Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32633

Queerer Jahreswechsel

Erst nackt zu Helene tanzen, dann in den TechnoDarkroom

Das Berliner SchwuZ beendet das Jahr mit dem Partymarathon #fünftagewach. Einen Tag nach Weihnachten geht's mit nacktem Schlager los – und erst am Mittag des 1. Januar heißt es: "Over and out".


Am 27. Dezember ist wieder SchlagerNackt-Party: 800 Menschen jeden Geschlechts ziehen sich aus und haben jede vorstellbare Art Spaß zu Helene Fischer, Vicky Leandros und Juliane Werding (Bild: SchwuZ)
  • 26. Dezember 2018, 13:21h, noch kein Kommentar

"Der Gedanke hinter #fünftagewach ist ein sehr einfacher", sagt Paul Schulz, der im Berliner SchwuZ die Öffentlichkeitsarbeit macht. "Wenn wir das Jahresende schon feiern, dann können wir es auch gleich richtig machen. Fünf Partys in fünf Nächten, eine schöner und größer als die davor, gekrönt von einer rauschenden Silvesternacht." Und auch das, was vom Club dabei geboten wird, hat sehr einfaches Konzept: "The Best of SchwuZ".

Nacktes Tanzvergnügen am Donnerstag

Los geht es am Donnerstag, den 27. Dezember, also nur einen Tag nach Weihnachten, mit sowas wie der ironischen Legende unter den queeren Berliner Feiern: Der SchlagerNackt-Party. "Die ist genau das, wonach sie klingt: 800 Menschen jeden Geschlechts ziehen sich aus und haben jede vorstellbare Art Spaß zu Helene Fischer, Vicky Leandros und Juliane Werding. Klingt merkwürdig? Stimmt. Ist aber richtig toll. Und funktioniert im Dezember schon zum 82. Mal hervorragend", erklärt Schulz. Wer das noch nie mitgemacht hat verpasst seit fast 20 Jahren eines der vielleicht größten Partyabenteuer, das die Hauptstadt zu bieten hat. DJ Jupiter und Friends heizen ihren Fans regelmäßig so ein, dass Kleidung beim "Klassiker des nackten Tanzvergnügens" sowieso nicht nötig ist.

- Werbung - Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Zwischen Kunst und Pop am Freitag


Poster zur PLASTIC-Party am 28. Dezember

Nur einen Tag später öffnet mit der PLASTIC die vielleicht poppigste Party des SchwuZ ihre Tore. Vor etwas mehr als einem Jahr zog die neue Eventreihe in die heiligen Hallen des ältesten queeren Clubs in Deutschland, und bietet seitdem auf drei Floors Fashion, Extravaganz, Extase und Kreativität. "PLASTIC bringt diverse Communities zusammen und widmet sich der aufregenden Welt der Popkultur. PLASTIC ist ein Zuhause für leidenschaftliche Musikfans auf der Schnittstelle zwischen Kunst und Pop, Trash und Underground. PLASTIC ist "all about now", liefert monatlich aufregende Dragshows und holt die Acts nach Neukölln, die aktuell die Blogs begeistern. Im Dezember sind das Laura unter anderem Clock, Allucard und Berlins aufregendste Dragqueen Gieza Poke", so Schulz.

