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Polizeibericht

Neukölln: Schwules Paar homophob beleidigt

Ein 25-Jähriger, der mit seinem Partner am Dienstagnachmittag händehaltend über die Straße lief, wurde aus einer Gruppe heraus angepöbelt.


Die Berliner Polizei macht mutmaßlich homo- oder transphob motivierte Taten gezielt öffentlich (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Ein junger Mann wurde am Dienstag, am ersten Weihnachtsfeiertag, in Berlin-Neukölln aus einer dreiköpfigen Personengruppe heraus homophob beleidigt. Wie der Polizeibericht vom Mittwoch vermerkt, lief der 25-Jährige in der Weserstraße mit seinem Freund gegen 15 Uhr händehaltend an der Gruppe unbekannt gebliebener junger Männer vorbei. Dann habe die Gruppe den 25-Jährigen zunächst lautstark in arabischer Sprache beleidigt.

Einer der Tatverdächtigen soll danach versucht haben, den 25-Jährigen zu schlagen, sei jedoch von seinen Komplizen daran gehindert worden. Als der Mann mit seinem Freund weiterlief, seien weitere homophobe Beleidigungen von den Pöblern gefolgt. Der 25-Jährige erstattete über die Internetwache der Polizei Berlin Anzeige gegen die drei Unbekannten. Wie bei mutmaßlichen Hassverbrechen üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Nach kürzlich vorgestellten vorläufigen Zahlen wurden von der Berliner Polizei im Bereich der Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität in den ersten drei Quartalen diesen Jahres insgesamt 105 Fälle statistisch erfasst, darunter 30 Gewaltdelikte (queer.de berichtete). Im Vergleichszeitraum waren 2017 139 Fälle registriert worden. Die Zahl beinhaltet Nachmeldungen und ist daher nur begrenzt vergleichbar, auch wird von einer hohen Dunkelziffer nicht gemeldeter Taten ausgegangen. Das Überfalltelefon Maneo kommt, auch aufgrund anderer Tatdefinitionen, jährlich zu deutlich höheren Fallzahlen (queer.de berichtete).

Die Tatorte lagen vorwiegend in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg; wie bereits frühere Untersuchungen zeigten, haben die Tatverdächtigen die unterschiedlichsten Hintergründe. In der vorläufigen Polizeistatistik haben die meisten ermittelten Verdächtigen eine deutsche Staatsbürgerschaft (2017: 44 von 75, 2018: 33 von 56, jeweils erstes bis drittes Quartal), gefolgt von Personen aus osteuropäischen und arabischen Ländern. (cw/pm)



#1 Patroklos
  • 26.12.2018, 13:35h
  • Homophobe Übergriffe machen auch selbst noch an Weihnachten nicht halt und das ist einfach nur beschämend!
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#2 TheDadProfil
  • 26.12.2018, 14:56hHannover
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Dumme Kommentare muß man selbst noch an Weihnachten lesen..

    Na ?
    Ändert sich ab sofort Deine persönliche Haltung andere Menschen an solch "hohen kirchlichen Feiertagen" mit derlei Unsinn zu belästigen ?

    Oder woraus ergäbe sich im Umkehrschluß etwa eine "Verantwortung von Pöblern" sich an solchen Tagen irgendwie anders als homophob zu verhalten ?

    Wie nicht anders zu erwarten setzt du hier einfach mal so voraus das sich alle anderen Menschen an solchen Tagen "irgendwie besser" verhielten..
    Über so viel Naivität müßte man eigentlich in schallend lautes Gelächter ausbrechen, wenn es nicht so vollkommen absurd wäre..

    rigby-jones.net/es/art/art/Grrrr.JPG
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#3 TimonAnonym
  • 26.12.2018, 18:21h
  • Solange die Politik weg sieht, wird das immer schlimmer werden...

    Die Politik ignoriert einfach einen Teil ihrer Bürger.
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#4 marcocharlottenburgAnonym
  • 26.12.2018, 18:48h
  • Antwort auf #2 von TheDad
  • Oder anders ausgedrückt könnte man die Frage stellen, ob jemand weniger homophob ist, weil er an Weihnachten von Queers ablässt!? Wohl kaum!

    Schöner wäre es, wenn Weihnachten und an jedem anderen Tag im Jahr die Menschen einfach keine Schwachköpfe wären und man seine Mitmenschen akzeptieren würde wie sie sind, solange der andere (m/w/d) mit seinen Ansichten nicht das Existenzrecht seiner Mitmenschen in Frage stellt.
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#5 YannickAnonym
  • 27.12.2018, 11:10h
  • Und die Politik diskutiert immer noch, ob man Homo- und Transsexualität an Schulen als gleichwertig darstellen soll oder nicht...

