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Weihnachtspost

2.700 Mal "Ja zur Segnung" an 27 katholische Bischöfe

Mit einer Postkartenaktion fordert die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) die Segnung lesbischer und schwuler Paare in der römisch-katholischen Kirche.


Für jeden Bischof 100 Karten: "Meinen Segen habt ihr" (Bild: HuK)

Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) hat 2.700 Postkarten (PDF) an die 27 Diözesanbischöfe in Deutschland geschickt, genau 100 an jeden. Auf ihnen bekräftigen die Gläubigen: "Ja, ich unterstütze die Forderung lesbischer und schwuler Paare nach einer Segnungsfeier in der römisch-katholischen Kirche für ihre auf dem Standesamt geschlossenen Ehe!" Die Unterschriften auf den Postkarten stammen vor allem von Besuchern des Katholikentages im Mai 2018 in Münster.

Damit griff die HuK einen Aufruf des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode vom Anfang dieses Jahrs auf, über die Segnung solcher Paare nachzudenken (die jedoch nicht mit einer Trauung zu verwechseln sei). Es sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am 10. Januar 2018: "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir eine Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen differenziert bewerten. Ist da nicht so viel Positives, Gutes und Richtiges, dass wir dem gerechter werden müssen?" (queer.de berichtete).

Die HuK begrüßte diesen Anstoß, weil er in die gleiche Richtung geht wie ihre langjährige Forderung. "Auch wir hören von den Paaren, von deren Eltern, Großeltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden: Da ist Gutes und Wertvolles, Treue, Fürsorge, Liebe, verbindliche Verantwortung. Gläubige Menschen verspüren dabei den Wunsch, diese Partnerschaft auch vor ihre Kirche und vor Gott zu bringen und erbitten dazu seinen Segen", so Vorstandsmitglied Thomas Pöschl.

Unterschriften auf Katholikentag gesammelt

So wurde eine Postkarte "Meinen Segen habt ihr!" zum Unterschreiben auf dem Katholikentag produziert. Die Resonanz sei "überwältigend" gewesen, erklärte die HuK in einer Pressemitteilung: "Gut 95 Prozent der am Stand auf der Kirchenmeile angesprochenen Menschen haben unterschrieben. Am Ende des Katholikentages waren etwa 1.500 Unterschriften beisammen, die von Gruppen und Einzelpersonen nachträglich gelieferten Karten brachten weitere 1.500 Unterschriften."

Genug Unterschriften, um sie nicht nur der "Zentrale", der Deutschen Bischofskonferenz zukommen zu lassen, sondern zusätzlich jedem einzelnen Ortsbischof ein 100er-Päckchen zu senden. "Die Reaktion der Gläubigen zeigt: Es handelt sich nicht um die Forderung einer kleinen und vielleicht unbedeutenden Randgruppe", erklärte Michael Brinkschröder, Sprecher des katholischen Arbeitkreises der HuK. "Von dem Thema ist ein Großteil betroffen. Als Eltern, Geschwister und andere Angehörige der Paare leiden sie genauso unter der bisherigen Hartherzigkeit der katholischen Kirche gegenüber Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Inter-Menschen und teilen deren Verlangen nach Gleichberechtigung und nach Würdigung und Segnung ihrer Partnerschaften – auch in der römisch-katholischen Kirche."

Die HuK ruft die Bischöfe auf, das Thema ernst zu nehmen und zu handeln. "Viele Paare, denen eine katholische Segensfeier etwas bedeutet, können sie in der Regel zwar schon heute auf verschlungenen Wegen und im 'Halbdunkel' mit gutwilligen und mutigen Seelsorgerinnen oder Seelsorgern feiern", heißt es in der Pressemitteilung. "Das kann und darf aber nicht das letzte Wort sein. Eine Segensfeier muss für solche Paare und übrigens auch für geschiedene Wiederverheiratete eine Selbstverständlichkeit sein." (cw/pm)



#1 StockholmAnonym
  • 23.12.2018, 12:54h
  • immer wieder lustig, dass manche Menschen meinen, sie könnten in der katholischen Kirche etwas durch Apelle erreichen. Offenbar gar nichts verstanden. Die katholische Kirche ändert sich nur, wenn ihr Geld oder ihre Macht bedroht ist, wenn also Leute aufwachen und austreten oder wenn die Privilegien in den Gesetzen gestrichen werden.
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#2 Sven100Anonym
  • 23.12.2018, 13:57h
  • Antwort auf #1 von Stockholm
  • Die katholische Kirche wird sich nur dann ändern, wenn sie regionalisiert wird. Solange die 1,3 Milliarden Katholiken von Rom aus zentralistisch regiert werden, wird man dort nur Regelungen einführen können, die überall in der katholischen Welt akzeptiert werden. Die Segnung von Homosexuellen gehört ganz sich nicht dazu.
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#3 WeHaKaAnonym
  • 23.12.2018, 14:59h
  • Antwort auf #1 von Stockholm
  • "dass manche Menschen meinen, sie könnten in der katholischen Kirche etwas durch Apelle erreichen."

    Das Problem ist nicht nur diese Fehleinschätzung der Machtstrukturen, sondern auch, dass dieses Betteln um kleine Brotkrumen vom Tisch des "Normalen", sprich Normierten, das Gegenteil von Emanzipation und dass eine minderwertige Segnung das Gegenteil von Gleichstellung ist.

