Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=32731
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Mal wieder Ermittlungen im "homosexuellen Milieu"


#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 13.01.2019, 10:06h
  • Der Begriff "Milieu" kommt aus dem Französischen und der Duden gibt u. a. als Definition "soziales Umfeld, Umgebung, in der ein Mensch lebt und die ihn prägt" und als Synonyme werden "Ambiente, Atmosphäre, Einflussbereich, Klima, Lebensbereich, [Lebens]kreis, soziale Umgebung, soziale Verhältnisse, Sphäre, Szene, Umfeld, Umkreis, Umwelt; (bildungssprachlich) Background" genannt.

    Das Essentiellste ist aber, daß der PKW und der/die Täter gefunden werden und dieses abscheuliche Verbrechen aufgeklärt werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stephan
  • 13.01.2019, 10:17h
  • Es ist wirklich erbärmlich, dass offenbar der Fortschritt in Sachen Toleranz und Akzeptanz im Sauerland besonders lange dauert ... sage ich bedauernd als Arnsberger und Sauerländer.

    Es ist nun schon einige Jahre her, dass der Begriff des "homosexuellen Milieus" z.B. in der Sendung Aktenzeichen benutzt wurde. Beschwerden (ich werde wohl nicht der einzige gewesen sein) dürften da Abhilfe gebracht haben, dass nicht einmal Alfons Hettmar (oder wie der KHK hieß) dort diesen Begriff nicht mehr verwenden. (Eine Antwort auf mein Beschwerdeschreiben oder eine Entschuldigung habe ich jedoch nicht erhalten. Beim ZDF ist eine solche Herabwürdigung homosexueller Menschen offenbar eine lässliche Sünde!) Umso bedauerlicher ist es, wenn nun der Begriff wieder oder immer noch in rückständigen Gebieten verwendet wird! Sehr peinlich! Ein gewisses Fremdschämen für meine Heimat kann ich nicht bestreiten!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 13.01.2019, 10:18h
  • Himmel, was regt Ihr Euch so auf? Der Begriff "Milieu" bezeichnet doch nichts weiter als ein soziales Umfeld oder den Lebensraum einer Gruppe.
    Der Täter war vielleicht schwul, vielleicht ein Stricher, oder (heterosexueller?) Bekannter des Toten?
    Sich über einen Begriff in der Zeitung aufzuregen, nur, weil man damit von früher negative Assoziationen verbindet, bringt doch nichts! Ein Mensch wurde ermordet, darum geht es! Und darum, die Tat aufzuklären. Nicht um ein Wort!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MichatAnonym
#5 Taemin
  • 13.01.2019, 10:48h
  • "Milieu" ist zwar ein soziologischer Begriff, aber das Wort wird in diesem Zusammenhang hier und bei ähnlichen Gelegenheiten stets gerade nicht im soziologischen Sinne gebraucht, sondern als verunglimpfende Abwertung. Wie schon in einem vorangehenden Post zutreffend bemerkt, soll suggeriert werden, es gebe ein mafiaartiges Netzwerk krimineller oder quasi krimineller Homos, die im Schutze der Dunkelheit Abartiges oder Verbrecherisches treiben. Insoweit stammt das Wort aus Zeiten des Paragraphen 175, in denen genau diese Ansicht von den Verfolgern und ihren geifernden Unterstützern in Kirche und Presse propagiert wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 YuilAnonym
  • 13.01.2019, 10:57h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Sorry aber du scheinst etwas nicht zu verstehen....

    Wörter verändern ihre Bedeutung mit der zeit Sprache entwickelt sich manche rutsch ins Negative anderes ins Positive.

    Als beispiel nehmen wir den begriff Nerd war eine zeit Negativ belastet ...Heute ist es cool ein Nerd zu sein.

