stellt das HAU auch technischen und künstlerischen Support zur Verfügung.

Anträge können auf Deutsch oder Englisch bis zum 13. Februar 2019 unter der folgenden Email-Adresse eingereicht werden: opencall@hebbel-am-ufer.de. Die endgültige Auswahl wird Anfang März 2019 bekanntgegeben. (cw/pm)