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"Noch zu viele Tabubereiche"
2019 wird das queere Sportjahr
Die neue Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Bremens Senatorin Anja Stahmann, will Homosexualität im Profisport enttabuisieren – und über die Unterteilung nach Frauen und Männern diskutieren.

Anja Stahmann (Bündnis 90/Die Grünen) ist seit dem 30. Juni 2011 Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen der Freien Hansestadt Bremen (Bild: Senatsverwaltung für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport,)
- 1. Januar 2019, 07:24h 2 Min.
Über sexuelle Orientierungen im Spitzensport wird öffentlich wenig gesprochen. Bremens Senatorin für Sport, Anja Stahmann (Grüne), will dies als Vorsitzende der Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister (SMK) ändern. "Gibt es keine Homosexualität im Profi-Fußball? Oder verstecken die Spitzenspieler ihre sexuelle Identität aus Angst vor Ausgrenzung?", fragte Stahmann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
Sie verwies darauf, dass nach Umfragen rund fünf bis sechs Prozent der Deutschen homosexuell sind. In der Fußball-Bundesliga habe sich aber nur Thomas Hitzlsperger geoutet – nach dem Ende seiner Profi-Laufbahn. "Der Sport hat eine wichtige gesellschaftliche Funktion, aber es gibt noch zu viele Tabubereiche, mit denen wir uns künftig intensiver befassen müssen", sagte Stahmann. Das Land Bremen hat zum Jahreswechsel für zwei Jahre den Vorsitz der Konferenz übernommen.
Geschlechtervielfalt im Sport reflektieren
Gesprächsbedarf gibt es der Senatorin zufolge auch mit Blick auf die Unterteilung nach Frauen und Männern im Sport. "Wir kommen zunehmend zu der Erkenntnis, dass es auf dieser Welt nicht nur zwei Geschlechter gibt", sagte die Senatorin. Die Konsequenzen für den Sport seien bislang kaum reflektiert.
Als weiteres wichtiges Thema für ihre Amtszeit als SMK-Vorsitzende sieht Stahmann den Schutz vor sexuellen Übergriffen. "Im Sport entsteht Nähe, es entstehen Räume und Machtgefüge, die grundsätzlich ein Gefährdungspotenzial mit sich bringen." Wichtig sei, dies zu beleuchten und herauszufinden, wo Systeme verbessert werden könnten. "Wir müssen Trainerinnen und Trainer in ihrer Ausbildung sensibilisieren, Athletinnen und Athleten ernst nehmen und die Hürden für die Hilfe senken", sagte sie. (cw/dpa)















Wie sie die konkret umsetzen will, bleibt für mich unklar.
Es bleibt wohl beim Alten.