    Die Argumentation im Duden bedeutet es das und dass funktioniert auch nicht den es ist die gleiche Argumentation die , die AFD nutzt bei begriffen wie Völkisch!
    Hat ja nichts mit der NS zeit zu tun den im Duden hat es ja eine andere Bedeutung.

    und Milieu ist eindeutig Negative belastet...
    kleines beispiel Drogen Milieu....usw usw
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#7 BobAachenProfil
  • 13.01.2019, 11:38hAachen
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Ich bin zwar aus "der Zeit" und verbinde mit dem Milieu, auch Szene genannt, keine negativen Erinnerungen. Nur sollte mal langsam , ein schwuler Duden erscheinen mit allen nogo's erklärt werden. Aber bestimmt bleibt dann aus dem deutschen Wortschatz nix übrig, weil immer jemand was zu meckern hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#8 LotiAnonym
#9 Homonklin44Profil
  • 13.01.2019, 11:58hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Das Wort hat wohl in Deutschland aufgrund der Homosexuellen-Verfolgung auch nach dem Krieg und im Zusammenhang mit dem § 175 eine besondere, negative Prägung durchgemacht, explizit in der Verwendung "Homosexuellen-Milieu" oder "homosexuelles Milieu".
    Komischerweise hat man ja über Mörde im Heterosexuellen-Milieu auch im Polizei typischen Jargon noch nicht gelesen, obwohl das Milieu der Heterosexuellen viel umfassender sein muss. Ein Trans*Milieu wird auch nicht erwähnt.

    Vielleicht ist das aber nur im Polizei-Milieu erhältlich.

    Klar, man könnte einfach Szene oder Umfeld schreiben.

    Bei diesen kleineren Regionalzeitungen könnte es aber auch sein, dass da Leute drin sitzen, die das extra provokativ verwenden, weil sie nicht dazu lernen, oder sogar homophobe Tendenzen kultivieren, wer weiß.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#10 AFD-WatchAnonym
#11 AnselmAnonym
  • 13.01.2019, 12:32h
  • Für mich hat homosexuellen Milieu einen seltsamen Beigeschmack. Als ob Homosexuelle eine eigene soziale Gruppe und Halbwelt bilden würden, in die man als "Normaler" keinen Einblick hat. Das kommt noch aus der Zeit als man von "Homosexuellen" und "Normalen" sprach. Für mich tauchen da Bilder aus Aktenzeichen XY auf, wo ein Mann aus seiner bürgerlichen Hetero-Existenz in homosexuellen Milieu abrutscht.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 daVinci6667
  • 13.01.2019, 14:28h
  • In Deutschland finde ich den Begriff Milieu zumindest sehr grenzwertig.

    Ich (als CH!) lese Milieu nicht abwertend, bin jedoch anders geprägt worden als einer der noch zu Lebzeiten kriminalisiert wurde und vor allem verstehe ich den Begriff anders als jemand der in einem ausschliesslich deutschsprachigen Sprachraum lebt.

    Ich weiss nicht woher und warum, stelle einfach fest, dass französische Begriffe in Deutschland sehr häufig eine negative, anrüchige und irgendwie schlüpfrige Konotation erhalten. Genau mit dieser diskriminierenden Absicht wird dieser Begriff hier verwendet und genau deshalb ist er auch klar abzulehnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 Dont_talk_aboutProfil
  • 13.01.2019, 15:03hFrankfurt
  • Alles nur ein Missverständnis. In solchen Fällen ermittelt die Polizei auch in der Stricherszene. "Stricherszene" sollte wohl ZUM SCHUTZE DES ERMORDETEN (!!!) und seiner Verwandten mit "homosexuelles Milieu" umschrieben werden. Korrekter wäre gewesen "in einem Milieu, in dem sich ältere und jüngere Männern treffen und sich von den Treffen unterschiedliches erwarten".
  • Antworten » | Direktlink »
#14 feli491Anonym
  • 13.01.2019, 16:33h
  • Das wundert mich wenig, als gebürtige Sauerländerin...

    Gleichberechtigung für Frauen und auch für queere Menschen läuft da dem restlichen Land - das bspw. den Niederlanden auch schon gesellschaftlich 16 Jahre hinterherhinkt - nochmal ungefähr 20 Jahre hinterher.

    Und solange es solche Streifen gibt, bleibt es auch wichtig, für Gleichberechtigung zu kämpfen, und vor allem für ihre Durchsetzung!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.01.2019, 16:42h
  • Antwort auf #11 von Anselm
  • Auch ich sehe da Ede Zimmermann vor mir, wie er "sachlich"-genüsslich vom "Homosexuellen-Milieu" spricht. SCHWER verrucht, das Ganze... kein Wunder, dass es in diesem zwielichtigen Milieu immer wieder besonders zu verabscheuende Verbrechen gibt...

