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"Unverzeihlich"
Lady Gaga entschuldigt sich für Zusammenarbeit mit R. Kelly
Wegen der Missbrauchsvorwürfe will die LGBTI-Ikone nie wieder mit dem Musiker R. Kelly kooperieren. Der gemeinsame Song "Do What U Want (With My Body)" darf nicht mehr verkauft werden.

Lady Gaga nennt die Vorwürfe gegen R. Kelly "schrecklich" und "unverzeihlich" (Bild: Justin Higuchi / flickr)
- 11. Januar 2019, 03:31h 2 Min.
Nach den jüngsten Missbrauchsvorwürfen gegen Musiker R. Kelly hat sich Pop-Ikone Lady Gaga für ihre Zusammenarbeit mit dem Sänger entschuldigt.
"Ich entschuldige mich für mein schwaches Urteilsvermögen, als ich jung war, und dafür, nicht früher etwas gesagt zu haben", teilte die Musikerin über den Kurznachrichten Twitter mit. Gleichzeitig kündigte sie an, nie wieder mit dem Musiker zusammenarbeiten und den Song "Do What U Want (With My Body)" von iTunes und anderen Streamingplattformen entfernen zu wollen.
/ ladygagaI stand by anyone who has ever been the victim of sexual assault: pic.twitter.com/67sz4WpV3i
Lady Gaga (@ladygaga) January 10, 2019
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R. Kelly bestreitet die Vorwürfe
Mit der im US-Sender Lifetime in den letzten Tagen ausgestrahlten Doku-Serie "Surviving R. Kelly" haben teils seit Jahrzehnten bekannte Missbrauchsvorwürfe gegen den Sänger an Schlagkraft gewonnen. Kelly hat die Vorwürfe entschieden abgestritten und wirft seinen Kritikern eine Rufmord-Kampagne vor. Zahlreiche Frauen werfen dem 52-Jährigen darin vor, sie sexuell oder emotional missbraucht zu haben, teils schon im Teenager-Alter.
"Ich stehe zu 1.000 Prozent hinter diesen Frauen, glaube ihnen, und weiß, dass sie leiden und Schmerzen haben", kommentierte Lady Gaga. Ihre Stimmen sollten gehört und ernst genommen werden. Die Vorwürfe gegen den Sänger nannte die LGBTI-Ikone "schrecklich" und "unverzeihlich".
"Do What U Want (With My Body)" hatte die Sängerin im Jahr 2013 veröffentlicht. "Als Opfer von sexueller Nötigung habe ich Song und Video in einer düsteren Phase meines Lebens gemacht", erklärte sie. Ihre Absicht sei es gewesen, etwas "extrem Trotziges und Provozierendes" zu schaffen, weil sie "wütend" war und ihr eigenes Trauma noch nicht verarbeitet hatte. Die beiden traten zusammen in der Late-Night-Show "Saturday Night Live" und bei den American Music Awards auf. (cw/dpa)
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