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Kommentare zu:
Forscherin: Verwaltungen fehlt Gespür für Anliegen von LGBTI


#2 Ralph
  • 24.12.2018, 18:37h
  • Die Situation ist leider nach wie vor verheerend. Meine diesbezügliche Erfahrung habe ich in Rheinland-Pfalz gesammelt. Gleichstellung wird hier gesetzlich allein als als von Frauen gegenüber Männern verstanden. Die entsprechenden Beauftragten dürfen nur von den weiblichen Verwaltungsbediensteten gewählt werden und vertreten kraft Amtes die Interessen des weiblichen Teils der Belegschaft (der in der Regel die weit überwiegende Mehrheit der Beschäftigten ausmacht). Minderheiten werden grundsätzlich negiert, und das bezieht sich nicht nur auf den männlichen Teil der Beschäftigten, sondern auf alle Gruppen, die ein anderes diskriminierbares Merkmal aufweisen als das weibliche Geschlecht. Insbesondere in Bezug auf Schwule und Lesben wird von Behördenleitungen und sogenannten Gleichstellungsbeauftragten weiterhin die These vertreten, dass homofeindliche Äußerungen und Handlungen aus dem Kollegenkreis durch die Meinungsfreiheit gedeckt seien. Vor ein paar Jahren, als ich noch aktiv im hiesigen queeren Landesverband war, konnte ich dort keine Unterstützung meiner Forderung erlangen, gegenüber dem Land auf einer Ausweitung des Gleichstellungsgedankens auf alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bzw. auf alle Bürger und Bürgerinnen zu bestehen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht mehr als Ausdruck der Meinungsfreiheit unter Schutz zu stellen. Insoweit versagen leider alle Interessenverbände, nicht nur die die queeren. Gleichstellungspolitik ist Frauenpolitik. Darüber hinaus kommt Antidiskriminierungsarbeit in der Verwaltung nicht vor.
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#3 NausEAnonym
  • 24.12.2018, 20:12h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Wen mich jemand nicht mag - sei es weil ich zu dick bin (was leider auch stimmt) oder weil ich eine Brille trage (vorsicht Brillenschlange), oder weil ich auf Sex mit Männern stehe, so ist das sein gutes Recht. Das zu sagen auch!

    Was meinst du, wie oft ich in einer Sauna wegen den beiden Kriterien (Bauch und Brille) abgewiesen worden bin? Wir müssen erst einmal selber unsere Mitmenschen nehmen, wie sie sind, bevor wir uns über Ablehnung beschweren!!!
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#4 Ralph
  • 25.12.2018, 02:28h
  • Antwort auf #3 von NausE
  • Das ist genau die Sichtweise, die Diskriminierer lieben. - Wenn jemand Juden "nicht mag", dann ist das Antisemitismus. Wenn jemand Schwarze "nicht mag", dann ist das Rassismus. usw. Es gibt keinen sachlichen Grund, z.B. Rassismus für verwerflich zu halten, Heterosexismus aber für ein Grundrecht. Du darfst mich gerne für einen Gerechtigkeitsfanatiker halten, aber meiner Meinung nach ist es Aufgabe des Staates, für die Gleichbehandlung aller zu sorgen und nicht für die Ungleichbehandlung.
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#5 NausEAnonym
  • 25.12.2018, 06:23h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Ich habe nichts gegen Gerechtigkeitsfanatiker, denn ich stehe selber im Ruf ein solcher zu sein, da ich mich hier stets vor Ort für ALG-II - Bezieher und Migranten einsetze.

    Darauf, dass ich diskriminiert worden bin, weil ich übergewichtig und Brillenträger bin, bist du interessanterweise nicht eingegangen. Hast du hier den Bericht gelesen, dass Personen über 38 im Berliner Gay-Hostel aus Altersgründen abgewiesen wurden?
    Meine Kernaussage war (und ist): WIR DISKRIMINIEREN SELBER!
    ...und wer das macht, verliert das Recht, sich über Diskriminierung gegen sich selber zu beschweren!

