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Kommentare zu:
Tränen nach der "Bad Boller Bitte um Vergebung"


#1 YannickAnonym
  • 18.12.2018, 09:10h
  • -----------------------------------
    "Der Effekt war raumfüllend. Das gesprochene Wort verdichtete alles, was da war und wurde energetisch spürbar", heißt es in dem Bericht einer bewegten Augenzeugin auf der Homepage des Dyke March Rhein-Neckar. "Nicht nur die versammelten Emotionen, auch die weitergehenden und tiefer gelegenen Seelenschichten wurden bewegt und rührten an."
    -------------------------------

    Klingt das nur für mich komplett von Religion vernebelt?
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#2 KetzerEhemaliges Profil
#3 Patroklos
#4 Carsten ACAnonym
#5 PierreAnonym
  • 18.12.2018, 09:51h
  • "Gabriele Arnold, die Stuttgarter Prälatin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hat sich bei der LGBTI-Bewegung für das durch ihre Kirche zugefügte Leid entschuldigt."

    Und dennoch bleibt sie Teil dieser diskriminierenden Organisation und unterstützt das damit weiterhin personell und ideell. Man könnte ja stattdessen auch dort austreten - DAS wäre mal ein starkes Zeichen.

    Naja, muss jeder für sich selbst entscheiden, was man mit dem eigenen Gewissen ausmachen kann und wie sehr man sein Rückgrat verbiegen kann und sich dennoch morgens im Spiegel betrachten kann.
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#6 Maike P aus SAnonym
  • 18.12.2018, 10:41h
  • Also ich finde es durchaus beachtlich, wenn sich eine Mitfrau der württembergischen Kirchenleitung so klar positioniert!

    Menschen wie Gabriele Arnold und andere beweisen, dass auch die Evangelische Landeskirche in Württemberg kein finsteres Tal ist!
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 18.12.2018, 11:27h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • "Nicht nur die versammelten Emotionen, auch die weitergehenden und tiefer gelegenen Seelenschichten wurden bewegt und rührten an. Rote Köpfe, Atemstillstand, Tränen und Anderes brachten leibhaftig zum Ausduck, wie überraschend das Ganze war, ja wie unbegreifbar diese Handlung war."

    Na ja, auch ich habe nicht einen Augenblick meines Lebens an der Existenz Gottes gezweifelt.

    Aber auch für mich ist das ein zutiefst fremdes Phänomen aus einer anderen Kultur.

    Interessant auch, weil es über die Grenzen Schwabens und seiner merkwürdigen Mischung zwischen kleinkarierter Pingeligkeit und idealistischem Schwarmgeist typisch für die protestantische, also die deutsche Mentalität ist.

    Diese gefühlige Selbstergriffenheit führt auch zu Verzückungen wie Göring-Eckarts "Wir bekommen plötzlich Menschen geschenkt!" (als seien arabische Migranten Kuscheltiere).

    Oder auch zum triefenden Selbstmitleid in Dresden, wo viele wirklich der Meinung sind, sie seien die Hauptopfer des 2. Weltkriegs (obwohl die meisten schon nach '45 geboren sind).

    Das deutsche Gemüt:

    Man ist verschwiemelt und weltfremd und auch noch stolz drauf!
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#8 Simon HAnonym
  • 18.12.2018, 11:39h
  • Sorry, aber von warmen Worten haben wir genug. Damit können wir uns die Wände tapezieren.

    Fast täglich erklärt uns irgendein Religionsvertreter, irgendein Politiker, etc. dass er/sie auf unserer Seite steht, wieviel sich ändern müsse und wie leid ihm/ihr das angeblich alles tut. Aber handeln die dann auch? Ziehen die dann auch Konsequenzen?

    Nein. Immer nur Gelaber ohne wirkliche Taten.

    Sorry für die deutlichen Worte, aber davon haben wir genug und das bringt gar nichts. Das können die sich gerne behalten.
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 18.12.2018, 12:24h
  • Antwort auf #8 von Simon H
  • "Immer nur Gelaber ohne wirkliche Taten."

