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Debatte um homofeindliche Tweets
Kevin Hart denkt nach Oscar-Absage über Rückkehr als Moderator nach
In der Talkshow von Ellen DeGeneres bat der Komiker bei der LGBTI-Community für frühere Tweets erneut um Entschuldigung. Die Moderatorin stärkte ihm den Rücken – auch das führte zu Kritik.
- 4. Januar 2019, 20:50h 3 Min.
Der US-amerikanische Schauspieler und Komiker Kevin Hart, der Anfang Dezember als Moderator der Oscar-Gala zurückgetreten ist, hat eine mögliche Rückkehr auf die Showbühne in Aussicht gestellt. Er denke darüber nach, sagte der 39-Jährige in der am Freitag ausgestrahlten US-Talkshow von Moderatorin Ellen DeGeneres.
Kurz nach seiner Ernennung als Oscar-Gastgeber war der schwarze US-Comedian im Dezember ins Kreuzfeuer der Kritik geraten (queer.de berichtete). Hintergrund waren als schwulenfeindlich kritisierte Tweets und Witze des Komikers aus den Jahren 2009 bis 2011. So hatte er einem anderem Schauspieler mitgeteilt, sein Profilbild sehe aus wie "ein schwules Plakat für Aids", hatte mehrere Nutzer als "Schwuchteln" bezeichnet und gemeint, dass er, sollte sein Sohn nach Hause kommen und mit dem Puppenhaus seiner zwei Töchter spielen, dieses über seinem Kopf zerbrechen werde mit dem Hinweis: "Stopp, das ist schwul".
Einige der Tweets hatte der Comedian inzwischen gelöscht. Nach der auftauchenden Kritik reagierte er zunächst kleinlaut, er habe sich bereits früher für Tweets entschuldigt und werde dies nicht erneut tun, gab dann aber letztlich seinen Rückzug als Show-Moderator bekannt und entschuldigte sich bei der LGBTI-Gemeinde für "unsensible Worte aus der Vergangenheit". Bei "Ellen" beklagte er nun, "Trolle" hätten gezielt die alten Tweets herausgesucht. In der Zwischenzeit sei er längt gereift und habe "keinen homophoben Knochen" in seinem Körper.
Ellen setzt sich für Hart ein
Die offen lesbische Moderatorin DeGeneres gab Hart in ihrer Sendung nun Rückendeckung. Sie und viele andere wollten ihn als Oscar-Moderator zurückhaben. Hart habe sich mehrfach für frühere schwulenfeindliche Äußerungen entschuldigt, sagte DeGeneres. Sie selbst habe die Oscar-Akademie angerufen, um ein gutes Wort für Hart einzulegen. Die Veranstalter hätten positiv reagiert und ihr versichert, dass sie sich Hart als Moderator wünschten. In ihrem Gespräch sei der Komiker authentisch und aufrichtig gewesen, betonte die 60-Jährige.
/ TheEllenShowI believe in forgiveness. I believe in second chances. And I believe in @KevinHart4real. pic.twitter.com/oJxfGXhU4P
Ellen DeGeneres (@TheEllenShow) January 4, 2019
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Die Oscars werden in der Nacht zum 25. Februar in Los Angeles verliehen. Einen Ersatz für Hart hat die Academy bisher nicht benannt. Der Komiker, der aus Filmen wie "Jumanji: Willkommen im Dschungel", "Ride Along" oder "Central Intelligence" bekannt ist, hat die Verleihung der wichtigsten Filmpreise der Welt bislang nicht moderiert. Bei den beiden vergangenen Galas stand Late-Night-Talker Jimmy Kimmel (51) als Gastgeber auf der Bühne.
Die Entscheidung, Hart in ihre Sendung einzuladen und ihm öffentlich zu vergeben, führte am Freitag zugleich zu Kritik an Ellen in sozialen Netzwerken und auch in einigen queeren Medien. Zwar sei die Moderatorin nicht als Sprecherin der Community aufgetreten, kommentierte etwa das Magazin "Out", hier biete sie ihm aber einen PR-Stunt an, um ihn mit einem einzigen Interview den Weg zurück zu ermöglichen, bei dem er sich dennoch vor allem als Opfer darstelle. Seiner Verantwortung gegenüber der queeren und auch der schwarzen Community werde das nicht genügend gerecht. (cw, mit dpa)
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Andere Comedians und Moderatoren behandelt sie jedoch von oben herab, z.B. Wendy Williams, weil sie es nicht gut findet, dass die in ihrer Sendung Tratsch verbreitet. Also zwischen Tratsch verbreiten und offenkundig homophoben Äußerungen gibt es meiner Meinung nach einen großen qualitativen Unterschied. Aber DeGeneres misst hier mit eigenem Maß.
Abgesehen davon, aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, sind ihre Interviews derart oberflächlich, infantil und langweilig, dass ich nicht verstehen kann, dass diese Sendung immer noch läuft.