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Kommentare zu:
Erste reguläre gleichgeschlechtliche Hochzeit in Österreich


#11 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#12 SoSoAnonym
#13 SoSoAnonym
#14 goddamn liberalAnonym
  • 02.01.2019, 12:23h
  • Antwort auf #11 von Gerlinde24
  • "Schweiz könnte klappen, bei den Tschechen bin ich mir fast sicher, dass die dagegen stimmen werden (Dank der Katholen)."

    Häh?

    Die Tschechen sind eines der säkularsten Völker der Welt (auch im Vergleich zu Österreich und Deutschland). Ca. 10% der tschech. Bevölkerung sind Mitglied der kath. Kirche (als 'größter' Glaubensgemeinschaft) und ca. 19% glauben an Gott (Deutschland ca. 60%).

    Die Tschechen sind übrigens ein Volk mit großer demokratischer Tradition. Mit Gründung der tschech. Republik wurde vor 100 Jahren in Prag übrigens eine Mariensäule umgestürzt, die als Symbol österreichisch-habsburgischer Unterdrückung galt.
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#15 praeco virtutisAnonym
  • 02.01.2019, 16:44h
  • Na da ist mal wieder jemand auf nationalistische tschechische Propaganda hereingefallen. "Böhmisch" war kooffizielle Amtssprache in der KuK-Monarchie im entsprechenden Landesteil, es gab den tschechischsprachigen Teil der Karlsuniversität und die Tschechen konnten ihre Kultur frei entfalten. Also "Unterdrückung" durch die Habsburger kann ich da nicht erkennen. Das Umwerfen der Mariensäule würde ich eher als eine hassgetriebene Aktion eines nationalistischen tschechischen Mobs verstehen.

    Zu den Schattenseiten der tschechischen Geschichte gehören natürlich die gewaltsame Vertreibung von 3,5 Mio Deutschen aus ihrer angestammten Heimat samt Enteignung (siehe Doku "Töten auf Tschechisch") und die stalinistische Diktatur unter Klement Gottwald (mit Geheimpolizei und Hinrichtungen aufgrund falscher politischer Haltung ).

    Zu den positiven Seiten der tschechischen Geschichte gehören die erste tschechoslowakische Republik, die im Vergleich zu den anderen Staaten einen hohen Lebensstandard hatte und dem Autoritarismus widerstehen konnte, jedoch an den Nationalitätenkonflikten zerbrochen ist. Nicht zu vergessen sind natürlich samtene Revolution und Prager Frühling.

    In meinen Augen sind die Tschechen aus meiner Erfahrung trotz ihres überwiegenden Atheismus ziemlich provinziell und konservativ, daher wird es dort vermutlich noch etwas dauern bis die Ehe geöffnet wird.

    Bitte nicht immer auf die einseitige Geschichtsdarstellung von Mittel- und Osteuropäern hereinfallen, selbst wenn man mit ihnen befreundet ist. Jeden Schuh muss man sich als Deutscher dabei nicht anziehen.
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#16 michael008
  • 02.01.2019, 17:51h
  • Antwort auf #15 von praeco virtutis
  • "nationalistische tschechische Propaganda "

    Der Nationalismus der Osteuropäer beruht zu einem gehörigen Stück auf der jahrzehntelangen Fremdbestimmung der ost- und mitteleuropäischen Staaten durch die Sowjetunion und der damit einhergehenden Unterdrückung jeglicher nationaler Empfindungen. ohne neue frei gewählte Identifikationsstrukturen zu liefern.
    Auch der große Anteil der nationalistischen Aufwallungen in den neuen Bundesländern rührt daher.

    Leider kann man Nationalismus nur dann wirksam begegnen, wenn den Menschen neue andere supranationale pluralistische Identifikationsstrukturen angeboten werden, die ihnen ermöglichen sich zu frei einzuordnen.
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#17 goddamn liberalAnonym
  • 03.01.2019, 10:31h
  • Antwort auf #15 von praeco virtutis
  • "Zu den Schattenseiten der tschechischen Geschichte gehören natürlich die gewaltsame Vertreibung von 3,5 Mio Deutschen aus ihrer angestammten Heimat samt Enteignung (siehe Doku "Töten auf Tschechisch") und die stalinistische Diktatur unter Klement Gottwald (mit Geheimpolizei und Hinrichtungen aufgrund falscher politischer Haltung )."

    Die meisten der Deutschen hatten sich vorher nicht gut benommen bzw. Nazis gewählt.

    Das rechtfertigt die Ausweisung vieler, aber eben nicht aller (das antideutsche Ressentiment betraf eben auch Antifaschisten und Juden).

    Die stalinistische Diktatur wiederum kann man den Tschechen nicht anlasten, da wurden vorher demokratisch von ihnen gewählte Politiker wie Jan Masaryk gewaltsam aus dem Weg geräumt.
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