    Jenseits des schwäbelnden Tränentals gab es diese Taten durchaus.

    In der Evangelischen Kirche im Rheinland gab es Trauungen früher als in den Standesämtern.

    Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm hat sich vor der Abstimmung im Bundestag für die Ehe für alle ausgesprochen.

    Nur, wer die kirchliche Allmacht über alle deutschen Parteien verkennt, wird das als politisch unwichtig einstufen.

    Die Wahrheit ist ja, dass ohne kirchlichen Segen hierzulande gar nichts läuft (siehe Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch etc.).
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#10 Danny387Profil
#11 Religioten-WatchAnonym
#12 Simon HAnonym
  • 18.12.2018, 14:21h
  • Antwort auf #10 von Danny387
  • "Aber ich hatte mich auch über diese sehr überschwängliche Formulierung der Teilnehmerin gewundert."

    Ich finde die Formulierung nicht nur überschwänglich, sondern vor allem verschwurbelt und ohne klare Aussage. Viele bedeutungsschwere Worte, die aber die eigentliche Inhaltsleere der Aussage nur kaschieren sollen.

    Aber so kennen wir das ja von Religionen.
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#13 Simon HAnonym
  • 18.12.2018, 14:26h
  • Antwort auf #9 von goddamn liberal
  • Ja, dass andere Landesverbände der Evangelischen Kirche fortschrittlicher sind (aber auch erst in neuerer Zeit) ist klar.

    Aber Frau Arnold ist nun mal Teil und auch Repräsentantin dieses rückständigen Landesverbands. Und als solche sagt sie nur, wie leid ihr die Haltung ihres Landesverbands tut, zieht aber keine Konsequenzen. Wenn Sie das wirklich nicht OK findet und nicht mit ihrem christlichen Menschenbild vereinbaren kann, könnte sie ja auch austreten.

    Wenn ich irgendwo Mitglied wäre, wo Menschen geschadet wird und ich dieses Schädigen nicht gut finde, dann trete ich da aus. Aber wenn man nur labert, aber letztlich doch Mitglied bleibt (das also letztlich auch mitträgt), dann hat all dieses Reden wohl eher die Funktion, das eigene Gewissen zu beruhigen und sich selbst vorzugaukeln, man hätte ja was getan. Das mag psychologisch erklärbar sein, weil man das Verhalten für selbst rechtfertigen will, ändert aber für die Opfer gar nichts.
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#14 KänguruAnonym
  • 18.12.2018, 14:27h
  • Antwort auf #1 von Yannick
  • "Seit Urzeiten ist Fantasy das beliebteste aller Genres. Fantasy-Autoren der zweiten großen Welle wie Johannes, Lukas, Markus und Mel Gibson haben zum Beispiel selbst heute noch fanatische Fans, die ganze Passagen auswendig kennen und sich regelmäßig in mittelalterlichen Gebäuden zu Conventions treffen, bei denen sie sich gegenseitig ihre Lieblingsstellen vorlesen und absurde Rituale aus den Büchern nachspielen. Totale Nerds."

    - Marc-Uwe Kling, Die Känguru-Offenbarung
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#15 goddamn liberalAnonym
  • 18.12.2018, 15:38h
  • Antwort auf #13 von Simon H
  • "Wenn ich irgendwo Mitglied wäre, wo Menschen geschadet wird und ich dieses Schädigen nicht gut finde, dann trete ich da aus."

    Sehe ich genau so.

    Die schwäbischen (und nicht nur die schwäbischen) Evangelikalen hatten genug Zeit, den Argumenten der zivilisierten KirchenmitgliderInnen zu lauschen.

