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Kommentare zu:
Türkischer LGBTI-Verband zeigt islamistische Zeitung an


#1 goddamn liberalAnonym
  • 31.12.2018, 11:51h
  • "Vor knapp sieben Jahren hatte sich eine frühere Anzeige von Kaos GL gegen das Hetzblatt ausgezahlt: Das Oberste Berufungsgericht der Türkei verurteilte "Yeni Akit" im Januar 2012 aufgrund eines 2008 veröffentlichten Kommentars, in dem Homosexuelle als "Perverse" bezeichnet wurden, zu einer vierstelligen Geldstrafe (queer.de berichtete)."

    Tja, damals gab es auch noch kemalistische Restposten in der türkischen Justiz, die einst in weiser Voraussicht Erdogans 'Karriere' blockierte.

    Die hat der lange Zeit von naiven Europäern als 'Demokratisierer' gefeierte Reaktionär Erdogan inzwischen leider alle rausschmeißen können.
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#2 ExpansionskritikerAnonym
  • 31.12.2018, 12:09h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Ja, und diese europäische Naivität hält leider bei den Leuten an, die die Türkei immer noch irgendwann in die EU aufnehmen wollen.

    Ja, es gibt auch dort Kritiker des Systems, aber man darf nicht vergessen, dass quer durch alle Altersgruppen eine deutliche Mehrheit genau dieses System will.

    Die Türkei gehört weder politisch, noch gesellschaftlich, noch wirtschaftlich, noch kulturell in die EU. Und übrigens auch nicht geographisch, da sie nur zu weniger als 3% auf europäischem Boden liegt und zu mehr als 97% auf asiatischem Boden.
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#3 TomDark
  • 31.12.2018, 13:00h
  • Antwort auf #1 von goddamn liberal
  • Eben, 2012 gehörte noch zu einer ganz anderen Epoche.

    Seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli 2016 sind mindestens 4500 Justizbeamte entlassen worden, darunter Richter, Staatsanwälte, Militärrichter und -Anwälte.

    Dazu regiert Erdogan seit der am 9. Juli 2018 in Kraft getretenen neuen Verfassung nun regulär per Dekret.

    Da heute fast nur noch AKP-Getreue in den höheren Ämtern sitzen, kann man eigentlich froh sein, wenn so eine Klage nicht nach hinten los geht.

    Trotzalledem ein mutiger und richtiger Schritt!
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 31.12.2018, 14:34h
  • Antwort auf #2 von Expansionskritiker
  • "Ja, es gibt auch dort Kritiker des Systems, aber man darf nicht vergessen, dass quer durch alle Altersgruppen eine deutliche Mehrheit genau dieses System will."

    Na ja, diese 'deutliche' Mehrheit lässt sich mit ca, 50% klar beziffern, trotz Medienkampagnen, Druck und Wahlmanipulationen.

    Da sieht es in Russland und Ungarn z. B. bei weitem düsterer aus.
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#5 TheDadProfil
  • 31.12.2018, 15:34hHannover
  • Antwort auf #2 von Expansionskritiker
  • ""Die Türkei gehört weder politisch, noch gesellschaftlich, noch wirtschaftlich, noch kulturell in die EU. Und übrigens auch nicht geographisch, da sie nur zu weniger als 3% auf europäischem Boden liegt und zu mehr als 97% auf asiatischem Boden.""..

    Reflex-artiger Unsinn dem man immer dann widersprechen muß, wenn er aufs Tablett kommt..

    Denn :
    Politisch ist es eine Frage die sich in der Zukunft klärt, denn auch ein inzwischen über 60-Jähriger Erdogan lebt nicht ewig..

    Gesellschaftlich ist es eine Frage dessen, was man als Gesellschaft eigentlich haben will, etwa eine durch und durch "christlich", oder auch "islamisch", oder eben auch säkular organisierte Gesellschaft, und insofern sind die Unterschiede zwischen der Türkei und Polen, oder Italien da gar nicht so groß..

    Wirtschaftlich wickelt die Türkei 80 Prozent ihres Außenhandels mit der EU ab.
    Dementsprechend ist die Türkei längst wirtschaftlich mit der EU so verwoben, daß ein Ausstieg aus diesem Handel die gleichen Konsequenzen für die EU hätte, wie es der Brexit haben wird..

    60 Prozent von diesem Außenhandel wickelt die Türkei wiederum allein mit der BRD ab, und hier insbesondere mit der Automobil-Industrie und dem Maschinenbau..
    Ein Wegbruch des Außenhandels wäre also für den Deutschen Maschinenbau und die Deutsche Automobil-Industrie katastrophal..

