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Charity-Song
70 französische Promis singen gegen LGBTI-feindliche Gewalt
Das berührende Lied "De l'Amour" macht auf die Zunahme homo- und transphober Hassverbrechen aufmerksam – das Video zeigt auch mitverantwortliche Personen.

Screenshot aus dem Video zu "De l'Amour"
- 29. Dezember 2018, 12:38h 2 Min.

Cover-Artwork
Nicht weniger als 70 französische Prominente haben ein Charity-Lied zugunsten der Organisation "Urgence Homophobie" aufgenommen: "De l'Amour" soll auf die Zunahme LGBTI-feindlicher Gewalt aufmerksam machen. Mit dabei sind u.a. der Sänger Christophe Willem, die Schauspieler der Fernsehserie "Call My Agent!" (Dix pour Cent) sowie die ehemalige Justizministerin Christiane Taubira.
Der Text des Lieds handelt von Azamat, dem ersten schwulen Flüchtling aus Tschetschenien, dem Frankreich im vergangenen Jahr Asyl gewährte. Geschrieben wurde es von dem aus der Realityshow "Star Academy" bekannten Songwriter Patxi Garat auf Bitten von Guillaume Melanie, dem Vorsitzenden von "Urgence Homophobie". "Er sagte zu mir: Schreiben Sie ein Lied, das Künstler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Schauspieler und Sänger zusammenbringen kann, um einfach zu sagen, dass jeder das Recht hat zu lieben, wie er will."
"Ich lasse mein Leben hinter mir", heißt es im Text, und dann: "Endlich gehe ich in Paris spazieren, Ich habe keine Angst zu sein, wer ich bin." Der Refrain: "Liebe, ohne Grenzen und ohne Wiederkehr
Liebe, die wir am helllichten Tag leben können. Liebe, liebe für immer."
Im offiziellen Video zu "De l'Amour" wird auch ein Angriff auf einen jungen Schwulen gezeigt – sowie Personen, die für die Zunahme LGBTI-feindlicher Hassverbrechen mitverantwortlich sind: Demonstranten von "Manif pour tous", die vor einigen Jahren in Frankreich gegen die Ehe für alle auf die Straße gingen. Das Video wurde von France Television einen Tag lang zu unterschiedlichen Uhrzeiten ausgestrahlt.
Viele Prominente hatten am Vortag unter dem Hashtag #TheirHistoryMyHistory Geschichten von Menschen veröffentlicht, die Opfer homo- und transphober Gewalt wurden. (cw)
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Links zum Thema:
» Hier gibt es das Lied zum Download














Ich würde mir wünschen, dass auch 70 deutsche Promis so ein Zeichen der Solidarität zu LGBTI setzen. Aber wieso auch, wenn mal jemand voranprescht, wie aktuell Helene Fischer, werden sie gleich von den LGBTI für die sie sich einsetzen, runtergemacht.