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Kleine Anfrage der FDP

Männer ohne Hoden dürfen bald Polizist werden

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die diskriminierende "Polizeidienstvorschrift 300" ändern, die trans- und intergeschlechtliche Menschen pauschal vom Polizeidienst ausschließt.


Die deutsche Polizei soll vielfältiger werden (Bild: flickr / Luis Calçada / by 2.0)

Ein Ende der diskriminierenden Kriterien zur Feststellung der Diensttauglichkeit bei der Polizei ist in Sicht. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die diskriminierende "Polizeidienstvorschrift 300" ändern, die trans- und intergeschlechtliche Menschen bislang pauschal vom Polizeidienst ausschließt. Dies geht auch der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (PDF) hervor, die auf der Parlaments-Homepage noch nicht veröffentlicht wurde, aber den Zeitungen der Funke Mediengruppe bereits vorliegt.

Die seit vielen Jahren kritisierte Dienstvorschrift bestimmt unter anderem, dass bei Männern der "Verlust oder ein diesem gleichzusetzender Schwund beider Hoden" die Tauglichkeit für den Polizeidienst grundsätzlich ausschließt. Zudem muss bei allen Bewerber*innen das "Hormonsystem intakt sein", was einem Pauschalausschluss auch von trans Frauen und intersexuellen Menschen gleichkommt.

Überarbeitung der Bestimmungen ab Frühjahr 2019

Die diskriminierenden Kriterien sollen nach Auskunft des Bundesinnenministeriums von Horst Seehofer (CSU) künftig wegfallen. Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zur Überarbeitung der Vorschrift habe ihre Arbeit im November abgeschlossen, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage der Liberalen. Der Bericht der Gruppe soll im Frühjahr 2019 gebilligt und anschließend die Vorschriftenkommission mit einer Überarbeitung der Anforderungen beauftragt werden.

Der queerpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Jens Brandenburg nannte die angekündigte Änderung ein "gutes Signal für alle trans- und intergeschlechtlichen Menschen, die im Polizeidienst für unser Land arbeiten wollen". Gute Polizeiarbeit hänge "weder von Geschlechtsteilen noch von einem geschlechtsspezifischen Hormonsystem ab." Es sei gut, dass die Innenminister diesen "Unsinn" erkannt hätten. (cw)



#1 rwerwerwreAnonym
  • 31.12.2018, 10:01h
  • Muss eine Frau hinreichend große Brüste haben, um Polizistin werden zu können?

    In welcher Welt leben wir eigentlich?
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#2 daVinci6667
  • 31.12.2018, 10:41h
  • (Die seit vielen Jahren kritisierte Dienstvorschrift bestimmt unter anderem, dass bei Männern der "Verlust oder ein diesem gleichzusetzender Schwund beider Hoden" die Tauglichkeit für den Polizeidienst grundsätzlich ausschließt.)

    Das ist ja unglaublich. Erleidet ein Polizist im Dienst entsprechendes Unglück, ist er also neben seinen Hoden auch gleich noch seinen Beruf los. Schlimmer und diskriminierender gehts nicht mehr. Nur gut wird das endlich geändert.
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#3 MelVixenAnonym
#4 Ralph
  • 31.12.2018, 11:44h
  • Ich frag mich, welche polizeiliche Aufgaben nur mit Hilfe von Hoden erfüllt werden können.
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#5 Gerlinde24Profil
#6 IronikerAnonym
  • 31.12.2018, 13:33h
  • Eine Ausstattung mit gut funktionierenden, hormonstrotzenden Hoden sichert eben die nötige testorongeschwängerte latent-aggressive Grundhaltung, die so ein "Bulle" gegenüber dem gemeinen Bürger einzunehmen hat. Fällt da was weg oder ist es gleich gar nicht erst da, ist dieser "Bulle" ein "Weichei" und handelt auch entsprechend danach. Er verliert somit seine natürlich definierte Vormachtstellung.

    Gehört halt zur "Bewaffnung" eines Staatsvertreters mit dazu. Wie soll er sonst die StaatsGEWALT ausüben können?

    (Und falls es hier mal wieder jemand missversteht: Das ist ironisch formuliert!!!)
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#7 keinnickAnonym
  • 31.12.2018, 13:42h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Grundursache solcher und ähnlich alberner Bedingungen dürfte sein, dass Polizeibeamte "freie Heilsfürsorge" genießen. Das heißt, der Dienstherr kommt für alle Arztkosten auf. Damit war es ursprünglich "nur" eine Art Kostenrisikokontrolle nach dem Schema "Ein Mann, der keine Hoden hat, verursacht höhere Behandlungskosten als einer mit noch mindestens einem". Ich finde es aber sehr zu begrüßen, dass auch hier der reine Kostenaspekt endlich zurücktritt.
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#8 Homonklin44Profil
  • 31.12.2018, 14:16hTauroa Point
  • Man würde sich wundern, welche teils absonderlichen Bedingungen es da noch so gibt - etwa die minimale Körpergröße. Aber weil sowieso nur eineR von 10 BewerberInnen die Einstellungstests besteht, müssen die auch mal die hirnrissigsten Punkte abhaken. Man hat ja seit Kriegsende kaum mal was nachgebessert. (übertreib)
    Bei BePo & Streife, klar, da ist Bewegung und Beherrschung wichtig. Zu viel Hoden und oh so schnuckelige Geißelnehmer...äh...Scherz. Aber ob jetzt ein Mordfall mit Hoden oder ohne Hoden aufgeklärt wird? Frau Kommissarin würde sich doch räuspern. Und im kriminalbiologischen Labor juckt das auch keineN.

    Angeblich fallen viele bei den schriftlichen Einstelltests durch. Orthografie und so. Guter Bartwuchs und Angabe 0 bei Anzahl Hoden kam wohl nicht gut. Ach so, ja, ironisch...

    Man sollte eher auf das kumpelhafte Umfeld achten, oder auf psychische Akzente der BewerberInnen
    ( Rechtslastigkeit, Radikalsympathismen ect.)
    Lasst doch die angeblich "zu kurzen" Frauen mitmachen. Kombiniergabe und logisches Denken werden durch Körpergrößen nicht begrenzt!
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#9 takkatukkaAnonym
  • 31.12.2018, 15:01h
  • "Herr Wachtmeister, wozu haben Sie so große Klöten..?"

    Wenn es da schon ne Wunschliste gibt, dann hätte ich da auch Punkte beizusteuern: Bitte alle Polizisten über 1,80, durchtrainiert und ähh.. Dreitagebart, bitte.
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#10 daVinci6667
  • 31.12.2018, 15:16h
  • Antwort auf #7 von keinnick
  • (Das heißt, der Dienstherr kommt für alle Arztkosten auf. Damit war es ursprünglich "nur" eine Art Kostenrisikokontrolle nach dem Schema "Ein Mann, der keine Hoden hat, verursacht höhere Behandlungskosten als einer mit noch mindestens einem".)

    Damit hast du vermutlich recht. Doch würdeb einem Polizisten im Dienst zum Beispiel beide Hoden weggeschossen dann hat er ja wohl hoffentlich allerwenigstens das Recht dass ihm entsprechende lebenslange Behandlungen und Hormonabgaben bezahlt werden UND er nicht auch noch den Beruf verliert. Also ehrlich diese bisherigen Regelungen finde ich echt schockierend.
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