    Dann darf man sich nicht wundern, wenn man sich solche Leute heranzieht...

    Das ist übrigens nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern auch ein wirtschaftliches. Denn sowas schadet einer Volkswirtschaft auch wirtschaftlich. Sei es durch entstehende Krankheiten, etc. Oder auch, indem internationale Konzerne, die die besten Leute weltweit anziehen wollen, sich dort niederlassen, wo es liberaler ist, weil die es sich eben nicht leisten können, dass Spitzenpersonal nicht kommt, weil sie LGBTI sind.
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#6 Robert NiedermeierAnonym
  • 27.12.2018, 13:36h
  • Interessant, dass die mutmaßlichen Opfer einer Beleidigung offenbar arabisch verstehen, wie sonst hätten die Herren bezeugen können, dass ein angeblich arabisch sprechendes Großmaul, eine homofeindlich motivierte Beleidigung in arabischer Sparche ausprach. Schön indes, dass die Gruppendynamik deeskalierend wirkte und einer der angeblich "arabischen" Männer Gewalt gegen Homosexuelle ablehnt und diese verhinderte. Falls die Story denn überhaupt authentisch wäre... LG aus Neukölln.
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#7 Robert NiedermeierAnonym
#8 Carsten ACAnonym
  • 27.12.2018, 15:30h
  • Antwort auf #6 von Robert Niedermeier
  • 1. Wieso sollen die Opfer denn nicht auch diese Sprache sprechen? Z.B. weil sie aus einer entsprechenden Familie stammen?

    2. Auch Deutsche können nachträglich Arabisch lernen. So hat ein Kumpel von mir in seiner Studienzeit mal 3 Semester Arabisch gelernt, einfach weil er diese Sprache interessant fand.

    3. Auch ohne all das, erkennt man vielleicht einzelne Wörter, die man zuordnen kann. Ich kann z.B. auch unterscheiden, ob jemand Spanisch oder Italienisch spricht, obwohl ich keine der beiden Sprachen auch nur ansatzweise beherrsche. Einfach nur am Klang und an einzelnen Wörtern.
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#9 YannickAnonym
  • 27.12.2018, 15:42h
  • Antwort auf #6 von Robert Niedermeier
  • Wenn die Opfer meinen, bei den Tätern arabische Sprache erkannt zu haben, ist das ein wichtiger Hinweis.

    Selbst wenn es kein Arabisch war, sondern eine ähnliche Sprache. Aber es ist für die Ermittlung schon mal viel wert, möglichst viel über Täter zu wissen. Selbst wenn manche Angaben vielleicht mit Unsicherheiten belegt sind. Genauso kann es sein, dass im Eifer des Gefechts jemand meint, ein Stück einer Tätowierung erkannt zu haben, obwohl es nur eine Narbe, Schmutz oder ähnliches war.

    Wenn man mehrere Zeugen hat, können auch ganz unterschiedliche Aussagen rauskommen.

    Aber je mehr man weiß, desto besser und jeder Ermittler weiß auch, dass alle Angaben mit Unsicherheiten belegt sind.

    Wo ist also das Problem?

    Oder hast Du nur ein Problem damit, dass man bei arabischsprachigen Tätern das auch offen benennt?

    Dabei wäre gerade das Verschweigen solcher Informationen etwas, was den Rechten und den "Lügenpresse"-Apologeten in die Hände spielen würde.

    Übrigens will auch die friedliche, friedliebende Mehrheit der Migranten, dass sowas nicht unter den Tisch gekehrt wird, weil sie sonst irgendwann alle in diese Schublade gesteckt werden...
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#10 KerzmanProfil
  • 28.12.2018, 00:51hVenice Beach
  • Antwort auf #2 von TheDad
  • Ich weiß: als Seltenschreiber hier habe ich nichts zu melden, aber, lieber TheDad: ist es wirklich unumgänglich, daß Du so gut wie JEDEN Kommentar von Patroklos grammatikalisch, philosophisch, pädagogisch, interpunktionsmäßig et al. zerlegst und lächerlich machst? Für Deine Wunschliste bezüglich rühmlicher Vorsätze zum Neuen Jahr möchte ich Dir daher vorschlagen: ab und zu trocken runterschlucken und gut ist: das befreit Dich sogleich von Deiner Zwangsvorstellung, jeden Kommentar paradieren zu müssen und trägt somit gleichzeitig zu Deinem allgemeinen Wohlbefinden bei. Ein gutes 2019 auch, Mark
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