    Mikroben fühlen sich in bestimmten Milieus übrigens auch besonders wohl... auch schön eklig...

    Dieser Begriff trägt den süßlich-betäubenden Mief der Siebziger in sich.

    Und jetzt schalten wir zu Konrad Toenz nach Zürich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#16 Dont_talk_aboutProfil
#17 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 17:06hHannover
  • ""Mittlerweile wurde das Zitat im Onlineartikel von der Redaktion nachträglich in "auch in der homosexuellen Szene" geändert.""..

    Auch diese Formulierung ist kaum besser..

    Warum ?

    Siehe dazu die Argumentation des BLSJ zu "Millieu" :

    ""Dieser Terminus ist sprachlicher Unsinn. Was oder wo soll dieses Milieu denn sein: die Stadt Köln, der Eurovision Song Contest oder gar das Amtszimmer einer lesbischen Politikerin? Solche Phrasen verunglimpfen Homosexuelle kollektiv, ganz so, als wären Lesben und Schwule wie Kriminelle in einer Art Rotlichtviertel organisiert. Kaum jemand würde über eine 'Gewalttat im Lehrermilieu' oder einen 'Doppelmord im Hetero-Milieu' berichten." Statt "Ein Mann aus dem Homosexuellen-Milieu" sollte schlicht über "einen Schwulen" berichtet werden, fordert der BLSJ.""..

    die man dann auch so lesen kann :

    Dieser Terminus ist sprachlicher Unsinn.
    Was oder wo soll diese Szene denn sein:
    die Stadt Köln, der Eurovision Song Contest oder gar das Amtszimmer einer lesbischen Politikerin?
    Solche Phrasen verunglimpfen Homosexuelle kollektiv, ganz so, als wären Lesben und Schwule wie Kriminelle in einer Art "Rotlichtviertel" organisiert.
    Niemand würde über eine 'Gewalttat in der Lehrerszene' oder einen 'Doppelmord in der Hetero-Szene' berichten."
    Statt "Ein Mann aus der Homosexuellen-Szene" muß schlicht über "einen Schwulen Mann", eine lesbische Frau", ein*e "bisexuelle*r Mann/Frau/Mensch berichtet werden..
  • Antworten » | Direktlink »
#18 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 17:13hHannover
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • ""Der Begriff "Milieu" kommt aus dem Französischen und der Duden gibt u. a. als Definition "soziales Umfeld, Umgebung, in der ein Mensch lebt und die ihn prägt"""..

    Und ?
    Dir ist jetzt immer noch nicht klar das Deine Familie und Deine "Katholische Gemeinde" weit mehr Prägung, mehr Einfluß, mehr soziales Umfeld, und
    "mehr Umgebung in der ein Mensch lebt"
    sein müssen, als es eine "Szene" oder ein "Millieu" je sein könnten ?

    Selbst wenn der Duden einen Begriff erklärt, ist dies immer noch nicht gleichbedeutend damit, daß er im Kontext vernünftig angewendet wird !

    Und hier einmal wieder..
    Der Begriff dient dazu Netzwerke von LGBTTIQ*-Menschen als
    "gesellschaftlich nicht besonders wertvoll" abzuwerten, indem sie in die Nähe von "kriminellen Strukturen" gerückt werden !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#19 feli491Anonym
  • 13.01.2019, 17:20h
  • Antwort auf #16 von Dont_talk_about
  • Also homosexuelles Milieu = Rotlichtmilieu? Interessanter Gedankengang da...

    Da bislang nichts auf irgendwelche Zusammenhänge mit Prostituierten oder ähnlichem besteht, ist das Wort Milieu hier einfach unpassend, da eindeutig konnotiert. Siehe dazu die vorherigen Beiträge, bspw. Drogenmilieu.

    Ganz einfache Umschreibungen: Umfeld, Szene, Community... So schwierig ist die deutsche Sprache da nun auch wieder nicht
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#20 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 17:28hHannover
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • ""Himmel, was regt Ihr Euch so auf? Der Begriff "Milieu" bezeichnet doch nichts weiter als ein soziales Umfeld oder den Lebensraum einer Gruppe.""..