    Mal ab und zu über wenigstens einen Millimeter über den Tellerrand schauen. Wenn man den Kopf nur leicht anhebt, ist das gar nicht so schwer.

    de.wikipedia.org/wiki/Lebensformenpolitik

    Eine "Ich scheiße auf euren Segen"-Postkarte hätte ich unterzeichnet.
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#4 YannickAnonym
  • 23.12.2018, 15:12h
  • Das Papier hätte man sich genauso gut sparen können. Das hätte dann wenigstens der Natur geholfen...

    Wann kapieren die endlich, dass sowas die Oberen gar nicht interessiert?! Nur Austritte (und damit sinkendes Einkommen und sinkende Macht) interessieren die. Aber wenn man da drin bleibt und einfach nur ein bisschen mimimi macht, interessiert das niemanden. Dann unterstützt man diese Gesinnung sogar noch finanziell und moralisch durch seine Mitgliedschaft.
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#5 Carsten ACAnonym
  • 23.12.2018, 15:47h
  • Antwort auf #4 von Yannick
  • Ja, das ist eine Vergeudung von Papier und damit natürlicher Ressourcen.

    Aber wer im Jahr 2018 (u.a. nach immer wieder neuem Bekanntwerden massenhaften Kindesmissbrauchs und dessen immer wieder neuer Vertuschung) immer noch Mitglied dieses Vereins ist, dem sind nicht nur Menschen egal, sondern dem ist auch die Zukunft der Erde egal.

    Echte Christen sind da schon längst ausgetreten.
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#6 TheDadProfil
  • 23.12.2018, 18:33hHannover
  • ""Es sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am 10. Januar 2018: "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir eine Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen differenziert bewerten. Ist da nicht so viel Positives, Gutes und Richtiges, dass wir dem gerechter werden müssen?" (queer.de berichtete).

    Die HuK begrüßte diesen Anstoß, weil er in die gleiche Richtung geht wie ihre langjährige Forderung. "Auch wir hören von den Paaren, von deren Eltern, Großeltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden: Da ist Gutes und Wertvolles, Treue, Fürsorge, Liebe, verbindliche Verantwortung. Gläubige Menschen verspüren dabei den Wunsch, diese Partnerschaft auch vor ihre Kirche und vor Gott zu bringen und erbitten dazu seinen Segen", so Vorstandsmitglied Thomas Pöschl.""..

    Salbaldernder Unsinn wird mit ebensolchem salbalderndem Unsinn goutiert..
    Wie unwirklich..

    Wichtiger und vor allem wirksamer als 3.000 mühselig zusammengetragene Postkarten hätten dann je 10.000 Postkarten mit den Austritts-Androhungen an die ""27 Diözesanbischöfe"" gewirkt, denn die könnten sich mit dem Taschenrechner leicht ausrechnen welche Summen ihnen dort künftig verloren gehen, wenn sie sich nicht endlich dazu entschließen Menschenrechte zu wahren..

    Die HuK ist offensichtlich ein echter Spaß-Club mit einer prall gefüllten Porto-Kasse, denn dieser Unfug verschlingt satte 1.350,-- Euro an Porto und verstopft auch noch mindestens 4 Großraum-Briefkkästen, wenn nicht dafür extra ein Mitglied zum nächsten Briefverteilerzentrum fahren muß, um die Kärtchen möglichst nach den Adressen der ""27 Diözesanbischöfe"" vorsortiert einzuliefern..

    Und dann noch das :

    ""Die Resonanz sei "überwältigend" gewesen, erklärte die HuK in einer Pressemitteilung: "Gut 95 Prozent der am Stand auf der Kirchenmeile angesprochenen Menschen haben unterschrieben. Am Ende des Katholikentages waren etwa 1.500 Unterschriften beisammen, die von Gruppen und Einzelpersonen nachträglich gelieferten Karten brachten weitere 1.500 Unterschriften." ""..

    4 Tage Zeit..
    1.000 Veranstaltungen in Münster und Umgebung mit erwarteten mehreren 100.000 Besuchern, und das "überwältigende" Ergebnis sind 3.000 Postkarten..

    Wer es fassen kann, der fasse es..
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#7 TheDadProfil
  • 23.12.2018, 18:45hHannover
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • ""Solange die 1,3 Milliarden Katholiken""..

    Mich würde ja mal interessieren woher diese Zahl eigentlich stammt ?
    Wer hat die behauptet ?
    Woher kommt die Idee es gäbe so viele "Katholiken" ?

    Noch vor wenigen Jahren sprach man von weltweit 1,3 bis 1,5 Milliarden CHRISTEN !
    Inzwischen hat sich diese Beschreibung als die von "Katholiken" verselbstständigt, wahrscheinlich um einer ebenso erfundenen Zahl, nämlich der SCHÄTZUNG von etwa 1,5 Milliarden Muslimen etwas entgegenzusetzen..

    Was dann bei all dem Unsinn immer noch nicht ins Hirn dringt :

    Der Rest der Menschheit die nicht diesem Unsinn nachhängen ist immer noch viel größer, als selbst diese "Christen" und "Muslime" zusammen, und damit stellt sich dann originär die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Einflußes einer solchen kleinen Gruppe von Verdummbibelten auf die Gesetze der Länder, und damit verbunden auf die Durchsetzung der Menschenrechte..
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#8 Patroklos
#9 AFD-WatchAnonym
#10 beweAnonym
  • 23.12.2018, 21:05h
  • Auf die " Segnung " dieses verlogenen Vereins kann ich gut verzichten - wir fühlen uns auch so
    " genug " verheiratet nach der Zeremonie auf dem Standesamt.
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