    Oder willst Du mit zweierlei Maß messen?
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#6 Ralph
  • 25.12.2018, 10:44h
  • Antwort auf #5 von NausE
  • Sei versichert: Ich diskriminiere nicht, auch keine Dicken und keine Brillenträger (letzteres bin ich selbst). Klar, dass jeder selbst entscheidet, wen er attraktiv findet. Daraus darf aber nicht abgeleitet werden, wer wo Zutritt erhält oder nicht.
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#7 PanBoy84Profil
  • 25.12.2018, 10:51hMülheim an der Ruhr
  • Antwort auf #5 von NausE
  • Wenn ich mich einklinken darf:

    " WIR DISKRIMINIEREN SELBER!
    ...und wer das macht, verliert das Recht, sich über Diskriminierung gegen sich selber zu beschweren!"

    Da ich selber das Hostel weder betreibe noch nutze, gehöre ich nicht zu den (zumindest beispielhaft genannten) Diskriminierern.

    Zweierlei Maß nehmen - kann man so sehen, wenn man streng ist. Denn von einer Art von Diskriminierung kann sich kaum einer freisprechen: Die (sei es sexuelle oder emotionale/romantische) Attraktivität von bestimmten Bevölkerungsgruppen, salopp das "Beuteschema".

    Ich halte es aber für einen großen Unterschied, ob man jetzt aufgrund seiner sexuellen oder romantischen Hingezogenheit gewisse Präferenzen setzt - oder ob man sich im ganz normalen Alltag (gegen-)über bestimmte(n) Bevölkerungsgruppen abfällig äußert oder benimmt.

    Das "Beuteschema" ist eine Präferenz ähnlich wie die sexuelle Orientierung. "Richtige" Siskriminierung ist im Gegensatz dazu bewusst gewählt oder durch den Umgang in einer bestimmten Gesellschaft unbewusst erlernt.

    In beiden Fällen hat man aber die Möglichkeit, dieses Denken zu überdenken, um alle Menschen fair zu behandeln.

    Und sei es nur, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und den Anblick von z.B. küssenden Männern oder dunkelhäutigen Menschen in seinem Dorf bisher nicht kannte. Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass der Mensch für eine einfachere Bewältigung des Alltags in Schubladen denkt und dass man diese Schubladen immer wieder öffnet und hinterfragt.

    Schwierig wird es für mich, die persönliche Grenze zu ziehen, was okay ist, wenn diese Präferenzen zum Geschäftsmodell gehören. Angaben in Dating-Apps waren hier auch schonmal Thema. Das empfinde ich als eher unkompliziert, weil dies ja das konkrete Suchprofil betrifft. Aber schöner ist es zumindest, wenn man das nach Möglichkeit positiv formuliert. Klar, wenn man z.B. nicht auf Asiaten steht, der Typ einem sonst aber egal ist, wirds schwierig.

    Bei Gay Hostels eine Altersgrenze zu setzen ist ämöchten diskriminierend, wie keine Frauen reinzulassen. Solange das Hostel keine reine Übernachtungsmöglichkeit ist, sondern auf sexuelle oder romantische Aktivitäten ausgelegt ist, halte ich diese Einschränkungen für nachvollziehbar. Und auch für sinnvoll, um z.B. Familien zu schützen, die sich bei einer Unterkunft mit vielleicht nicht ganz offensichtichem Namen oder mangels Sprachkenntnissen einmieten möchten.

    Zum Thema:
    Ich würde mir eine Zusammenlegung und im ersten Schritt enge Zusammenarbeit von Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsbeauftragten wünschen.
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#8 PanBoy84Profil
  • 25.12.2018, 11:48hMülheim an der Ruhr
  • Antwort auf #7 von PanBoy84
  • Zur Klarstellung:

    "In beiden Fällen" bezieht sich auf beide Fälle der Diskriminierung. Die sexuelle oder romantische Präferenz ist natürlich keine klassische Denkweise, die man überdenken kann.

