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Wegen homophober Trump-Regierung

Robert De Niro macht sich Sorgen um seinen schwulen Sohn

Der Schauspieler ist wegen der Politik der Trump-Regierung in Sorge um sein Land. Er befürchtet, dass sein schwuler Sohn dadurch Nachteile erfahren könnte.


Der zweifache Oscar-Preisträger Robert De Niro ist einer der angesehensten Schauspieler in Hollywood (Bild: David Shankbone / wikipedia)

Der 75-jährige US-Schauspieler Robert De Niro hat in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" erklärt, dass er wegen der Politik der Trump-Regierung besorgt sei – für sich selbst, aber insbesondere für seinen schwulen Sohn. De Niro hat insgesamt sechs Kinder mit zwei Frauen, beide Afro-Amerikanerinnen. Auch rassistische Tendenzen in der Politik bereiteten ihm Sorgen, so der Star aus Filmen wie "Taxi Driver" oder "Good Fellas".

"Ja, ich bin in Sorge. Eines meiner Kinder ist schwul, und er macht sich Sorgen, dass er auf eine bestimmte Art behandelt wird. Wir reden darüber", erklärte der Schauspieler, der sich seit Jahrzehnten für die Demokratische Partei engagiert. Im letzten Präsidentschaftswahlkampf unterstützte er Hillary Clinton und bescheinigte Trump, "unverhohlen dumm" zu sein.

De Niro: Trump ist ein Rassist

Im "Guardian"-Interview erklärte De Niro weiter, dass er nach dem Wahlsieg von Trump zunächst abwarten wollte, wie sich seine Präsidentschaft entwickelt. "Ich dachte, nun ja, mal schauen, was er tut. Vielleicht ändert er sich ja", so De Niro. "Aber er wurde nur noch schlimmer. Das hat mir gezeigt, dass er ein echter Rassist ist." Die Trump-Präsidentschaft sei eine Schande und "schlecht für das Land".

Sein politisches Engagement brachte De Niro vergangenes Jahr in Gefahr: Im Oktober schickten Unbekannte per Post eine Rohrbombe an das New Yorker Büro des Schauspielers. Die Polizei konnte den Sprengsatz aber entschärfen. Weitere Rohrbomben wurden an andere demokratische Politiker geschickt, die Trump kritisiert hatten, darunter Ex-Präsident Barack Obama oder Senator Cory Booker. Auch an den Nachrichtenkanal CNN, den Trump als "Feind des amerikanischen Volkes" bezeichnet hatte, wurde eine Bombe geschickt. In allen Fällen kam niemand zu Schaden.

In den vergangenen Jahren hatte Robert De Niro mehrfach über die Homosexualität seines Vaters, eines Malers, gesprochen. Seine Eltern hatten sich geschieden, als der spätere Schauspieler gerade zwei Jahre alt war – Grund sei das Coming-out seines Vaters gewesen. (dk)



#1 Gerlinde24Profil
  • 09.01.2019, 01:37hBerlin
  • Ich weiß nicht, wie er als Vater ist, aber dass er für seinen schwulen Sohn eintritt, macht ihn nur sympatischer. Ich bin aus den USA leider anderes gewöhnt.
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#2 LotiAnonym
  • 09.01.2019, 08:06h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Robert De Niro zählt für mich zu den aufrechtesten Hollywood Schauspielern und was man jetzt aus seinem privaten Umfeld erfährt macht ihn für mich dreifach sympathischer. Himmel, wäre ich froh gewesen solch einen Vater zu haben. Da ich Vollweise bin u.in kath. Heimen aufgewachsen bin, gab es zu meinem Glück ein zwei Nonnen die wie Schwestern zu mir standen. Selbst später im Erziehungsheim in dem ich wegen meines offenen Schwulseins eingeliefert wurde, stand ausgerechnet der Pater Direktor voll hinter mir. Dieser sorgte dafür, dass ich als unerziehbar wieder entlassen wurde. So kanns auch gehen bei den Katholen.
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#3 LotiAnonym
  • 09.01.2019, 12:16h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Ich weiß ja nicht wie Deine Erfahrungen in den USA waren/ sind, doch als ich 75 in San Francico offen mit meiner ersten großen Liebe im Schwarzen Viertel lebte sind Pat und ich sehr gut von der Nachbarschaft aufgenommen worden. Noch heute bin ich sehr Stolz darauf als Weißer eingeladen worden zu sein bei Schwarzen Durchschnittsfamilien. Auch später noch bis in d.90er Jahre habe ich nur aufgeschlossene, freundliche Amerikaner kennengelernt. Aber gut, San Francisco ist nicht zu vergleichen mit sonst irgendeiner Hinterwältlerstadt.
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#4 GegenGeneralisierungAnonym
  • 09.01.2019, 12:58h
  • Antwort auf #1 von Gerlinde24
  • Dumpfes Pöbeln auf Stammtischniveau, mal wieder von dir. Die USA sind sozial uneinheitlich: Kalifornien ist eher so fortschrittlich wie die Niederlande, Texas ist eher so rückschrittlich wie Polen oder Litauen.
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#5 michael008
  • 09.01.2019, 13:17h
  • Antwort auf #4 von GegenGeneralisierung
  • Obwohl Dein Einwand, die Vielfalt der USA betreffend, richtig ist, generalisierst Du selbst wieder bei Deinen Gegenbeispielen.
    Auch Polen ist vielfältig und hat viele liberal eingestellte Menschen.
    Und in den Niederlanden gibt es, wie wir auch in