Madonnamania am Samstag

Wer dann noch nicht genug vom ewig jungen Partyvolk Berlins hat, kann am 29. Dezember im SchwuZ einen Göttinnendienst feiern, der es jetzt seit achtzehn Jahren schafft, zu jedem seiner Termine Tausend Menschen und mehr anzulocken: Madonnamania ist zurück! Popkultur, Eigensinn & Glamour sind die Konstanten des prunkvollen Ereignisses. Wie immer mit Konzertkartenverlosung & Show-Einlagen diverser Szene-Größen. Das scheinbar fleischgewordene Homo-Klischee wird von der Community innig geliebt und ist bei allen Reformationen seiner Leitfigur stets deren oberster Maxime verbunden: 'This is who i am, you can like it or not, you can love me or leave me, cause i'm never gonna stop' Dabei ist es eigentlich ganz egal, ob hier ein Tänzchen mit oder ohne Ironie gewagt wird: Madonnamania ist für alle da. Die viel beschworene Wandlungsfähigkeit der Pop-Legende kommt natürlich auch der Party zu Gute: Ganz unterschiedliche Musikrichtungen aus verschiedenen Generationen vereinen ein bunt gemischtes Publikum abseits angestaubter Retro-Images. Und so "voguen" neben Schöneberger Queens und Hipstern aus dem Kiez selbstredend auch leidenschaftliche Fans aus dem Um- und Ausland am fünften Samstag eines Monats zu ihrem Wallfahrtsort Neukölln. Freizeitgestaltung für die ganze queere Familie also.

Kinky Spielwiese am Sonntag


Jacky-Oh Weinhaus legt am 30. Dezember bei der BUTTCOCKS auf (Bild: SchwuZ)

Die ist der nächste Abend im Schwuz am 30. Dezember vielleicht nicht unbedingt. Obwohl, warum eigentlich nicht? Die BUTTCOCKS ist die kinky Spielwiese im größten queeren Club der Hauptstadt, und wird von ihren Machern selbst so beschrieben: "Ein kleiner Flirt auf dem Klo? Ein schneller BJ im Darkroom? Einfach nur die Nacht durchtanzen? Oder ein Hook-up für die Morgenstunden Zuhause? Wir wissen nicht, auf was du bei deiner ganz privaten BUTTCOCKS öffentlich aus bist, es darf aber auch dein kleines Geheimnis bleiben. Sicher ist, dass Nachtmenschen auf der Suche nach einem heißen Abenteuer bei uns ein Zuhause haben."

Video | Preview zur Party

"Ob Pop-Häschen, harte Techno-Maus oder Bartmädchen, hier kommen alle zusammen und feiern die Freiheit queerer Sexualität. Die einen tanzen wild zu den Popsongs unserer Resident-DJs Jacky-Oh Weinhaus und Gloria Viagra, oder schwitzen zu den Beats auf dem House- und Disco-Floor, die anderen warten auf frische Beute im TechnoDarkroom, der monatlich von Szenelieblingen kuratiert wird. Untermalt wird das lustvolle Spektakel mit erotischen Tanzperformances auf der SchwuZ-Bühne, sexy Gogo-Boys&Girls neben den DJ-Pults und dem BUTTCOCKS-Ballet, welches jeden Monat für choreografische Hotness sorgt."

Hübsch dekorierter Mittelfinger am Montag


Rotziges Poster zur SchwuZ-Silvesterparty

Das lässt sich eigentlich nur noch von einer einzigen anderen Party toppen: der letzten des Jahres. Silvester steht am 31. Dezember um 22 Uhr dieses Jahr im SchwuZ unter dem Motto "OVER AND OUT!"

Der Pressetext zum Ereignis fragt: "Was bringen die guten Vorsätze fürs neue Jahr, wenn man nicht die perfekte Party hat, um 2019 gebührend zu begrüßen? Warum verzweifelt nach der ultimativen Berliner Silvestersause suchen, wenn doch die feinste, queerste, tollste Party direkt um die Ecke im SchwuZ am Rollberg stattfindet. Bring deine Liebsten und lass uns das neue Jahr gleich in den ersten Stunden anständig rocken! Wir zeigen 2018 den hübsch dekorierten Mittelfinger und schauen 2019 mit einem fröhlich dreckigen Grinsen entgegen!"

Dazu lockt das vielleicht rotzigste Plakat des Berliner Partyjahres 2018 und der Spruch "Es gibt keinen Vorverkauf. Wer früher kommt, ist länger da." Und zwar bis zum nächsten Jahr. (cw)