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Regenbogenfamilie

Kevin hat zwei Mütter – na und?

Der neue Roman "Der Fischdosenjunge" der 86-jährigen Autorin Hildegard Kiunke ist ein fesselndes Plädoyer für mehr Toleranz und die Vielfalt der Familien.


"Der Fischdosenjunge" ist im Hamburger tredition Verlag erschienen

Kevin ist der Sohn von zwei Frauen. Sein Leben wurde durch eine Eizellen- Samenspende und Leihmutter ermöglicht. Trotz seines ungewöhnlichen Lebensstarts ist sein Leben jedoch recht durchschnittlich. Er geht in den Kindergarten, zur Schule und schleppt immer seine Fischdose mit sich herum. Er wird getauft und konfirmiert. Kevin lernt seine Großeltern kennen. Er fährt zur grünen Woche, wo ihm Imke, seine Frau begegnet. Imke ist eine Familienpflegerin und lässt sich wie Kevin von allen Ungereimtheiten dieser Welt berühren. Schlussendlich lernt er seinen Samenspender und auch seine Leihmutter kennen.

Es geht in dem Roman "Der Fischdosenjunge" von Hildegard Kiunke um die Bedeutung von Familien in unserer modernen Welt. Die fesselnde Handlung zeigt, dass es heutzutage kein Problem ist, wenn man nicht als Teil einer klassischen, traditionellen Familie geboren wurde. Die Leser erleben zusammen mit Kevin die Höhen und Tiefen eines besonderen, aber eben auch ganz normalen Lebens. Hildegard Kiunke thematisiert in ihrem Roman das Thema Leihmütter und gleichgeschlechtliche Beziehungen und zeigt, dass vor allem die Liebe der Eltern ausschlaggebend für das Glück von Kindern ist. Ein fesselndes Plädoyer für mehr Toleranz und die Vielfalt der Familien.

Die Autorin ist 86 Jahre alt

"Der Fischdosenjunge" von Hildegard Kiunke ist Ende letzten Jahres im tredition Verlag erschienen. Der Verlag hat es sich zum wichtigsten Ziel gesetzt, jungen und unbekannten Autoren die Veröffentlichung eigener Bücher zu ermöglichen, aber auch Verlagen und Verlegern eine Kooperation anzubieten. tredition veröffentlicht Bücher in allen Medientypen, vertreibt im gesamten Buchhandel und vermarktet Bücher seit Oktober 2012 auch aktiv.

Die Autorin Hildegard Kiunke wurde 1932 geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof in Niedersachsen. Seit 1966 lebt sie in NRW. Jetzt mit 86 Jahren hat sie mit "Der Fischdosenjunge" ihr zweites Buch geschrieben, das mit Fragen zu Familie und Gesellschaft konfrontiert. (cw/pm)

Infos zum Buch

Hildegard Kiunke: Der Fischdosenjunge. Roman. 140 Seiten. Hardcover mit Schutzumschlag. 14,8 cm x 21,0 cm. tredition Verlag. Hamburg 2018. 19,90 €. ISBN: 978-3-7469-8990-7 (Paperback 12,20 €. ISBN: 978-3-7469-8990-7; E-Book: 2,99 €. ISBN: 978-3-7469-8992-1)


#1 double entendreAnonym
  • 05.01.2019, 12:18h
  • "Der Fischdosenjunge"? Als Titel für einen Text über den Sohn zweier Lesben?

    Ich weiß ja nicht.
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#2 MarkusMZAnonym
#3 Marcel Reich RabatzkiAnonym
#4 LarsAnonym
  • 12.01.2019, 10:41h
  • Antwort auf #3 von Marcel Reich Rabatzki
  • Könnte eine Anspielung darauf sein, dass wir uns mit der Reproduktionsmedizin ein Stück weit von der archaischen Natur entfernen, aber dass das eben auch normal ist. Natur bleibt Natur, auch wenn sie "aus der Dose" kommt.

    Ich finde das eine sehr geistreiche und witzige Kinderperspektive.

    Außerdem finde ich es gut, dass der Roman nicht der Frage nach dem persönlichen Kontakt zu Leihmutter und Samenspender ausweicht.
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#5 double entendreAnonym
  • 12.01.2019, 12:07h
  • Antwort auf #4 von Lars
  • Du weißt aber schon, dass "Dose" ein ziemlich vulgäres Synonym für Vagina (bzw. sogar für Frauen an sich) ist - und dass auch Fischgeruch in vulgären Kontexten gern mal mit der Vagina assoziiert wird?

    Ich persönlich finde den Titel völlig daneben.

    Die Autorin ("bekennend evangelisch") scheint sich aber tatsächlich irgend etwas dabei gedacht zu haben; darauf deutet zumindest der Werbetext auf amazon.de hin. Er wirkt allerdings insgesamt recht wirr - da hätte der Self-Publishing-Verlag vorher besser noch mal redigieren sollen.
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#6 LarsAnonym
  • 12.01.2019, 14:17h
  • Antwort auf #5 von double entendre
  • Um Himmels Willen, nein, ich habe das ganz kindlich-naiv interpretiert.

    Vielleicht ist es dann eher ein Erwachsenenbuch, als ein Kinderbuch ...

    Wenn der Verlag das Buch etwas wirr präsentiert, dann sollte die Redaktion auch etwas kritischer in der Berichterstattung sein, zumal das ganze Thema ja sensibel ist.
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#7 qwertzuiopüAnonym
  • 12.01.2019, 15:11h
  • Auf dem Cover ist dargestellt, wie der Junge aus der Fischdose kommt. Also ne Metapher offensichtlich.

    Ich kann mir genau vorstellen, wie die arme 96jährige Autorin stolz auf diese Idee war und sich niemand in ihrem Umfeld getraut hat, sie über die Assoziationen aufzuklären. :D

    aber hey, in dem Alter finden man wohl selten so eine Zukunftsoffenheit^^
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#8 double entendreAnonym
  • 12.01.2019, 15:53h
  • Antwort auf #7 von qwertzuiopü
  • :-))

    In jedem Fall spricht der Titel nicht grade für die Marketing-Kompetenz des Verlages.

    (Genausowenig übrigens wie die Verschlagwortung der Verlags-Pressemeldung auf den einschlägigen PR-Portalen: "Dackel und DoriaTag", "Fischdose", "Gottes Kind oder eben Gotteskind", "Imke grüne Woche", "keine Eltern", "Kevin", "Kevin aus der Fischdose", "leihmutter", "Samen und Eizellenspender/in". WTF?!)
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#9 PeerAnonym
  • 12.01.2019, 18:18h
  • Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, aber jedes zusätzliche Buch, jeder zusätzliche Film, jede zusätzliche Serie, etc. die sich positiv mit LGBTI-Themen beschäftigen, sind wertvoll und wichtig.

    Das sollte auf jeden Fall unterstützt werden und ich hoffe auf weite Verbreitung des Buches.

    (Den Titel finde ich auch ein wenig sonderbar, aber ohne Kenntnis des Buchinhalts kann man sich darüber kein Urteil erlauben. Das wird nach Lesen des Buches vielleicht viel klarer.)
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#10 DominikAnonym