    Du nutzt hier einen "automatischen Logismus" wie "Himmel", der ebenso unreflektiert einfach Unsinniges ausdrückt..

    Denn wenn das so wäre :
    Deine ganze Familie, Deine ganze soziale Struktur, Dein ganzer Lebensraum ist also ausschließlich mit Trans*-Menschen (analog zu "homosexuellen") bevölkert, um damit dann Zurecht von einem "Millieu" zu sprechen ?

    Das ist einfach Bullshit !

    ""Sich über einen Begriff in der Zeitung aufzuregen, nur, weil man damit von früher negative Assoziationen verbindet, bringt doch nichts!""..

    Äh ?
    Die Erkenntnis das ein Rollback damit beginnt Erreichtes wieder in der Sprache der Unterdrücker zu bezeichnen, kommt Dir jetzt nicht, weil ?

    Die negativen Assoziationen sind nicht "von früher"..
    Die besehen fort, auch dann, und gerade dann wenn Gleichstellung&Gleichberechtigung voranschreiten..
    Exakt deshalb ist es unverschämt das die Presse oder das TV schon wieder mit Termini arbeiten, die einfach nur abwerten und damit beleidigen sollen..

    Gerade so als wäre es wieder "in" Menschen mit anderen "Hautfarben" als "Nigger" zu bezeichnen, bloß weil mit Obama einer dieser Menschen die Präsidentschaft gewonnen hatte, und die Gleichstellung innerhalb der US-Amerikanischen Gesellschaft damit vollständig erreicht worden wäre..

    ""Ein Mensch wurde ermordet, darum geht es! Und darum, die Tat aufzuklären. Nicht um ein Wort!""..

    Es geht immer noch darum, ein Opfer nicht auch noch zu beleidigen, und am Ende in den Orkus zu stoßen !

    Denn diese Strategie der negativen Termini ist Teil einer Täter-Opfer-Umkehr, die als Aussage den so wahnsinnig interessanten Satz
    "hätte er sich dort nicht herumgetrieben, würde er ja noch leben"
    enthält..

    Und zusätzlich auch noch anderen Unfug wie die Idee
    "warum passen die sich eigentlich nicht an die gesellschaft an, die dürfen doch jetzt heiraten"
    oder auch
    "die können doch jetzt so leben wie wir"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#21 dellbronx51069Anonym
  • 13.01.2019, 17:40h
  • Diese Begrifflichkeit wurde noch bis weit in die 90er Jahre verwendet. Da war der 175 längst abgeschafft.
    Die Uhren werden grade gewaltig zurückgedreht, nicht nur im Sauerland
  • Antworten » | Direktlink »
#22 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 17:44hHannover
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about
  • Deine Vorurteile werden durch eine andere Formulierung nicht besser !

    Vor allem weil Du hier schon wieder einen "Altersunterschied" einbindest, von dem im Artikel überhaupt nichts zu lesen ist !

    Woher nimmst Du die Unverfrorenheit so einen Unsinn zu behaupten ?

    "" "Stricherszene" sollte wohl ZUM SCHUTZE DES ERMORDETEN (!!!) und seiner Verwandten mit "homosexuelles Milieu" umschrieben werden.""..

    Welches "Rechtsgut" der Verwandten wäre denn her "schützenswert" ?

    Etwa nicht als
    "verwandte eines stricher-nutzers"
    in die Weltgeschichte einzugehen ?

    Weil ja auch das "homosexuellemillieu" in der Ansicht der Bevölkerung so viel besser wäre ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#23 dellbronx51069Anonym
#24 stephan
  • 13.01.2019, 17:53h
  • Antwort auf #3 von Gerlinde24
  • Milieu nur ein soziales Umfeld, ein soziologischer Begriff?