    Keine "klassische" Denkweise, da diese Präferenzen auch - bewusst oder unbewusst - durch die Gesellschaft beeinflusst werden können, so dass jemand nur die gesellschaftlich akzeptierte(ste) Form (meist heteronormativ) auslebt und die eigentliche Präferenz unterdrückt.
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#9 Patroklos
#10 KetzerEhemaliges Profil
  • 25.12.2018, 14:14h
  • Antwort auf #7 von PanBoy84
  • "Bei Gay Hostels eine Altersgrenze zu setzen ist ämöchten diskriminierend, wie keine Frauen reinzulassen. Solange das Hostel keine reine Übernachtungsmöglichkeit ist, sondern auf sexuelle oder romantische Aktivitäten ausgelegt ist, halte ich diese Einschränkungen für nachvollziehbar. Und auch für sinnvoll, um z.B. Familien zu schützen, die sich bei einer Unterkunft mit vielleicht nicht ganz offensichtichem Namen oder mangels Sprachkenntnissen einmieten möchten."

    Was Du mit "ämöchten" meinst, erschließt sich mir leider nicht. Dadurch kann ich den ganzen ersten Satz leider nicht vollständig verstehen.

    Im Falle des Hostels plädierst Du also ganz offen dafür, dass "sexuelle oder romantische Aktivitäten" ausschließlich zwischen Unter-38-Jährigen stattzufinden haben. Wenn das keine Diskriminierung ist, dann weiß ich auch nicht. Das als "nachvollziehbare und auch sinnvolle Einschränkung" einzustufen, finde ich reichlich dreist.

    Soso: man muss also Familien vor uns schützen. Wer schützt denn Familien in "normalen" Hotels? Wird dort Heteros verboten, sich einander (mit sexuellen oder romantischen Absichten) zu nähern? Um eventuell Familien (und insbesondere deren Kinder) nicht einzuschüchtern oder zu irritieren?

    (...so ganz am Rande: das Konzept der Familie als sex- und romantikfreier Raum, "um Kinder zu schützen", widerspricht noch dazu fundamental dem, was "Familie" heutzutage eigentlich bedeutet: nämlich u.a. ein Raum, in dem erlaubt und erwünscht ist, staatlich sanktionierte sexuelle und romantische Aktivitäten auszuüben. Die Kinder werden halt doch nicht vom Storch gebracht!)
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#11 Anna NymAnonym
  • 25.12.2018, 18:00h
  • Antwort auf #3 von NausE
  • Liebe N. aus E das ist genau der Punkt,
    Diskriminierung findet nicht nur zwischen Frausein und Mannsein statt.
    Manch gefühlte "Diskriminierungen" sind keine weil sie zum Schutz anderer bestehen z.B. Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen, Gastronomie, usf.
    Manche Diskriminierungen sind welche, wie in Deinem Fall Körperfülle und "Brillenschlange". Btw. Eine sehr faszinierende Schlangenart.
    Es nicht zielführend eine Diskriminierung gegen eine andere auszuspielen. Und zu sagen solange A Nicht okay ist muss es B auch nicht sein.
    Einen 8.Sinn für Diskriminierungen zu entwickeln ist für alle ein Gewinn, egal an welchem "Beispielen" man es erlernt.
    So entwickelt man auch ein Gefühl für als Diskriminierung ausgeschriene Nicht-Diskriminierungen (wie obiges Raucherbeispiel etwa).
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#12 NausEAnonym
  • 25.12.2018, 22:06h
  • Antwort auf #11 von Anna Nym
  • Können wir uns auf ein Liebe-R statt "Liebe NausE" einigen? Hier im Ruhrgebiet gibt es eine Schwulensauna, wo der Betreiber mit hinter der Theke steht und die Gäste ihn mit der weiblichen Form seines Vornamens anreden. Ich finde das unpassend!

    Genau in dieser Sauna setzten sich einige Besucher zusammen unter unterhielten sich. Sie versuchten sich gegenseitig mit "Diskriminierungserfahrungen" förmlich zu überbieten.
    Als ich erklärte, keine solchen Erfahrungen zu haben, staunten sie. Als ich erklärte, warum, erntete ich nur wütende Kommentare. Ich böser Mensch habe mich nicht geoutet - wie schlimm auch...
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#13 TheDadProfil
  • 25.12.2018, 22:15hHannover
  • Antwort auf #5 von NausE
  • ""Oder willst Du mit zweierlei Maß messen?""..