    Kulturell stellt sich eigentlich die gleiche Frage wie bezüglich der Gesellschaft, denn hier kommt es darauf an, was man eigentlich als "Kultur" bezeichnen will..
    Wieso aber die unterschiedliche "Kultur" etwa zwischen der BRD und Frankreich oder Belgien innerhalb der EU ein "verbindendes Element" ist, während es zwischen der BRD und der Türkei als "störfaktor" beschrieben wird, darauf geben "Kritiker wie Du niemals eine Antwort..

    Was dann den angeblich "stärksten" argumentatorischen Fakt betrifft, nämlich die Lage der Türkei auf der Weltkugel, so muß man hier immer wieder darauf verweisen :

    Das RECHT Mitglied der EU zu werden hat auch, aber nicht nur, JEDES Land welches Mitglied im Europarat ist, und dort ist die Türkei schon länger Mitglied, als die BRD..

    Zudem beschreibt der Begriff "Europäische Union" einfach nur den Gründungs-Kontinent einer Gemeinschaft der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, und gibt selbst dann nicht, wenn man sich auch noch so verbiegt, irgendwie vor, das alle Mitglieder Länder sein müssen, deren Territorien sämtlich auf dem Kontinent Europa liegen müssen !
    Vor allem nicht, weil das die Anzahl der Mitglieder unnötig beschränkt, und die Aufnahme Zyperns damit auch schon verhindert hätte..

    Das Vorurteil der "Lage auf dem Kontinent" trifft dann übrigens auch auf Russland zu..

    Faktisch könnte also auch Länder wie Kanada oder Mexiko Mitglied der EU werden. ebenso wie Israel oder auch Russland, denn alle diese Länder sind mit dem Europarat verbunden, sind zum Teil Mitglied des Europarates, oder könnten es werden, und auf diesem Weg das Recht erhalten VORRANGIG Mitglied auch in der EU zu werden..

    Nun also die entscheidende Frage :
    Hast Du auch nur EINEN Grund, nur einen einzigen, der dazu berechtigte eine solche Auffassung des
    "nie und nimmer"
    überhaupt nachvollziehbar zu vertreten ?

    Dann wäre ich echt gespannt diesen endlich mal lesen zu dürfen !
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#6 dellbronx51069Anonym
  • 31.12.2018, 22:55h
  • Ich will keine Türkei in der EU sehen, schon die Aufnahme der osteuropäischen Länder ist aus meiner Sicht ein gewaltiger Fehler gewesen.
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#7 SoSoAnonym
  • 01.01.2019, 18:09h
  • Antwort auf #6 von dellbronx51069
  • Es fragt aber zum Glück keiner was Du willst oder nicht.
    Die sehr wahrscheinliche Nichtaufnahme der Türkei in die EU ist schlicht und ergreifend ihrer derzeitigen politischen Situation geschuldet.
    Dieser ganze Quatsch von wegen falsche Religion, falscher Kontinent etc pp. ist vorgeschobener rassistischer Unfug.
    Man hat der Türkei in den 60er Jahren die Mitgliedschaft versprochen.
    Natürlich bei entsprechender staatlicher Eignung.
    Wirklich ernsthaft darum gekümmert haben sich die westlichen Staaten Jahrzehnte lang nicht.
    Hinhaltetaktik.
    Was die Osteuropäer angeht, war die EU sehr daran interessiert, sie nach dem Mauerfall schnell aufzunehmen.
    Man (wir, unsere Regierungen besonders auch Deutschland) hat aber leider versäumt, die EU vorher !! zu einem wirklichen Staatenbund mit einer demokratisch gewählten Regierung aufzurüsten, anstelle den bisherigen Mauschelvereins der Staats- und Regierungschefs von Einzelstaaten mit Einstimmigkeitsprinzip beizubehalten.
    Das Problem mit den Osteuropäern liegt in dem Fehler unseres Systems!
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#8 PatroklosEhemaliges Profil
#9 TheDadProfil
#10 PatroklosEhemaliges Profil
#11 SoSoAnonym
#12 TheDadProfil
  • 02.01.2019, 12:44hHannover
  • Antwort auf #10 von Patroklos
  • ""Schon wieder eine Deutung falsch verstanden: es war der Fehler der Beitrittsländer, nicht "unser"!""..

    Was genau ist an der Beschreibung der politischen Situation die in der EU vorherrschte bevor man am 1. Mai 2004 um die Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und die Republik Zypern erweiterte, nicht zu verstehen ?

    Welcher Umstand führt dazu, die Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien, nun auch noch Bulgarien und Rumänien anders zu "bewerten" als die Beitrittsländer Estland, Lettland, Litauen ?