    Vielleicht solltest Du Dir auf YT einmal ein paar alte Folgen von Aktenzeichen XY ansehen ... es gibt da eine Reihe von Fällen mit schwulen Opfern. Wenn dort bis in die 90iger ... (und noch länger) von Männern aus dem homosexuellen Milieu die Rede war, so schwang in jedem Satz die Aussage mit, dass die Opfer auch eine gewisse Mitschuld daran hätten, Opfer geworden zu sein! Man kann deutlich heraushören, wie alle Beteiligten bei der Polizei und bei der Sendungsredaktion das Thema mit sehr spitzen Fingern anfassten, denn wer mit Unbekannten Sex hat und sich in solche Gefahr begibt ...
    Der Durchschnittsbürger wird geradezu von der Erkenntnis ferngehalten, dass gerade die Kriminalisierung, die Verunglimpfung, die Herabwürdigung und Diskriminierung schwuler Männer lange Zeit dazu geführt hat, ihnen jede Chance auf stabile Beziehungen zu nehmen und die Anonymität die einzige Möglichkeit war, ihre Sexualität zu leben! Es macht mich deshalb immer noch wütend, wenn heute bei Hinterwäldlern noch immer in gleicher Weise geredet wird. Ich möchte nicht wissen, wie vielen jungen Menschen durch diese Sprechweise das Outing erschwert oder 'verunmöglicht' worden ist ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#25 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 17:53hHannover
  • Antwort auf #16 von Dont_talk_about
  • ""Was schlagen Sie denn KONKRET vor ?

    In einem vergleichbaren heterosexuellen Fall hätte man wohl vom "Rotlichtmilieu" gesprochen.""..

    Woraus genau in dem Artikel, außer über DEINE Assoziation mit dem was Du dir unter "homosexuellen Milieu" vorstellst, ergibt sich eine solche Vermutung ?

    Weil ja auch Menschen immer nur von "Prostituierten" ermordet werden würden, die dann auch noch das Auto zur Flucht klauen ?

    Und alleinstehende Männer ja auch immer nur "Prostituierte" kennen lernen, und zu sich nach Hause mit nehmen ?

    Du kolportierst er schon wieder nur Vorurteile, und um diese zu untermauern nutzt Du weitere Vorurteile..

    Und das alles immer schön auf dem Rücken der Opfer..
    Das bleibt unerträgliches Geschwafel !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#26 seb1983
  • 13.01.2019, 17:58h
  • Antwort auf #11 von Anselm
  • " Als ob Homosexuelle eine eigene soziale Gruppe und Halbwelt bilden würden, in die man als "Normaler" keinen Einblick hat."

    Trifft es doch ganz gut. Wobei ich auch bevorzugen würde von Szene zu schreiben.

    Wenn man von Anabolika Missbrauch in der Bodybuilder Szene redet beschwert sich ja auch keiner.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#27 Dont_talk_aboutProfil
  • 13.01.2019, 18:03hFrankfurt
  • Antwort auf #23 von dellbronx51069
  • Ich rede hier von Fällen, wo Rentner von jungen Männern ausgeraubt werden.

    Ja, auch im Hetero-Bereich, wenn sich ein 60jähriger Mann mit einer 20jährigen Frau zum Sex trifft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es hier um sowas wie Prostitution geht, schon sehr hoch.

    Ich finde daher die Umschreibung sehr taktvoll.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#28 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 18:30hHannover
  • Antwort auf #26 von seb1983
  • ""Wenn man von Anabolika Missbrauch in der Bodybuilder Szene redet beschwert sich ja auch keiner.""..

    Wunderbar..
    Das der Verkauf anaboler Steroide verboten ist, und damit eine Straftat darstellt, und das ganz im Gegensatz zum betreten einer Schwulen Kneipe, spielt also schon gar keine Rolle mehr..

    Egal ob Steroide oder andere Drogen, Szene ist Szene, und deshalb kann man hier dann ja auch derlei Unfug schreiben..

    Wo genau in diesem Artikel steht eigentlich etwas davon, daß das Opfer sich innerhalb einer Szene bewegt hätte ?

    Mal von der Tatsache abgesehen daß die Polizei den Unfug kolportierte, er hätte sich in einem "homosexuellem Millieu" aufgehalten, was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einzig auf der Erkenntnis basiert es mit einem Schwulem Mann zu tun zu haben..

    Doch längst nicht alle Schwulen Männer sind Teil einer solchen Szene !

