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Kabinett Bouffier III

Hessen: Kai Klose soll Minister werden

Der schwule Grünen-Landesvorsitzende und bisherige Antidiskriminierungs-Staatssekretär soll in der Neuauflage der schwarz-grünen Koalition zum Minister für Soziales und Integration aufsteigen.


Kai Klose, bisher Landesbeauftragter für Integration und Antidiskriminierung, soll an die Spitze des Ministeriums wechseln (Bild: © Olaf Kosinsky / wikipedia)

Der schwule Grünen-Landeschef Kai Klose sollen nach einem Vorschlag des hessischen Landesvorstands Minister für Soziales und Integration im dritten Kabinett von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) werden. Das teilten die Grünen am Freitag in Wiesbaden mit.

Der Landesmitgliederversammlung werde außerdem empfohlen, dass der bisherige Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Umweltministerin Priska Hinz im Amt bleiben. Als Ministerin für Wissenschaft und Kunst wurde Kloses Co-Vorsitzende Angela Dorn nominiert.

Mehr Grün, weniger Schwarz

Bei der Landtagswahl am 28. Oktober hatte die schwarz-grüne Koalition ihre Mehrheit knapp verteidigt, allerdings verschoben sich die Kräfteverhältnisse: Während die Grünen 8,7 Prozentpunkte hinzugewannen, verlor die CDU 11,3 Prozentpunkte (queer.de berichtete). Im Ergebnis gab es für die Ökopartei zwei Ministerposten mehr.

Die Landesmitgliederversammlung der hessischen Grünen trifft sich am Wochenende in Hofheim am Taunus. Dort soll auch über den Koalitionsvertrag mit der CDU abgestimmt werden. Der Koalitionspartner will seine Ministervorschläge erst nach der Winterpause bekannt geben. Ernannt werden die Minister vom künftigen Ministerpräsidenten.

Langjähriger queerpolitischer Sprecher

Kai Klose war von 2009 bis 2017 Mitglied des Hessischen Landtags und dort auch engagierter queerpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Im vergangenen Jahr wechselte der ehemalige Deutsch- und Politiklehrer als Landesbeauftragter für Integration und Antidiskriminierung im Rang eines Staatssekretärs in die Landesregierung (queer.de berichtete). Vorsitzender der hessischen Grünen ist Klose seit Dezember 2013. Seinen langjährigen Partner Jochen heiratete der Politiker, der am Sonntag seinen 45. Geburtstag feiert, im Juni.

Der neue schwarz-grüne Koalitionsvertrag trägt Kloses Handschrift. Das rund 200 Seiten starke Papier mit dem Titel "Aufbruch im Wandel durch Haltung, Orientierung und Zusammenhalt" (PDF) enthält auch je einen Abschnitt zum Thema Antidiskriminierungspolitik und einen über LGBTI-Rechte (Überschrift: "Akzeptanz und Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten"). Als bundespolitische Initiative enthält das Dokument einen Vorstoß zum Verbot sogenannter Konversionstherapien zur "Heilung" von Lesben und Schwulen (queer.de berichtete). (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 23.12.2018, 12:39h
  • Gratulation!

    Im Gegensatz zur SPD, aber sogar auch zu Union und FDP sind LGTBI-PolitikerInnen in hohen Regierungsämtern bei den Grünen ja eher eine Seltenheit.
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#2 Patroklos
#3 goddamn liberalAnonym
#4 Patroklos
#5 goddamn liberalAnonym
  • 23.12.2018, 22:47h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Und Kretschmann ist ja weder schwul noch besonders schwulenfreundlich.

    Und sonst?

    Wo sind die grünen Entsprechungen zu den Oberbürgermeistern von Mainz, Bielefeld, Wiesbaden, zu Ole von Beust und Wowereit, zu Barbara Hendricks, Westerwelle, Spahn, Michael Roth, Klaus Lederer usw.?

    Grüne lassen sich von uns gerne an die Macht bringen, ohne uns Macht zu gewähren!
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