Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=32704
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
"Ich will das Leben als Mann nicht weiterführen"


#5 Still_IthProfil
  • 09.01.2019, 15:43hHessen
  • Antwort auf #2 von CRLV
  • Meinst du jetzt Leute, die das tatsächlich taten, oder mich, dem das im Wesentlichen unterstellt wurde, von Leuten übrigens, die ich hier noch nicht in einer einzigen Diskussion mit Menschen gesehen habe, in der sie sich offener Transfeindlichkeit der üblichen Verdächtigen entgegengestellt hätten, und beruhend darauf, mehr als die Hälfte des von mir differenziert Geschriebenen für nicht existent erklärt zu haben? Und unter anderem auch ohne Recht meinerseits, mich zu diesen Unterstellungen im Anschluss nochmals zu äußern?

    Ich find's schön, dass die Ansage jetzt ehrlicher ausfällt. Die Nicht-Anerkennung und Pathologisierung ist nunmal einfach etwas, womit man als Transgender im Alltag klarkommen und leben muss.
    Die Bürokratie ist übrigens ärgerlich, aber de facto gar nicht unbedingt notwendig. Ohne hat man halt deutlich weniger Rechte und mehr Ärger. Aber machbar ist ein Leben auch ohne Akzeptanz der Schikane von gesetzlicher Seite.

    Kriechen muss man sowohl bei den Krankenkassen als auch vor dem Gericht nur, wenn etwas will: Recht auf offizielle Anerkennung von Name und Personenstand im korrekten Geschlecht, Recht auf Nicht-Offenlegung durch Dritte, Recht auf OPs, Hormone und sonstige Schritte. Wenn man tatsächlich als Transgender lebt, muss man sich nunmal entscheiden, welcher Teil der eigenen Menschenwürde und Menschrechte einem da jeweils wichtiger ist. Entweder als gesunder Mensch gelten oder Vornamensänderung; entweder sich dem Therapiezwang unterwerfen oder auf medizinische Maßnahmen verzichten.
    Was davon einem wichtiger ist, und auf welcher Seite davon mehr an Leidensdruck entsteht, muss jede*r für sich selbst entscheiden. Aber entscheiden muss man sich nunmal, so, wie unsere Gesellschaft diesbezüglich funktioniert.

    Ich für meinen Teil würde mir übrigens ehrlich wünschen, das wäre anders.

    Insofern: Willkommen im Klub der Menschen mit eingeschränkter Würde. Und den ehrlichen Wunsch zu genug Support, das durchzuhalten. Ich fürchte, dringend nötig sein wird das wohl.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »

» zurück zum Artikel