    Ist das eigentlich so schwer zu verstehen, um sich NICHT an solchen Vorurteilen durch Verallgemeinerungen zu beteiligen, und diese dann auch noch durch unüberlegtes nachplappern zu schüren ?

    Ist das wirklich so schwer ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#29 TheDadProfil
  • 13.01.2019, 18:36hHannover
  • Antwort auf #27 von Dont_talk_about
  • ""Ich rede hier von Fällen, wo Rentner von jungen Männern ausgeraubt werden.

    Ja, auch im Hetero-Bereich, wenn sich ein 60jähriger Mann mit einer 20jährigen Frau zum Sex trifft,""..

    SPEKULATIONEN !

    WO im Artikel steht etwas von "zum sex treffen" ?
    WO im Artikel steht etwas zum Alter eines potentiellen Täters ?

    Und woraus geht hervor das es unbedingt ein Täter sein muß ?

    Das ist alles Unsinn den Du dir aus dem Begriff "homosexuelles Millieu" zusammenspinnst !

    ""Ich rede hier von Fällen""..

    Es geht hier nicht um "Fälle"..
    Daraus ergibt sich dann auch kein "Muster", nach dem man dann mit dem Unfug
    "dort war es so, dann ist es hier auch so"
    aufwarten könnte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#30 andreAnonym
  • 13.01.2019, 18:37h
  • Kein Aufschrei, kein Bedauern über die Tragik des Verbrechens. Vielleicht hat er ja Verwandte gehabt. War nur ein alter Mann. Vielleicht sogar einsam. Die gehören eh nicht mehr dazu. Stattdessen werden Polizeiberichte zitiert und der Begriff "Homosexuellen-Milieu" auseinanderseziert und zum Aufreißer gemacht.
    Ich weiß nicht so recht, aber irgendwie szene-typisch. Vielleicht sehe ich das auch nur verkehrt. Aber bei diesem schweren Verbrechen, kann ich über das Wort Homosexuellen-Milieu hinwegschauen.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 Dont_talk_aboutProfil
  • 13.01.2019, 18:52hFrankfurt
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Du hast recht. Ich rede hier nicht, über den konkreten Fall, sondern über folgendes häufiges Phänomen:

    1) älterer Mann wird von jungem Stricher ausgeraubt/verletzt etc.

    2) Polizei spricht von Verbrechen "im homosexuellen Milieu", weil sie das Wort Stricher vermeiden will und es ja auch sein kann, dass die beiden sich ohne finanzielle Absichten zum Sex verabredet haben (möglich aber unwahrscheinlich).

    3) Schwulenvertreter beschweren sich über die Wortwahl. Im Prinzip haben sie damit ja nicht unrecht, sie wollen halt nicht mit der Stricherszene gleichgesetzt werden. Andererseits könnte sich ja tatsächlich ein alter mit einem jungen Mann ohne finanzielle Interessen treffen. Daher sollte man abwägen und ich wäre dafür, deshalb das Wort "Stricher" nicht aufzuführen und es mit "homosexuellem Milieu" allgemeiner zu umschreiben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 daVinci6667
  • 13.01.2019, 19:07h
  • Antwort auf #30 von andre
  • (Vielleicht sehe ich das auch nur verkehrt. Aber bei diesem schweren Verbrechen, kann ich über das Wort Homosexuellen-Milieu hinwegschauen.)

    Sprache ist mächtig. Milieu hätte hier nicht verwendet werden dürfen. Trotzdem ist dein Einwand richtig und sehr berechtigt. Armer Kerl, grausames Verbrechen. Leider einer von vielen.

    (War nur ein alter Mann. Vielleicht sogar einsam. Die gehören eh nicht mehr dazu. )

    Doch! Es gibt mehr Ü50 Schwule als darunter. Dass soll hier nochmals deutlich erwähnt sein.

    Mir machen solche Verbrechen Angst. Auch mit 70 hat Mann noch Bedürfnisse und vielleicht keinen Partner (mehr) Ob Mann sich da einer App behilft oder sich einen Stricher sucht oder sonst was ist egal. Tatsache ist, es ist leider gefährlich. Auch weil man sich in dem Alter nicht mehr so gut körperlich wehren kann. Vielleicht sollte man ab einem gewissen Alter immer nur mit einem guten Freund losziehen? Safety first!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 Homonklin44Profil
  • 13.01.2019, 19:13hTauroa Point
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about
  • Dann besser Prostituiertenszene, denn Sexarbeiter arbeiten allgemein.

