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Verpartnerung ja, Ehe nein

Udo Walz: "Ich finde, nur ein Mann und eine Frau sollten heiraten!"

Der verpartnerte Promi-Frisör Udo Walz spricht sich gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht aus.


Udo Walz ist der wohl bekannteste Promifrisör in Deutschland (Bild: Udo Walz Coiffeur)

  • 11. Januar 2019, 10:12h 107 2 Min.

Udo Walz hat sich gegenüber der "Bild"-Zeitung ablehnend über die Ehe für alle geäußert. Der 74-jährige Coiffeur, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit seinem 48-jährigen Partner Carsten Thamm-Walz zusammen lebt, erklärte in der Boulevardzeitung, dass ihm die eingetragene Partnerschaft ausreiche: "Wir haben vor zehn Jahren unsere Partnerschaft beglaubigen lassen. Mir reicht das. Ich finde, dass nur ein Mann und eine Frau heiraten sollten, wenn sie eine Familie gründen wollen."

Walz war mit seinem 26 Jahre jüngeren Partner im Jahr 2008 aufs Standesamt gegangen (queer.de berichtete). Damals sagte er, dass die Gründe für die Verpartnerung praktischer Natur seien:  "Ich werde auf jeden Fall früher gehen als Carsten, das ist klar. Und deshalb möchte ich vorsorgen, damit er nicht so viel Erbschaftssteuer zahlen muss." Auch das Auskunftsrecht im Krankheitsfall sei wichtig. Bei der Verpartnerung gehörten unter anderem Wolfgang Joop, Klaus Wowereit, Verena Pooth und Sabine Christiansen zu den Gästen, Trauzeuginnen waren Barbara Becker und Bettina Zimmermann.

Die Ehe für alle hatte Walz bereits in der Vergangenheit abgelehnt. 2004 sagte er etwa in einer Fernsehsendung: "Auch wenn ich mir jetzt Feinde schaffe: Ich finde, zwei Männer können nicht heiraten. Heiraten hat ja auch mit Kindern und mit Fortpflanzung zu tun" (queer.de berichtete).

Politisches Engagement für die CDU

Walz engagierte sich in den letzten Jahren auch in der Politik. Der 74-Jährige ist seit 2005 CDU-Mitglied und warb im Wahlkampf 2013 offensiv für Bundeskanzlerin Angela Merkel, die damals ausdrücklich die Öffnung der Ehe und ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ablehnte. Damals sagte der Starfrisör über die Kanzlerin: "Die CDU und Deutschland ohne Angela Merkel? Ich stehe hinter Ihr, Sie verfügt über die Kraft und Stärke, die Deutschland weiterhin benötigt, um stabil und führend zu bleiben" (queer.de berichtete). (dk)

#1 TuggerAnonym
  • 11.01.2019, 11:30h
  • "Heiraten hat ja auch mit Kindern und mit Fortpflanzung zu tun" Meine Güte!!! Eine Bekannte hat sich von ihren Mann getrennt und will es jetzt mit ihr Neuer noch mal wissen. Alllerdings ist sie knapp über 70. Darf sie jetzt noch heiraten, Herr Walz?
    Die Chance das sie noch mal schwanger wird, ist relativ gering. Nur weil es für Sie reicht verpartnert zu sein, steht es ihnen nicht zu, zu urteilen dass es für andere auch so sein muss.
    Dümmliches CDU gebabbel. Schämen Sie sich!
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#2 Sven100Anonym
  • 11.01.2019, 11:32h
  • Alle paar Jahre meldet sich Udo Walz in den Medien zu Wort. Damit will er wohl verhindern, dass er ganz in der Versenkung verschwindet.
    Vor Jahre redete er genau so ein dummer Zeug, danach ging er dann doch mit seinem Partner eine Eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Beide Male berichteten die Medien. Jetzt läuft es wieder ähnlich. Er ist gegen die Ehe für Schwule, aber er wird demnächst doch diese Ehe eingehen, weil das Model "Eingetragene Lebenspartnerschaft" ausläuft. Und jedes Mal werden die Medien wieder groß berichten...
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#3 AFD-WatchAnonym
  • 11.01.2019, 11:35h
  • Meine Güte nochmal! Dann heirate einfach nicht! Punkt aus!
    Aber die ELP, die mit genau denselben Argumenten bekämpft wurde, die nimmt er gerne in Anspruch.
    Benutzt er dann auch konsequent die Begriffe "verpartnert" und "eingetragener Lebenspartner"?

    PS.
    "Ich finde, nur ein Mann und eine Frau sollten heiraten"
    Das sehen sicher auch so manche Schrankschwestern so, die Alibi-Ehen eingehen, sich selbst du die Frau betrügen. Aber Hauptsache "Mann und Frau", nicht wahr?
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