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Pink Wedding

"Ja, wir wollten die Ersten in Österreich sein"

Am 1. Januar um 0.05 Uhr heirateten Nicole Kopaunik und Daniela Paier in Velden am Wörthersee. Hintergründe zur ersten regulären gleichgeschlechtlichen Ehe in der Alpenrepublik.


Nicole und Daniela beim Tausch der Ringe (Bild: Walter Elsner / riccio.at)

Nicole Kopaunik und Daniela Paier aus der Steiermark gaben sich am 1. Januar kurz nach Mitternacht im Casino Velden in Kärnten das Ja-Wort. Damit fand am Wörthersee die erste reguläre gleichgeschlechtliche Eheschließung in Österreich statt (queer.de berichtete).

Mit Ausklang der Kirchenglocke und dem Beginn des Donauwalzers zog das Hochzeitspaar in die Wedding Chapel in der Seearena des Casinos mit Blick auf die Veldener Bucht ein. Organisiert wurde die Hochzeitsfeier von Pink Wedding Austria u.a. in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Velden und dem Casino.


Das glückliche Hochzeitspaar (Bild: Walter Elsner / riccio.at)

"Daniela und ich sind seit vier Jahren verlobt. Wir haben damals beschlossen, mit der Eheschließung bis zur rechtlich gleichgestellten Ehe für alle zu warten", so Nicole Kopaunik. "Über die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes waren wir sehr froh. Als dann im Herbst 2018 klar wurde, dass die Ehe für alle ab 1. Januar wirklich kommt, waren wir uns sicher: 2019 wird unser Hochzeitsjahr."

Wörthersee seit über zehn Jahren LGBTI-Destination

"Der Wörthersee als Lebensstilbühne ist bereits seit über einem Jahrzehnt durch das Pink-Lake-Festival ein beliebtes Ziel der LGBTI-Community, und wir freuen uns sehr, dass es uns damit auch gelungen ist, den See und Kärnten noch etwas bunter und offener zu machen", erklärte Roland Sint, Geschäftsführer der Wörthersee Tourismus GmbH. "Somit ist es fast logisch, dass auch die erste Hochzeit, nämlich die von Nicole und Daniela, hier stattfindet."

Das Brautpaar wurde Ende August beim Casting zum "Pink Wedding Pärchen" im Rahmen von Pink Lake angesprochen – und brauchte nicht lange überredet werden. "Ja, wir wollten die Ersten in Österreich sein", erklärten Nicole und Daniela. "Unsere Hochzeit im nächtlichen Ambiente der Seearena des Casino Veldens mit Blick auf den Wörthersee, gleich nach dem Silvesterfeuerwerk, war ein einziger Traum."

Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk (SPÖ) und der Standesbeamte Klaus Gottwald unterstützten die Idee, das erste gleichgeschlechtliche Paar unmittelbar nach Inkrafttreten der Ehe für alle zu trauen. "Der Wörthersee ist die erste Adresse, wenn es darum geht, Spaß und Lebensfreude mit Gleichgesinnten zu teilen", sagte Vouk. "Velden und der Wörthersee präsentieren sich als Ort der Begegnung und Freundschaft und geben den perfekten Rahmen, um sich das Ja-Wort zu geben." (cw)