    Auf jeden Fall !
    Denn bloß weil EINIGE Schwule Männer oder Institutionen andere Schwule Männer oder auch andere Menschen aktiv diskriminieren verlieren andere Schwule Männer NICHT automatisch "das Recht" sich gegen Diskriminierungen zur Wehr zu setzen !

    Denn so etwas wie SIPPENHAFT kennen wir hier nicht !
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#14 NausEAnonym
#15 PanBoy84Profil
  • 26.12.2018, 00:39hMülheim an der Ruhr
  • Antwort auf #10 von Ketzer
  • "Was Du mit "ämöchten" meinst, erschließt sich mir leider nicht. Dadurch kann ich den ganzen ersten Satz leider nicht vollständig verstehen."

    Blöde Autokorrektur, das sollte "ähnlich" heißen.

    "Im Falle des Hostels plädierst Du also ganz offen dafür, dass "sexuelle oder romantische Aktivitäten" ausschließlich zwischen Unter-38-Jährigen stattzufinden haben. [...]"

    Stimmt, da bin ich in meinem langen Kommentar über die eigenen Formulierungen gestolpert. Der Absatz stimmt hinten und vorne nicht.

    Aber es ist auch ein schwieriges Thema. Wo genau setzt man die Grenze? Das hängt immer vom Einzelfall ab. Wenn man es genau nimmt, dürften Dating-App-Anbieter keine Profilsuche nach Eigenschaften ermöglichen (außer Freitext, dann liegt die Verantwortung beim Anwender), da dies Personen abhängig von Geschlecht, Alter, Ethnie u.a. diskriminieren würde.

    Zum Beispiel "Gay Hostel": Von den (Selbst-)Beschreibungen her gehe ich davon aus, dass in solchen Hostels der Sex recht offen praktiziert wird. Hier halte ich (unabhängig davon, ob die Zielgruppe homosexuell ist oder nicht*) die grobe Differenzierung in "reine Übernachtungsmöglichkeit" und "Übernachtungsmöglichkeit mit offen ausgelebtem Sex" für sinnvoll. Klar, dass es in den privaten Zimmern (und manchmal auch woanders) auch zu Sex kommen kann. Aber es ist gut für beide Seiten, was man an diesem Ort erwarten kann und auch, was man sich hier erlauben kann (weil z.B. alle Ü18 sind und mehr oder weniger dasselbe wollen). Hier reicht aber eine Ab-Altersgrenze und ggf. die Beschränkung auf ein Geschlecht, damit sich Frauen nicht fehl am Platze fühlen in einem Gay Hostel, das z.B. selber zu dezent darauf hingewiesen hat. Eine Bis-Altersgrenze finde ich auch befremdlich und würde es nicht unterstützen wollen. Gerade auch, weil ich selber seeehr jung wirke. Was soll dann die Zahl auf dem Ausweis, außer z.B. mal wieder meine Volljährigkeit im Lottogeschäft zu bestätigen?

    * Die Einschränkung der Zielgruppe auf Heteros/Homos oder bestimmte Geschlechter finde ich zwar teilweise nachvollziehbar, sehe dies aber (als Pansexueller) auch alsEinschränkung und mit einer gewissen Skepsis. Klar möchte die "Szene" sich auch feiern. Das Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein über die Größe dieser Gemeinschaft und der Unterstützer stärkt das Selbstbewusstsein und die Motivation, um sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Das ist ungemein wichtig, keine Frage. Aber man muss auch oft genug im Alltag der heteronormativen Gesellschaft (insbesondere heterosexuelle, weiße Männer) auftauchen, damit auch dort ein Bewusstsein für die Vielfalt unserer Gesellschaft weiter wächst.
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#16 TheDadProfil
  • 26.12.2018, 14:29hHannover
  • Antwort auf #14 von NausE
  • ""Meine Kernaussage war (und ist): WIR DISKRIMINIEREN SELBER!
    ...und wer das macht, verliert das Recht, sich über Diskriminierung gegen sich selber zu beschweren!""..

    Ein Vorwurf der Dich sehr schnell selbst treffen kann !