    Bezüglich genau dieses Täters ist aber wohl mehr noch eine mehr oder weniger abgründige, düstere Welt der Gewalt-Fetische gemeint, in der man solche Personen vermuten könnte.

    Da passt weder Homosexuellen-Milieu, noch Sexarbeiter-Szene. Das ist so, als würde man wen in der Sportszene suchen, weil der das Opfer mit einer Hantel erschlug.

    Bei dem Täter hier hätte man nachsehen können, ob der irgendwo schon mal in Behandlung war/psychiatrisch aktenkundig wurde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#34 Dont_talk_aboutProfil
  • 13.01.2019, 19:31hFrankfurt
  • Antwort auf #32 von daVinci6667
  • @daVinci

    Was heißt "man hat Bedürfnisse" ?

    In einem sehr fortschrittlichen Land wie Schweden ist Prostitution verboten. Es ist kein Menschenrecht,
    mit Personen, die seinen sexuellen Vorstellungen entsprechen (also z.B. 20jährig und gutaussehend, was man selber nicht mehr ist) auch tatsächlich Sex zu haben.

    Stell Dir ein sozialistisches Land vor, in dem alle etwa gleich vermögend sind. Da würde es diese Treffen nicht geben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 AnselmAnonym
  • 13.01.2019, 20:00h
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • WO im Artikel steht etwas von "zum sex treffen" ?
    WO im Artikel steht etwas zum Alter eines potentiellen Täters ?

    Und woraus geht hervor das es unbedingt ein Täter sein muß ?

    Das ist alles Unsinn den Du dir aus dem Begriff "homosexuelles Millieu" zusammenspinnst !
    ---------------------------------------------
    In dem Artikel der Westfalen Post steht:
    «Klaus Neulken: Wir ermitteln in alle Richtungen, aber aus gegebenem Anlass auch in der homosexuellen Szene [voher Milieu]. Alfred S. soll sich mit jungen Männern getroffen haben. Zu Hause, aber auch im Raum Kassel, sagt man in Medebach. Privat sei er nicht viel unter die Leute gegangen.»

    Das deutet schon ziemlich direkt an, dass das Opfer Sex-Kontakte zu jüngeren Männern (Strichern?) gesucht hat. Lies bitte die Artikel bevor du jemandem "Unsinn" vorwirfst.

    Übrigens der Begriff Milieu stammt offenbar vom Staatsanwalt und nicht von der Presse. Welche antiquierten Bilder und Vorurteile wohl da noch in den Köpfen herum spucken?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#36 Dont_Talk_ShitAnonym
#37 daVinci6667
  • 13.01.2019, 20:14h
  • Antwort auf #34 von Dont_talk_about
  • Eine ganz persönliche Frage an Dich und mit der Bitte ganz ehrlich zu sein:

    Kannst Du absolut ausschliessen niemals für Sex zu bezahlen?

    Ich habe noch niemals bezahlt und habe es wirklich auch in Zukunft nicht vor. Doch ich weiss nicht was alles noch kommt. Weisst Du das? Im Gegensatz zu Dir verurteile ich Männer die das tun nicht. Ich stelle mir das nicht toll vor. Es geht dabei um Geld, nur um Geld und eben nicht darum was zwei Menschen aus Zuneigung oder Spass gerne miteinander tun. Deshalb wünsche ich all meinen Freunden niemals für Sex bezahlen zu müssen. Mir würde es dabei mit Sicherheit nicht gut gehen.