    www.queer.de/detail.php?article_id=32700

    erfahren durften, eine Menge Reaktionäre und religiös Verbrämte.
    Die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse mögen Anderes suggerieren, aber es ist unfair gegenüber den aufgeschlossenen und menschenfreundlichen Einwohnern, ganze Staaten pauschal als schuldig oder hinterwäldlerisch darzustellen.
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#6 Homonklin44Profil
  • 09.01.2019, 19:13hTauroa Point
  • Dass er über Trump ziemlich genau ebenso dachte und denkt, wie ich auch, macht ihn noch sympatischer.

    Trump ist unverhohlen dumm, ja, aber leider auch verschlagen und hat eine ganze Armada von multi-phob und religiot Verdrehten an der Hand.
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#7 Michael009Anonym
  • 10.01.2019, 20:21h
  • Antwort auf #5 von michael008
  • Er hat nicht von den Polen, sondern von Polen geschrieben. Er hat nicht von den Niederländern, sondern von den Niederlanden geschrieben. Das ist ein Unterschied. Er hat von den Staaten mit ihren Gesetzen geschrieben, nicht von den Einwohnern. Die Einwohner eines Staates können so liberal sein wie sie wollen, wenn der Staat vorsintflutliche Gesetze hat und z. B. Mädchen keine Hosen tragen dürfen, Homosexualität verboten ist und Frauen ihre Ehemänner um Erlaubnis zur Kontoeröffnung bitten müssen, wäre das ein rückschrittlicher Staat. Insofern finde ich den Vergleich Kalifornien mit Niederlande und Texas mit Polen schon ok. Nur weil es viele viele fortschrittliche Polen gibt, kann man nicht sagen, dass Polen fortschrittlich ist. "Polen" ist ein politisches Subjekt, dass z. B. wegen seines Justizumbaus von der EU angegangen werden kann.
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#8 GegenGeneralisierungAnonym
#9 michael008
  • 11.01.2019, 12:22h
  • Antwort auf #8 von GegenGeneralisierung
  • Ist ja kein Problem, Leute.
    Im Grunde sehe ich da ja auch so.
    Nur es ist und bleibt nicht fair, wenn, was hier immer wieder geschieht, Einwohner von Staaten deren Mehrheitsverhältnisse uns ZU RECHT nicht passen, insgesamt in Haftung genommen werden.
    Und eben bei Deinem USA-Beispiel.
    Eigentlich sind die USA ein Staat wie die Bundesrepublik, eben mit vielfältigen Regionen und man könnte dann entsprechend Kalifornien und Texas, Sachsen gegen NRW ausspielen etc. pp.
    Man kann das unendlich herauf- oder herunterbrechen.
    Die "Provincie Gelderland" in NL ist sicher konservativer als "Noord-Holland".
    Die Stadt Warschau bestimmt liberaler als Krakau.
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#10 PeterBAnonym
  • 22.01.2019, 08:51h
  • Antwort auf #2 von Loti
  • Hallo Loti,
    ich habe da ein sprachliches Verständnisproblem: wie muss ich das verstehen, meinst Du "unerziehbar" oder "nicht umzuerziehen" ? Deiner Formulierung nach warst Du ja froh, dort wegzukommen (?)
    "als unerziehbar entlassen" klingt ja erst mal nicht positiv . . .
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