#1 MatainaAnonym
  • 03.01.2019, 12:51h
  • Ladies - ich gratuliere von Herzen. Auch wenn das Ganze schon sehr inzeniert wirkt und mich an den Bachelor oder besser die Bachelorette erinnert, so steht dahinter allein Eure Liebe zueinander. Auch wenn die natürlich keinen Trauschein braucht, so ist es doch schön, eine öffentliche Anerkennung - sozusagen von Staatswegen - zu bekommen.
    Mit dem Wörthersee habt Ihr Euch eine wirklich passende Location gewählt. Denn wer die Region kennt weiß, dass dort von offizieller Seite die Regenbogenfahne schon seit langem geschwenkt wird. Natürlich ist Wien DIE queere Hochburg in Österreich, doch gerade weil Ihr nicht dort, sondern gewissermassen auf dem (wenngleich auch etwas mondänen) Land in Velden geheiratet habt, hat Eure Hochzeit eine besondere Strahlwirkung. Fazit: alles richtig gemacht! Jeder Liebesfilm endet hier, doch bei Euch geht es jetzt erst richtig los. Ich wünsche Euch, dass Ihr lange und glücklich zusammen leben werdet und hoffe, dass wir uns dieses Jahr Ende August bei PINK LAKE sehen werden. Alles Liebe und Gute. Eure Mataina
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#2 GarNichtAnonym
  • 03.01.2019, 13:06h
  • Wieso inszeniert? Wie kann denn Liebe inszeniert sein? Ein Kompliment geht anders.
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#3 allesGuteAnonym
#4 MatainaAnonym
  • 03.01.2019, 13:11h
  • Antwort auf #2 von GarNicht
  • war nicht böse gemeint. Aber alles ist sehr genormt und gefällig. Keine kurzhaarigen burschikosen Lesbenlooks. Nichts anstößiges. Braucht es natürlich auch nicht, wenn dass gar nicht deren Ding ist. Ich bin in Berlin nur einfach andere Leute gewohnt. Hier ist es mehr crazy und abgefahren und da wird noch richtig auf die Pauke gehauen. Aber das soll wie gesagt keine Beleidigung oder ein Vorwurf sein. Die beiden Ladies sind wunderbar so wie sie sind!
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#5 stephan
  • 03.01.2019, 13:37h
  • Antwort auf #4 von Mataina
  • Ich kann Dich gut verstehen, Mataina! Jedes Paar soll gerne tun, was es will, aber uns sind öffentlichkeitswirksame Anträge und Hochzeiten auch ein wenig suspekt ... Am 6.Oktober 2017 (über 25 Jahre nach der Aktion Standesamt von 1992, der unser erster Heiratsversuch war) waren wir schon das vierte Paar, das heiratete. Der Standesbeamte erzählte uns von dem Kampf der Paare die ersten sein zu wollen und darüber, dass das Paar aus der Zeitungsmitteilung tatsächlich - wegen kurzfristiger Terminplanungen - nicht das erste Paar an diesem Standesamt war ... Keine Ahnung, welchen Einfluss es auf die Liebe hat, wenn man zuerst beim Amt ist, uns aber ist und war das ziemlich gleichgültig! ... Jeder wie er/sie will ... aber verstehen kann ich es nicht!
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#6 GarNichtAnonym
  • 03.01.2019, 21:59h
  • Antwort auf #4 von Mataina
  • So sind die Geschmäcker halt unterschiedlich.
    Dann lässt man das andere eben den anderen und respektiert die Individualität anstatt Dinge zu äußern, die dem frisch vermähltem Paar nicht unbedingt schmeichelt.
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#7 MatainaAnonym
  • 04.01.2019, 12:22h
  • Antwort auf #6 von GarNicht
  • My Dear, ich hatte nie die Absicht, dem Brautpaar irgendwie zu nahe zu treten. Nur weil Du das so empfindest, muss das noch lange nicht so sein. Lass die beiden doch einfach für sich selbst sprechen, wenn sie das stört. Aber dass ich aus lauter Höflichkeit nur noch gefällige Dinge sage, muss hier nun auch nicht sein. Wenn man sich wie die beiden Ladies so öffentlich exponiert, dann muss man auch mit einer öffentlichen Reaktion klarkommen. Und wie gesagt, ich finde die beiden super süss und freue mich für sie. Sie sind nur - was mein Umfeld angeht - einfach nicht repräsentativ für typische lesbische Paare, sondern eher die Ausnahme. Die queeren Butches hätte ich auch gerne mal so prominent abgebildet.
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#8 GarNichtAnonym