    Wer dann immer noch bockig auf seiner Inhumanität und Menschenfeindlichkeit beharrt, mit dem sollte ein anständiger Mensch keine Gemeinschaft mehr haben!
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#16 TimonAnonym
  • 18.12.2018, 15:51h
  • Antwort auf #13 von Simon H
  • Ja, wenn Mitglieder irgendwoher Organisationen, Institutionen oder Vereinen sich für deren Verhalten entschuldigen oder sich davon distanzieren, aber dennoch weiterhin Mitglied bleiben, dann geht es in Wirklichkeit gar nicht um Entschuldigung oder Distanzierung, sondern dann wollen sie nur ihr Verhalten für sich selbst und ihr Gewissen rechtfertigen.
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#17 JadugharProfil
#18 marcocharlottenburgAnonym
  • 18.12.2018, 17:30h
  • Ach Leute... Ihr schreibt davon, dass Gläubige religiös vernebelt seien. Vielleicht könnte man sich ja mal darauf verständigen, dass auch wir andere und deren Lebenseinstellung akzeptieren, solange die körperliche Unversehrtheit und die Würde der Menschen nicht in Frage gestellt wird. Der ein oder andere scheint mir in seiner Wahrnehmung auch ein wenig vernebelt.

    Da ist nun jemand, der sich dafür einsetzt, das Rechte von Queers in der Kirche gestärkt werden und das ist auch wieder nicht Recht. Nein, sie soll so gar austreten aus der Kirche, als starkes Zeichen. Mal daran gedacht, wenn so jemand austritt, dass dann ein Wandel zum Positiven noch unwahrscheinlicher wird? Ich sag nur: Wandel von innen!
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#19 WindheimerAnonym
#20 goddamn liberalAnonym
  • 18.12.2018, 18:10h
  • Antwort auf #18 von marcocharlottenburg
  • "Da ist nun jemand, der sich dafür einsetzt, das Rechte von Queers in der Kirche gestärkt werden und das ist auch wieder nicht Recht."

    Also mir ist das sehr recht.

    Gerade in Württemberg muss man dann aber auch Ross und Reiter nennen, die in den Synoden verbissen seit langem jeden Ansatz zur Gleichstellung boykottieren.
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#21 Patroklos
#22 stromboliProfil
  • 19.12.2018, 14:46hberlin
  • " "Nicht nur die versammelten Emotionen, auch die weitergehenden und tiefer gelegenen Seelenschichten wurden bewegt und rührten an. Rote Köpfe, Atemstillstand, Tränen und Anderes brachten leibhaftig zum Ausduck, wie überraschend das Ganze war, ja wie unbegreifbar diese Handlung war, indem sie in das Gesetzte eingriff und dadurch veränderte.""

    Unbegreiflich , wie man eine solchen sermon auch noch ernst nehmen soll!
    Statt atemstillstand wäre hier wut angebracht gewesen.

    Was war hingegen mit den "tiefer gelegenen seelenschichten , wärend diese religion ihnen tränen in die augen zwang welche nicht aus rührung vergossen sondern aus demütigung und erlebter verachtung. Haben die da zuvor sich bedeckt gehalten, wenn sie niedergemacht wurden.
    Die roten köpfe müssten die der wut zuzurechnen sein, aber nein: es säußelt milde durch den raum.. ein raunen des erstaunen , "unbegreifbar diese handlung.."

    Merkt ihr eigentlich nicht, wie ihr über den tisch gezogen werdet mit ausgestreuten brosamen.

    Gut: man arrangiert sich, stellen doch solche , von den kirchen zu verfügung gestellte "räume der begegnungen", den idealen köder für vereinnahme der dort sich um ihrer identitäten mühenden.
    Kanzelworte, die wie immer zwar schuld eingestehen wo der zeitgeist sie dazu zwingt, aber im kern nichts tut, um den radikalen anspruchg auf befreiung von diesem joch auch zu gewähren.
    So eingelullt, werden dort die zukünftig gläubigen gleichgeschlechtlichen herangebildet.
    Verkleinbürgerlichung und realkonservativ unter der schirmherrschaft der sie führenden religionen...
    Bunter regenbogen unter dem kreuz.
    Schämt euch ihr frauen für die so sichtbare entpolitisierung für ein fragwürdiges seelen-erweckungs erlebnis.!
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