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Charity-Song

70 französische Promis singen gegen LGBTI-feindliche Gewalt

Das berührende Lied "De l'Amour" macht auf die Zunahme homo- und transphober Hassverbrechen aufmerksam – das Video zeigt auch mitverantwortliche Personen.


Screenshot aus dem Video zu "De l'Amour"

Cover-Artwork

Nicht weniger als 70 französische Prominente haben ein Charity-Lied zugunsten der Organisation "Urgence Homophobie" aufgenommen: "De l'Amour" soll auf die Zunahme LGBTI-feindlicher Gewalt aufmerksam machen. Mit dabei sind u.a. der Sänger Christophe Willem, die Schauspieler der Fernsehserie "Call My Agent!" (Dix pour Cent) sowie die ehemalige Justizministerin Christiane Taubira.

Der Text des Lieds handelt von Azamat, dem ersten schwulen Flüchtling aus Tschetschenien, dem Frankreich im vergangenen Jahr Asyl gewährte. Geschrieben wurde es von dem aus der Realityshow "Star Academy" bekannten Songwriter Patxi Garat auf Bitten von Guillaume Melanie, dem Vorsitzenden von "Urgence Homophobie". "Er sagte zu mir: Schreiben Sie ein Lied, das Künstler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Schauspieler und Sänger zusammenbringen kann, um einfach zu sagen, dass jeder das Recht hat zu lieben, wie er will."

"Ich lasse mein Leben hinter mir", heißt es im Text, und dann: "Endlich gehe ich in Paris spazieren, Ich habe keine Angst zu sein, wer ich bin." Der Refrain: "Liebe, ohne Grenzen und ohne Wiederkehr
Liebe, die wir am helllichten Tag leben können. Liebe, liebe für immer."

Im offiziellen Video zu "De l'Amour" wird auch ein Angriff auf einen jungen Schwulen gezeigt – sowie Personen, die für die Zunahme LGBTI-feindlicher Hassverbrechen mitverantwortlich sind: Demonstranten von "Manif pour tous", die vor einigen Jahren in Frankreich gegen die Ehe für alle auf die Straße gingen. Das Video wurde von France Television einen Tag lang zu unterschiedlichen Uhrzeiten ausgestrahlt.

Viele Prominente hatten am Vortag unter dem Hashtag #TheirHistoryMyHistory Geschichten von Menschen veröffentlicht, die Opfer homo- und transphober Gewalt wurden. (cw)

Direktlink | Das Video zum Charity-Song



#1 JasperAnonym
  • 29.12.2018, 14:56h
  • Tolles Video und tolles Lied. Danke allen Beteiligten vor und hinter der Kamera.

    Ich würde mir wünschen, dass auch 70 deutsche Promis so ein Zeichen der Solidarität zu LGBTI setzen. Aber wieso auch, wenn mal jemand voranprescht, wie aktuell Helene Fischer, werden sie gleich von den LGBTI für die sie sich einsetzen, runtergemacht.
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#2 TomDarkProfil
  • 29.12.2018, 15:45hHamburg
  • Großartig!

    Endlich bringt jemand mit einem künstlerischen Beitrag den Mut auf, dem Trend zur homophoben Gewalt entgegen zu wirken und damit ein Gegenstück zu dieser unsäglichen "Manif pour tous" und "Demo für alle" -Kampagne zu schaffen!

    Herzlichen Dank an Guillaume Melanie, dem Vorsitzenden von "Urgence Homophobie" und alle Beteiligten!

    Würde mir so etwas auch für eine deutsche Version wünschen.

    Und dann bitte diesen Song bei jeder Hass-Bus-Predigt von Beverfoerde so laut aufdrehen, dass ihr die Hupen vibrieren...
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 29.12.2018, 16:17h
  • Antwort auf #2 von TomDark
  • "Und dann bitte diesen Song bei jeder Hass-Bus-Predigt von Beverfoerde so laut aufdrehen, dass ihr die Hupen vibrieren..."

    Wohl wahr.

    Wie salonfähig Homophobie hierzulande noch ist, zeigt nicht nur die Popularität von AKK, sondern z. B. auch die überaus freundlichen Nachrufe auf den inhumanen Opus-Dei-Ideologen Robert Spaemann, der von allen Medien allen Ernstes als "großer konservativer Philosoph" abgefeiert wurde.
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#4 remixbeb
#5 Bellaterra1Anonym
  • 30.12.2018, 23:00h
  • Hach, wie tolerant. Und so engagiert. Diese bewunderungswürdigen Promis. Seien wir ehrlich - wird ein Lied etwas ändern? Wohl kaum. Aber ein paar C- und D-Sternchen haben sich mit ihrem Engagement für Toleranz mal wieder öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. Das ist doch eine Meldung auf dem eigenen Facebook-Account wert.
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#6 ThinkAnonym
  • 31.12.2018, 19:31h
  • Antwort auf #5 von Bellaterra1
  • Hast du den Artikel gelesen, oder nur das Lied gehört.

    Der Erlös geht an die Organisation "Urgent Homophobie." Und es ist ein charity Lied, nicht einfach nur ein Lied.

    Was im. Radio gehört und im TV gesehen wird, prägt sich durchaus ein.
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