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Niedersachsen

Weihnachts-Graffiti gegen "Homoheiler"

Unbekannte sprühten "Schwul und stolz gegen Kirche und Gero" an die evangelische Martinskirche des Hohnhorster Pastors Gero Cochlovius, der sich für die "Heilung" von Homosexuellen ausspricht.


Die evangelische Martinskirche in Hohnhorst (Bild: Tortuosa at German Wikipedia im Juli 2005 / wikipedia)

Rund um die Weihnachtsfeiertage haben Unbekannte den Eingang der evangelischen Martinskirche in Hohnhorst mit dem Spruch "Schwul und stolz gegen Kirche und Gero" besprüht. Die Botschaft richtete sich an Pastor Gero Cochlovius, der Homosexualität als "Sünde" verurteilt und sich für eine "Heilung" von Lesben und Schwulen ausspricht. Die Gemeinde Hohnhorst liegt im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen.


Pastor Gero Cochlovius im NDR-Interview (Bild: NDR)

Wie die Polizei mitteilte, wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag Anzeige auf der Wache erstattet. Die Beamten ermitteln nun wegen Sachbeschädigung. Das Graffiti wurde inzwischen wieder entfernt. Als erste Maßnahme hatte Cochlovius laut einem Medienbericht den Zusatz "und Gero" mit einer Pappe verdeckt.

"Hilfe zur Heilung" im Gottesdienst gepredigt

Die homophobe Haltung des Hohnhorster Pastors wurde vor drei Jahren durch die NDR-Reportage "Die Schwulenheiler 2" bekannt. Nach den Recherchen des Teams rund um Christian Deker predigte Cochlovius in einem Gottesdienst, dass man Homosexuellen "Hilfe zur Heilung" anbieten solle. Es gebe Lesben und Schwule, die sich eine Veränderung wünschten, erklärte der Pastor in der Sendung. "Praktizierte, ausgelebte Homosexualität" sei eine Sünde und entspreche nicht dem Willen Gottes.

Direktlink | Die NDR-Reportage auf Youtube

Einen aktuellen Anlass für die Sprühaktion soll es nicht gegeben haben. In seinen Weihnachtspredigten habe Cochlovius keine homophoben Äußerungen gemacht, berichteten Zeugen. "Das war in keiner Weise Thema", sagte der Pastor der "Bild"-Zeitung. Das Graffiti verurteile der 48-Jährige: "Ich hätte es schöner gefunden, wenn derjenige mit mir offen darüber gesprochen hätte. Ich hätte auch Pizza und Bier spendiert." (cw)



#1 GerritAnonym
  • 28.12.2018, 11:49h
  • Dieser Akt zivilen Ungehorsams wäre nicht nötig, wenn Homoheilung und das Werben dafür endlich verboten würde.

    Denn es ist längst wissenschaftlich belegt, welche schweren psychischen Schäden sowas verursacht und dass das bis zum Tod führen kann.

    Aber dennoch weigern Union und SPD sich weiterhin, die wissenschaftlichen Fakten anzuerkennen und ihre Bürger vor religiösen Fanatikern zu schützen, sondern kriechen lieber weiterhin religiösen Fanatikern in den Arsch.
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#2 FinnAnonym
  • 28.12.2018, 12:27h
  • Ich bin strikt gegen solche Sachbeschädigungen. Denn sie geben solchen Pfaffen die Möglichkeit, sich als arme Opfer einer "zu allem bereiten Homo-Lobby" zu stilisieren.

    Aber letztlich muss man auch sagen, dass dieser Schaden natürlich viel geringer ist als das, was "Homoheiler" bei ihren Opfern anrichten.

    Das soll keine Rechtfertigung für solche Aktionen sein, aber sie zumindest ein wenig einordnen.
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#3 Ralph
  • 28.12.2018, 15:32h
  • Da gibt es nichts zu bereden. Es ist ja gerade der große Fehler, mit solchen hassfixierten Fanatikern diskutieren zu wollen. Dadurch werden sie nur aufgewertet und erhalten eine weitere Pressemeldung. Im Übrigen: Schon Martin Luther soll seinen Protest an den Eingang einer Kirche gesetzt haben. Da es damals noch keine Sprühfarbe gab, mit Papier und Nägeln. Die Sprayer stehen also in gut reformatorischer Tradition.
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#4 Doc_LooAnonym
  • 28.12.2018, 17:49h
  • Warum muss man für sein gutes Anliegen ein historisches Gebäude beschmieren?
    Gibt es keine niveauvollere und bessere Art der Auseinandersetzung als eine primitive Schmieraktion?
    Sicherlich ist diese Aktion einem offenen und besseren Umgang mit dem Thema in der Öffentlichkeit und hier speziell in der evangelischen Kirche nicht dienlich.
    Schade!
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#5 JadugharProfil
  • 29.12.2018, 02:24hHamburg
  • Ich denke, daß solche Pastoren, die Homosexualität für eine Sünde halten, dringend aufgeklärt werden müssen. Derjenige, der Homosexualität als Sünde deklariert hat, was auch immer unter diesen Phänomen vor einigen Jahrtausenden verstanden wurde, war extrem widersprüchlich und eines der schlimmsten, goldgierigen und intoleranten Massenmörder aller Zeiten. Es war Moses, der all seine eigenen extrem widersprüchlichen Aussagen auf ein imaginäres Wesen verwiesen hat, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. In Wirklichkeit kamen seine Aussagen impulsiv aus seiner momentanen Laune heraus, nämlich aus den Bauch! All seine Unlogik in seinen göttlichen Aussagen beweisen, daß er ein großer Lügner war!