    Zum Zeitpunkt des Beitritts waren die politischen Verhältnisse von Polen, Tschechien und Ungarn vollständig andere als Heute, und es ist ein Versäumnis der EU Sicherungsmechanismen für den Fall eines "Rechtsrucks" einfach vergessen zu haben..

    Künftige Mitgliedstaaten stehen bei den Verhandlungen nur deshalb so stark unter Druck weil man inzwischen die Erfahrung machen mußte einen Staat wie Ungarn oder Polen wegen der geänderten politischen Lage im Inneren eben nicht maßregeln, oder gar wieder ausschließen zu können..

    Und exakt die gleiche Erfahrung hat man auch im Fall der Gleichberechtigung der Bürger in den jeweiligen Staaten machen müssen, denn während in der EWG und der EG früher die Regel galt, das eine Rechtsvorschrift die in 3 Mitgliedstaaten Gesetz war, binnen einer Übergangsfrist von 3 bis 5 Jahren auch in allen anderen Mitgliedstaaten umgesetzt werden mußte, blockiert inzwischen die BRD seit mehr als 9 Jahren die Umsetzung einer EU-weiten Antidiskriminierungs-Resolution die die Mitglieder dazu verpflichtete AGG's zu erlassen die die Sexuelle und Geschlechtliche Identität schützen..
    Und das auch innerhalb der Tendenz-Betriebe der "Reliigions"-Konzerne..

    Ein fortwirken der alten EWG-Regel aber hätte beispielsweise dazu geführt Eingetragene Lebenspartnerschaften bis spätestens 2009 in ALLEN EU-Ländern einführen zu müssen, und gegenseitige Anerkenntnis solcher Paar-Bindungen EU-weit inklusive in den assoziierten Staaten wie Norwegen und dem Vatikan zu erreichen..

    Ähnlich sieht es im Ehe-Recht aus, denn mit den Niederlanden 2001, Belgien 2003, hatte Spanien als 3. EU-Land 2005 die Ehe geöffnet, und damit hätten 2010 nachfolgend alle anderen EU-Länder die Ehe öffnen müssen..

    Die Fehler liegen dann auch immer in den Organisationen und ihren Kriterien begraben, und nicht in den Beitrittskandidaten..

    Denn wer einen Staat wie die Türkei unter einem Despoten wie Erdogan aufnimmt, macht sicher einen Fehler..

    Doch wer Ungarn unter einer Regierungs-Kabinett Medgyessy aufnimmt, kann nicht ahnen das sich die Ungarn am 29. Mai 2010 einen Faschisten ins Amt holen..
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#13 SoSoAnonym
  • 02.01.2019, 12:56h
  • Antwort auf #12 von TheDad
  • Haargenau so ist es.
    Deutschland war und ist einer der größten Bremser im Prozess aus der Europäischen Union einen wirklich demokratischen Staatenbund zu schmieden.
    Wenn wir schon hier im Forum ernsthaft über die Abgabe von nationaler Souveränität diskutieren würden, die nötig wäre, um die EU demokratischer und schlagkräftiger zu machen, würden wir Stürme der Entrüstung ernten. Und unser Patroklos wäre sicher einer der Ersten die sich aufregen würden.
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#14 michael008
#15 TheDadProfil
  • 02.01.2019, 20:37hHannover
  • Antwort auf #14 von michael008
  • ""Nachtrag:""..

    Damit meinst Du diesen User der vorgibt in Hamburg zu residieren, und weder real noch im Kopf seiner westfälischen Provinz entfliehen kann ?

    Dem schließe ich mich dann mal an..

    Ebenso wie dem Vorschlag von "Soso" nicht nur hier, sondern vor allem gesellschaftlich breit darüber zu diskutieren, warum es so viele Hemmnisse auf dem Weg zu einem
    "Vereinigte Staaten von Europa"
    mit gemeinsamer Währung, Verfassung, Finanzpolitik, und damit mit gemeinsamen Risiken gibt..

    Dafür werden hier dann immer mal wieder absurde Diskussionen darüber geführt, wieso man Staaten wie Griechenland oder Italien Milliarden Euro zugesteht um ihre Banken zu retten..
    Ganz einfach..
    Weil man uns die gleichen Milliarden für die gleiche Bankenrettung auch hätte zugestehen sollen, doch wir waren so blöde das über unser Steuersäckel brav auf die Bürger umzuverteilen..

    Doch so weit, das andere EU-Länder eines Tages vielleicht mal unseren Arsch retten müssen, und es dazu notwendig ist vernünftige Regeln zu haben die ALLEN dienen, so weit "denken" Nationalisten dann nicht..
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