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Italienischer Film über schwule Liebe

Deutscher Trailer für "My Big Crazy Italian Wedding"

Drei Wochen vor dem deutschen Filmstart gibt es den ersten Trailer für eine Komödie um ein in Berlin lebendes schwules Paar, das in seine konservative Heimat Italien zurückkehrt.


Antonio und Paolo wollen heiraten – doch was sagt die Familie dazu?

Antonio (Cristiano Caccamo) und Paolo (Salvatore Esposito) sind ein Liebespaar im toleranten Berlin, das sich endlich das Ja-Wort geben will. Doch als sie ihren eher traditionell eingestellten Eltern, die noch in Italien leben und nichts von der Homosexualität des Nachwuchses wissen, ihre Entscheidung mitteilen wollen, kommt es zu einigen Turbulenzen.

Die Komödie lief vergangenes Jahr in Italien an und lag mit Einnahmen von über 2,2 Millionen Euro auf Platz 68 der italienischen Jahreskinohitparade. Ab dem 24. Januar läuft die Produktion in einer deutschen Synchronisation hierzulande an. Ein erster deutscher Trailer ist jetzt auf Videoportalen veröffentlicht worden.

Der englischsprachige deutsche Filmtitel ist eine Anspielung auf den kanadisch-amerikanischen (Hetero-)Liebesfilm "My Big Fat Greek Wedding" aus dem Jahr 2002, mit dem die italienische Produktion allerdings nichts direkt zu tun hat. Offenbar dachten die italienischen Produzenten, mit Verweis auf den 16 Jahre alten Kassenschlager international für einen Erfolg zu sorgen – der internationale Titel lautet daher "My Big Gay Italian Wedding" (der Film hat auch nichts mit dem gleichnamigen Off-Broadway-Stück aus dem Jahr 2003 zu tun). Der deutsche Verleih machte dann aus "gay" das Wort "crazy". Der italienische Originaltitel des Films ist "Puoi baciare lo sposo" (Sie können den Bräutigam küssen).

Die Gemeinsamkeit von "Greek" und "Italian" ist, dass es sich bei beiden Filmen um eine Culture-Clash-Komödie handelt, also um die Darstellung des Zusammenpralls unterschiedlicher Kulturen. Während im nordamerikanischen Film der Gegensatz einer griechischstämmigen Amerikanerin und ihres weißen protestantischen Angetrauten diesen Gegensatz liefert, ist es in der italienischen Produktion die sexuelle Orientierung der Protagonisten. (dk)



#1 BärenfanAnonym
#2 AbsurdAnonym
  • 02.01.2019, 14:20h
  • "Der deutsche Verleih machte dann aus "gay" das Wort "crazy"."

    WARUM?
    Das ist absurd!
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#3 RecherchierenAnonym
  • 02.01.2019, 14:56h
  • Antwort auf #2 von Absurd
  • Tatsächlich ist der Original Titel laut IMDb "Puoi baciare lo sposo" was laut Google Translate soviel bedeutet wie "Sie können den Bräutigam küssen". Da dies ein italienischer Film ist, scheint das meiner Meinung nach in Orndung, schließlich ist der englische Titel genauso nur ein alternativ Titel und nicht original.
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#4 Richtig übersetztAnonym
  • 02.01.2019, 16:46h
  • Antwort auf #3 von Recherchieren
  • Die wortwörtliche Übersetzung lautet: "Du kannst den Bräutigam küssen"!

    "Sie können den Bräutigam küssen" würde auf italienisch heißen: "Può baciare lo sposo"!

    Unterschied zwischen der Umgangsform "Du" und Höflichkeitsform "Sie".
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#5 RandyrAnonym
#6 BescheuertAnonym
  • 02.01.2019, 17:05h
  • Und wieso musste der deutsche Verleih "Gay" im Titel durch "Crazy" ersetzen?

    Hat man in Deutschland Angst, "Gay" auf Filmplakate zu schreiben? Oder ist man der Meinung, "Gay" sei dasselbe wie "Crazy" und alle Schwulen und Lesben seien ein wenig durchgeknallt?

    So oder so eine bescheuerte Entscheidung.
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#7 remixbeb
#8 Ketzer
#9 AbsurdAnonym
  • 02.01.2019, 19:16h
  • Antwort auf #3 von Recherchieren
  • Den italienischen Titel kenne ich auch. Darum geht es aber nicht, denn der wurde nicht ins Deutsche übersetzt.

    Natürlich hätte der Filmverleih einen komplett anderen Titel wählen können, meintewegen "Zwiebeln aus der Mandschurei" - hat er aber nicht. Er hat den englischen Titel fast übernommen und lediglich "gay" gegen "crazy" ausgetauscht. Das IST absurd und ich möchte wissen, was dahintersteckt.

    Liegt es am Firmensitz im rückständig-evangelikalen Stuttgart? Liegt es an der Geschäftsführerin Belgin Uysalsoylu? Oder gibt es vielleicht ganz einfach rechtliche Beschränkungen, den englischen Titel betreffend? Dann hätte man "gay" durch "queer" erstezen können.
    (Der deutsche Filmverleih ist allerdings peinlich rechtscheibschwach und schreibt z. B. "Ihr seit [sic!] alle eingeladen" in seinen PR-Materialien.)

    Dein lauwarmes Abwiegeln führt hier jedenfalls zu nichts.
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#10 PeerAnonym
  • 02.01.2019, 22:21h
  • Antwort auf #3 von Recherchieren
  • Und wieso nimmt man dann nicht einfach den internationalen Titel? Sondern versucht krampfhaft das Wörtchen GAY aus dem Titel zu streichen?!

    So toll ich den Trailer finde, aber dieses abermalige Unsichtbarmachen ist für mich leider ein Grund, diesen Film zu boykottieren.
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