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Evangelische Kirche
Tränen nach der "Bad Boller Bitte um Vergebung"
Gabriele Arnold, Regionalbischöfin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, in der noch immer keine homosexuellen Paare gesegnet werden, entschuldigte sich am dritten Advent bei LGBTI für das zugefügte Leid.

Gabriele Arnold leitet seit Ende November 2016 den Sprengel Stuttgart, eine von vier Prälaturen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Bild: Gottfried Stoppel)
- 18. Dezember 2018, 05:11h 2 Min.
Gabriele Arnold, die Stuttgarter Prälatin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hat sich bei der LGBTI-Bewegung für das durch ihre Kirche zugefügte Leid entschuldigt. Die historische Geste erfolgte am dritten Advent im Rahmen eines Gottesdienstes während der 33. Lesbentagung in der evangelischen Akademie Bad Boll zum Thema "Feminismus – viel erreicht, noch viel zu tun. Lesbische / queere* Frauen aller Generationen im Gespräch".
Die etwa hundert Teilnehmerinnen hatten mit der Entschuldigung nicht gerechnet. "Der Effekt war raumfüllend. Das gesprochene Wort verdichtete alles, was da war und wurde energetisch spürbar", heißt es in dem Bericht einer bewegten Augenzeugin auf der Homepage des Dyke March Rhein-Neckar. "Nicht nur die versammelten Emotionen, auch die weitergehenden und tiefer gelegenen Seelenschichten wurden bewegt und rührten an. Rote Köpfe, Atemstillstand, Tränen und Anderes brachten leibhaftig zum Ausduck, wie überraschend das Ganze war, ja wie unbegreifbar diese Handlung war, indem sie in das Gesetzte eingriff und dadurch veränderte."
Deutschlands homophobste Landeskirche
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg verweigert als letzte Landeskirche homosexuellen Paaren noch immer ihren Segen – in ihr sind viele Evangelikale vertreten, die unter anderem auch Homo-"Heilung" gegenüber Jugendlichen befürworten. Im vergangenen Monat stimmte die Synode lediglich der Weiterarbeit an einem Gesetzentwurf zu, der einzelnen Gemeinden öffentliche Segnungen erstmals ermöglichen soll. Über ihn könnte aber frühestens bei der nächsten Tagung der Synode im März abgestimmt werden (queer.de berichtete). Der LSVD hatte den Vorstoß als "nicht mehr als eine Farce" kritisiert (queer.de berichtete).
Gabriele Arnold, die seit Ende November 2016 den Sprengel Stuttgart – eine von vier Prälaturen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg – leitet, hatte sich entgegen der offiziellen Linie stets für die Segnung lesbischer und schwuler Paare ausgesprochen. Im Jahr 2017 wurde sie ohne Rücksprache mit dem Bischof Schirmfrau des CSD Stuttgart (queer.de berichtete). (cw)















"Der Effekt war raumfüllend. Das gesprochene Wort verdichtete alles, was da war und wurde energetisch spürbar", heißt es in dem Bericht einer bewegten Augenzeugin auf der Homepage des Dyke March Rhein-Neckar. "Nicht nur die versammelten Emotionen, auch die weitergehenden und tiefer gelegenen Seelenschichten wurden bewegt und rührten an."
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Klingt das nur für mich komplett von Religion vernebelt?