Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32626

Schriftsteller

Trauer um Jan Stressenreuter

Einer der bekanntesten zeitgenössischen schwulen Autoren im deutschsprachigen Raum ist am 17. Dezember in Köln gestorben – nur wenige Tage nach seinem 57. Geburtstag.


Jan Stressenreuter wurde nur 57 Jahre alt (Bild: Jörg Michaelis)

Der schwule Schriftsteller Jan Stressenreuter ist tot. Wie der Berliner Querverlag am Sonntag mitteilte, starb er bereits am 17. Dezember nur wenige Tage nach seinem 57. Geburtstag in Köln. Er hinterlässt seinen Mann.

Stressenreuter schrieb Romane und Kurzgeschichten, vorrangig über das schwule Leben in Deutschland. Er zählte zu den bekanntesten zeitgenössischen homosexuellen Autoren im deutschsprachigen Raum. Im Querverlag veröffentlichte er insgesamt elf Bücher, zuletzt den Krimi "Aus Hass" (2017) als Teil einer Reihe um die Kölner Kommissare Maria Plasberg und Torsten Brinkhoff sowie den Roman "Figgn, Alda!". Als sein wichtiges Werk gilt der Roman "Wie Jakob die Zeit verlor" (2013) über das Aids-Trauma einer gesamten schwulen Generation.

Der Roman "Haus voller Wolken" (2015) thematisiert Alzheimer in einem schwulen Kontext, während "Love you, Baby" (2002) das Coming-out eines Jugendlichen in den 70ern und "Mit seinen Augen" (2008) die Lage Homosexueller in den ersten Nachkriegsjahren behandelt.

Spät mit dem Schreiben begonnen

Stressenreuter wurde 1961 in Kassel geboren und wuchs in Erkrath im Rheinland auf. Nach seinem Studium der anglo-amerikanischen Geschichte und Anglistik in Köln arbeitete er zunächst mehrere Jahre im Pflegebereich, bis er 2004 mit dem Schreiben begann.

"Ernsthaft zu schreiben ist mir erst relativ spät in den Sinn gekommen", heißt es auf seiner Homepage. "Jetzt gibt es nichts, was ich lieber täte. Andere Realitäten zu erfinden und eigenwillige Charaktere, die manchmal mich an die Hand nehmen – und nicht umgekehrt – ist für mich ein Spaß, der seinesgleichen sucht. Es kann aber auch ein hartes Stück Arbeit sein." (cw)


Traueranzeige für Jan Stressenreuter im "Kölner Stadt-Anzeiger"



#1 Ralph
  • 25.12.2018, 11:02h
  • Eine schlechte Nachricht am Weihnachtsmorgen. Ich habe seine ziemlich anspruchsvollen Krimis gerne gelesen. Seine anderen Bücher waren mir zu anstrengend, weil einfach zu problembeladen. Mich erschüttert, dass er nur 57 Jahre alt wurde, besonders weil ich selbst nicht wesentlich jünger bin. Ich hoffe, dass er durch seine Bücher weiterlebt, denn es ist wichtig, dass schwule Autoren Themen aus dem schwulen Leben aufgreifen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ClaudiaAnonym
  • 25.12.2018, 11:18h
  • Das tut mir sehr, sehr leid! Ich habe (bis auf die Krimis) alle seine Bücher. Er war ein toller und vor allem vielseitiger Schriftsteller. Einige seiner Bücher sind schwere Kost, aber er hat auch lustige Sachen geschrieben. Sein Tod wird ein großes Loch in die Bücherwelt reißen, jedenfalls für mich.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Patroklos
#4 Carsten ACAnonym
  • 25.12.2018, 11:51h
  • Ich kenne zwar keines seiner Bücher und hatte ehrlich gesagt noch nie was von ihm gehört, aber 57 ist definitiv zu jung zum sterben.

    Mein Beileid seinem Mann und allen anderen Angehörigen und Freunden.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FreddyAnonym
  • 25.12.2018, 20:31h
  • Ich hab den Autor erst dieses Jahr entdeckt und seine Bücher geliebt. Sie gehen mit Themen wie Demenz oder Homosexualität in den 50ern Jahren um. Sehr schade. Ein wunderbarer Autor, der zu früh gegangen ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AndreasKAProfil
  • 26.12.2018, 12:31hKarlsruhe
  • Antwort auf #4 von Carsten AC
  • Ich bin auch traurig, dass Stresserneuter so früh gestorben ist.

    Bei Schriftstellern besteht die Möglichkeit, dass man sie ein klein wenig kennen lernen kann, wenn man ihre Bücher liest.

    Und es lohnt sich sehr, Stressenreuter kennen zu lernen. Klug, warmherzig, gelegentlich augenzwinkernd.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 kuesschen11Profil
  • 26.12.2018, 19:20hFrankfurt
  • R.I.P. Jan Stressenreuter. Mein tiefes Mitgefühl geht an seinen Mann und an alle Freunde und Angehörige.

    Es ist sehr traurig, dass der Autor so früh aus dem Leben scheiden musste. Seine Romane habe ich gerne gelesen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 BertAnonym
  • 05.05.2019, 17:04h
  • Ich habe erst jetzt, als ich nach seinem neuen Roman suchte, von der traurigen Nachricht gelesen und bin zu tiefst betroffen.
    All seine Bücher haben mich duch mein schwules Leben begleitet, begeistert und ergriffen.
    Seine Worte werden fehlen!
    Mein aufrichtiges Beileid an sein Mann und Angehörige.
  • Antworten » | Direktlink »