    Da wir Menschen alle eine individuelle unveränderliche Sexualität haben, müssen wir gemäß jenem Trieb auch handeln. Wenn der Pastor sich als Christ sieht, und nicht den Massenmörder Moses folgt, so handelt er nach der Bergpredigt ungerecht und somit sündhaft, wenn er einer Gruppe von Menschen die sexuelle Bedürfnisbefriedigung erlaubt und einer anderen Gruppe nicht. Man sollte der mosaischen Hexenverfolgung nun endlich mal ein Schlußstrich ziehen und sich christlich verhalten, sofern man sich als Christ bekennt! Der Ausweg für homophobe Pfarrer aus diesen Dilemma ist die Anerekennung von Fakten und Logik, als auch die Richtlinien der christlichen Bergpredigt, die Anerkennung der christlichen Goldenen Regels usw..! Der obige Pfarrer braucht dringend Nachhilfe, da er offenbar nicht gründlich im Theologiestudium gelernt hatte! Den Wind den er sät, kommt als Sturm zu ihm zurück!
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#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 29.12.2018, 06:44h
  • Der Typ ist Täter, und sieht sich als Opfer der "bösen" Homosexuellen. Sicher, das war Sachbeschädigung, andererseits muss dem Typen aber auch klargemacht werden, was er mit seinen Äußerungen anrichtet.
    Ich habe eine gute lesbische Brieffreundin aus den USA im Jahr 2015 verloren, weil sie an so einer "Heilung" teilnahm, und sich ein halbes Jahr später das Leben nahm, weil ihre Familie, evangelikal und homophob bis dorthinaus, sie nicht akzeptierte.
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#7 TheDadProfil
  • 29.12.2018, 12:20hHannover
  • Antwort auf #2 von Finn
  • ""Ich bin strikt gegen solche Sachbeschädigungen. Denn sie geben solchen Pfaffen die Möglichkeit, sich als arme Opfer einer "zu allem bereiten Homo-Lobby" zu stilisieren.""..

    Das Problem in unserem Strafrecht ist es, daß Sachbeschädigungen mit deutlich schärferen Strafen belegt sind, als etwa Körperverletzungen..

    Vor allem fehlt hier eine Vorschrift der "mittelbarkeit" nach denen man solche Leute wie diesen Pastor haftbar für die Folgen einer solchen "Homo-Heilung" machen könnte..

    Eine mögliche Lösung scheint es mir hier dafür zu sorgen solche "Sachbeschädigungen" zu vermeiden indem man gegenüber einer jeden "Kirche" Plakatwände aufstellt, und das so, daß sie von jedem "Kirchgänger" auch gesehen werden müssen, auf denen sich Graffiti-Künstler entsprechend äußern können, denn auf einer solchen Plakatwand handelt es sich beim Graffiti dann nicht mehr um eine Sachbeschädigung, sondern um eine "freie Meinungsäußerung im öffentlichem Raum"..
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#8 TheDadProfil
  • 29.12.2018, 12:23hHannover
  • Antwort auf #4 von Doc_Loo
  • ""Warum muss man für sein gutes Anliegen ein historisches Gebäude beschmieren?""..

    Weil man es kann..

    Oder wie schon "Ralph" anmerkte :
    ""Im Übrigen: Schon Martin Luther soll seinen Protest an den Eingang einer Kirche gesetzt haben. Da es damals noch keine Sprühfarbe gab, mit Papier und Nägeln. Die Sprayer stehen also in gut reformatorischer Tradition.""..

    So what ?
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#9 Sven100Anonym
  • 29.12.2018, 13:14h
  • Pastor Cochlovius war viele Jahre Leiter des Geistigen Rüstzentrums Krelingen, der Hochburg der Evangelikalen in Norddeutschland. Gründer dieses "Rüstzentrums" war Pastor Heinrich Kemner, der sich in Predigten damit brüstete, schon "viele Perverse geheilt zu haben".
    Es ist eine Schande, dass die evangelische Landeskirche von Hannover einen solchen Hardcore-Evangelikalen wie Cochlovius angestellt hat. Aber die Landeskirchen können es sich nicht leisten, solche Leute zu vergrätzen, denn die Kirchen sind auf sie angewiesen, weil ca. 2 Millionen Personen Mitglied der Landeskirchen sind und dort ihre Kirchensteuer zahlen.. Die Evangelikalen in den Freikirchen sind insgesamt nur eine geringe Zahl.
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#10 Homonklin44Profil
  • 29.12.2018, 14:39hTauroa Point
  • Also was das bringen soll, sei ja dahingestellt. Da hätte man es besser an seine Wohnungstür geschrieben.

    Wahrscheinlich hätte ich eher die Pizza angenommen, statt dem Bier um Mineralwasser gebeten, und mal ernsthaft mit dem Mann geredet. Zum Beispiel auch ein Abgebot zur möglichen Heilung von Religiotie und verbarrikadiertem Verstand unterbreitet, oder wäre drauf eingegangen, wie Horizont einschränkend diese Krankheit des Geistes, also was die so als "Glaube" kennen, sich auswirkt. Viele können nicht viel für ihre Verblendung, sie wurde ihnen anerzogen, eingedrillt und psychomanipulativ aufgesetzt.

    Nicht sehen, und trotzdem glauben, ect.
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