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Polizeibericht

Platzwunde nach homophober Attacke in Berliner Kneipe

Am frühen Neujahrsmorgen bewarfen und schlugen zwei junge Männer andere Gäste in einem Lokal am Alexanderplatz mit Bierflaschen. Dabei fielen schwulenfeindliche Beleidigungen.


Die Berliner Polizei macht mögliche homo- und transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt publik (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Bereits am ersten Tag des neuen Jahres kam es in Berlin zu einer Straftat mit einem mutmaßlich schwulenfeindlichen Hintergrund.

Wie die Polizei am Dienstagnachmittag meldete, sollen zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren gegen 6.20 Uhr in einem Lokal auf dem Alexanderplatz Streit mit anderen Gästen gesucht haben. Nach mehreren vergeblichen Schlichtungsversuchen sollen die beiden mehrere Bierflaschen um sich geworfen und mit einer Flasche in Richtung des Kopfes eines 41-jährigen Gastes geschlagen haben. Dieser soll dadurch eine Platzwunde an der Augenbraue erlitten haben.

Ein weiterer Gast im Alter von 51 Jahren soll ebenfalls von den Männern attackiert und verletzt worden sein. Zudem soll das gewalttätige Duo die Gäste homophob beleidigt haben, so die Aussagen der anwesenden Zeugen gegenüber den alarmierten Beamten. Im Polizeibericht wurden keine näheren Angaben zu den mutmaßlichen Tätern und zu den gefallenen Beschimpfungen gemacht.

Der Staatsschutz ermittelt

Beide Tatverdächtigen müssen sich nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)



#1 TimonAnonym
#2 ElfolfProfil
  • 02.01.2019, 03:17hHamburg
  • Es ist schon mal ein erster Schritt, dass Berlin diese Art von Straftaten gesondert erfasst und registriert. Nur damit kann auch eine Datenbasis geschaffen werden, die einen neuen Handlungsspielraum gegen Gewalt rechtfertigt.
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#3 Patroklos
#4 SarkastikerAnonym
#5 BobAachenProfil
  • 02.01.2019, 12:19hAachen
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Ehrlich gesagt, unter Bezug auf Deine Bemerkung, dass die Politik wegschaue, komme ich zu der Auffassung, das es ein blöder Kommentar ist und ich werde über ihn wegschauen.
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#6 gastAnonym
  • 02.01.2019, 12:56h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Timon, was soll denn die Regierung machen?
    In Berlin tut sie ja schon was in dem sie diese Straftaten "registriert"? Dennoch passiert´s. Davon lassen sich die Täter aber nicht abhalten. Du kannst das Thema rauf und runter in den Schulen, meinetwegen auch in den Unis durchkauen, aber gegen Leute die Verachtung und Hass und Ablehnung in sich tragen, wird auch keine Aufklärung was nützen und wenn sie auch tagtäglich - wie das Murmeltier- an und unter´s Volk getragen wird.
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#7 easykeyProfil
  • 02.01.2019, 16:32hLudwigsburg
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Was soll Deiner Ansicht nach die Landesregierung gegen austickende Idioten unternehmen? Vor jede Kneipe einen Polizisten stellen? Mobile Psychotests vor Verlassen des Hauses vorschreiben?
    Das Einzige was da geht ist konsquente Strafverfolgung mit hohem Strafmass...aber das gibt unser System in der mutmaßlich gewünschten Form nicht her.
    Unsere Gesellschaft muss aufhören irgendwelche Behörden, Regierungen usw. für jede mögliche Lebenssituation verantwortlich zu machen.
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#8 LotiAnonym
  • 03.01.2019, 10:35h
  • Antwort auf #7 von easykey
  • Damals in den 70er Jahren war ich als erstes darüber überrascht, dass es vor einigen Clubs in San Francisco echte Polizisten als Türsteher gab. Auch nahm ich an einer Demo dort Teil, die dafür demonstrierten,dass auch Schwule und Lesben in den Polizeidienst aufgenommen werden dürfen. Was dazu geführt hat, das es heute möglich ist.
    Als ich mal im Anderen Ufer i. Schöneberg solch einen homophonen Auftritt von solch einem Durchgeknallten Kerl miterlebt hatte, da waren wir schnell zur Sache gekommen und haben kurzerhand den Mann rausgeschmissen. Als er sich dann vorm Lokal herumtrieb und sich einen Besucher vorknöpfen wollte, waren wir schnell draußen und haben ihm deutlich zu verstehen gegeben, das er schleunigst zu verschwinden hat. Ob ich aber heute nochmal den Mut hätte so zu handeln, weiß ich nicht.
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#9 UrberlinerAnonym
  • 03.01.2019, 10:40h
  • Antwort auf #8 von Loti
  • Sei bitte vorsichtig. Heute sind auch die Schwulenhasser_innen waffenmäßig hochgerüstet und hemmungsloser als früher. Dafür reagiert gerade de Berliner Polizei recht schnell und korrekt bei homophoben Übergriffen.
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#10 LotiAnonym
  • 03.01.2019, 11:07h
  • Antwort auf #9 von Urberliner
  • Ja man wird ja auch nicht jünger. Damals aber war ich sowas von angepisst und nahm sogar den Schlagstock hinterm Tresen zur Vorsicht mit.
    David Bowie hatte ja auch zu seiner Zeit in Schöneberg auf das Einschlagen der Schaufenster vom Anderen Ufer cool reagiert und stand den Betreibern des Lokals voll zur Seite. Blieb die ganze Nacht mit den Leuten im Lokal, da diese erst die Glaser am nächsten Tag herbeirufen konnten.
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