    Achtlos an einem "Bettler" vorbei gehen obwohl das überflüssige Kleingeld in der Tasche klimpernt dessen Frühstück sichern könnte, ist bereits eine solche Diskriminierung, den sie nimmt diese "Bettler" die Teilhabe am Leben aus der Hand..

    Spezifischer..
    Der armen alten gebrechlichen weißen Frau in der Straßenbahn den Platz anbieten, für eine andere Frau, die zufällig migrationsbedingt nicht zu Deiner Peer-Group solidarischer Handlungsweisen gehört..

    Andere Menschen sind für Deine Handlungsweisen NICHT verantwortlich..
    Ihnen dennoch aufgrund Deiner Handlungen das Recht abzusprechen sich gegen selbst erlebte Diskriminierungen zur Wehr zu setzen IST Sippenhaft !

    ""Ich werde höchstens wegen meines Übergewichts diskriminiert,""..

    Du irrst..
    Ungeoutet wirst Du durch die Gesellschaft gezwungen ein ANDERES Leben zu führen, als es geoutet möglich wäre !

    Auch das ist Diskriminierung, und so ganz nebenbei exakt der Grund warum sich andere Menschen dagegen wehren, während Du dich in deiner selbstgewählten Idylle einrichtest..

    Keine Sorge, das darfst Du..
    Was Du nicht darfst ist es Anderen aus dieser Idylle heraus absurde Ratschläge, oder Vorschriften über deren Aktivitäten zu erteilen !
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#17 NausEAnonym
  • 26.12.2018, 19:23h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Vor einigen Jahren hat auf einer Betriebsfeier ein stark angretrunkener Kollege zu mir gesagt: "Du bist garantiert kein passiver Schwuler!"
    Ich wollte schon sagen:"Wenn Du wüsstest...!", aber was geht fremde Leute an, wie ich Sex habe.

    Meine Sexualität ist nur ein kleiner Teil meiner Persönlichkeit. Ich will gar kein anderes Leben führen, denn Sex ist doch irgendwie immer nur das Gleiche - ich mache das ja schließlich seit rund 40 Jahren...
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#18 TheDadProfil
  • 26.12.2018, 22:53hHannover
  • Antwort auf #17 von NausE
  • ""Vor einigen Jahren hat auf einer Betriebsfeier ein stark angretrunkener Kollege zu mir gesagt: "Du bist garantiert kein passiver Schwuler!" ""..

    Hübsch integrierter Vorwurf..
    Schwule Männer die passiv seien wird die Männlichkeit einfach mal so abgesprochen..

    Typisches Macho-Verhalten von Leuten die ihre eigenen Ängste als Mann zu versagen einfach nicht in den Griff bekommen..

    Solchen Leuten den "Wind aus den Segeln nehmen" ist die Aufgabe eines Outing, verbunden mit einem offensivem Umgang mit der Sache..

    ""Meine Sexualität ist nur ein kleiner Teil meiner Persönlichkeit.""..

    Es ist ein WESENTLICHER Teil der Persönlichkeit, und genau deshalb geht es "andere Leute" exakt so viel an, wie diese anderen Leute selbst von sich Preis geben, um ihren persönlichen Eindruck einer "geschlossenen hetero-welt" in den Raum stellen um klar zu machen sie würden damit zu einer Art "Elite" gehören, und die anderen, die Schwulen, die LGBTTIQ*-Menschen seien ja nur eine Art "Untermensch"..

    ""Ich will gar kein anderes Leben führen, denn Sex ist doch irgendwie immer nur das Gleiche""..

    Deine Entscheidung..

    Meine lautete vor über 45 Jahren völlig anders..
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#19 NausEAnonym
  • 27.12.2018, 06:25h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • Du kennst die Hintergründe nicht. der Kollege ist ein "Alt-68er". Er ist stets nett freundlich und hilfsbereit. Selbst seine Kinder, die er zu freiheitlichem Denken erziehen wollte, kritisieren ihn für seine lockere Art. Somit war das kein Vorwurf.

    Es gibt wesentlich mehr leckere Speisen, mehr gut Bücher, mehr tolle Musik als das Kamasutra Stellungen kennt. Somit kann Sexualität nicht so wesentlich sein!
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