    Doch auch wer z.B. mittels einer App ohne finanziellen Interessen jemand findet und trifft geht (vor allem im Alter aber nicht nur!) ein gewisses Risiko ein. Und ganz schnell kann jeder plötzlich per Zufall leider am falschen Ort sein. Da würde dir dann auch nicht deine Moralinsäure (die Du nur schwer kaschieren kannst) weiterhelfen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#38 LotiAnonym
  • 13.01.2019, 20:19h
  • Antwort auf #30 von andre
  • Hallo Andre, was Du schreibst trifft voll zu. Die Antworten hier auf Deinen Beitrag machen es sogar nur noch deutlicher. Auch ich gehöre zu den Ü50 Plus und lebe schon längst nicht mit und in der Schwulen Szene. Warum? Zum einen gehöre ich zu denen die nur mit jüngeren Männern sexuell etwas anfangen können. Zum anderen bin ich Out und nicht mehr in Clubs mit Türsteher erwünscht, falsches Outfit u.s.w. Zu guter letzt läßt meine bescheidene Rente es gar zu mich in der Szene mit Leuten zusammenzutun. Die Angebote für ältere Schwule sind sehr begrenzt und auf Kaffeekränzchen mit Gleichaltrigen finde ich eher anstrengend und wenig zielführend. An mein Leben in Einsamkeit habe ich mich längst gewöhnt und mache aber auch niemanden dafür verantwortlich. Ist meine Entscheidung. Ebenso wenn die Zeit kommt für immer Schluß zu machen. Am schlimmsten ist für mich der Gedanke vielleicht noch in ein Pflegeheim zu landen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#39 daVinci6667
  • 13.01.2019, 20:51h
  • Antwort auf #38 von Loti
  • Hallo Loti

    Mein Mann und ich wünschen uns auch im Alter queer, bunt und nicht einsam zu leben. Egal ob wir dann noch beide leben oder nicht. Einer wird leider vorangehen müssen. Wenn wir mal selbst alte Männer sind umgeben wir uns eben mit eben solchen. Gemeinsam ist immer besser als einsam. Erwarten dass sich jüngere für uns interessieren sollte man nicht.

    queeraltern.ch/
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 Wyndakyr
  • 13.01.2019, 20:58h
  • Vor ein paar Monaten wurde für irgendeine Polizei-Vorabend-Fernsehserie mit dem Wort "Blaulicht-Milieu" geworben. Die Werbeleute da wussten anscheinend, was das Wort für einen Hintergrund hat ... und heben diesen ironisch verwendet.
  • Antworten » | Direktlink »
#41 LotiAnonym
  • 13.01.2019, 22:09h
  • Antwort auf #39 von daVinci6667
  • Es freut mich für Euch beide. Ehrlich. Aber da liegt schon der Hund begraben. Mein Leben war immer Einsam und ohne Anhang. Besonders von der Schwulen Scene habe ich nie irgendwelche Rückendeckung erhalten. Wer nicht der queeren Szene angehört, dem wird nicht geholfen. Schon gar nicht, wenn man einer bestimmten Zielgruppe angehört. Als ehem. schwuler Stricher standen u.stehen für mich die Chancen eben nicht gut. Damals in Toms Bar z.B. hieß es nur: der machts ja nur für Geld. Mit der Schwulenberatung habe ich ganz miese Erfahrungen gemacht, als es mir echt dreckig ging und ich Hilfe benötigt hätte. Ehemalige Freunde ging es genau umgekehrt. Die haben alles in den Hintern geschoben bekommen,warum, weil diese HIV Positiv waren. Heute ödet mich all dieser Vereinskram nur noch an. Ich lebe mein Leben so wie immer, allein. Mein Hausarzt ist die einzige Vertrauensperson die ich noch habe. Wie heißt es so doch: es gibt nichts schlimmeres als alt, arm und schwul zu sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 Dont_talk_aboutProfil
  • 13.01.2019, 22:56hFrankfurt
  • Antwort auf #37 von daVinci6667
  • > Eine ganz persönliche Frage an Dich und mit der
    >
    > Bitte ganz ehrlich zu sein:
    >
    >Kannst Du absolut ausschliessen niemals für Sex
    >
    >zu bezahlen?
    >

    Ich habe noch nie für Sex bezahlt. Ausschließen kann ich es nicht zu 100 % für alle Ewigkeit, halte es aber für sehr unwahrscheinlich, da ich auch recht viel Angst vor Krankheiten habe.

    Ich verurteile niemanden, der das macht !!!
    Ich unterscheide da aber auch nicht ständig zwischen homo/hetero wie der Kollege TheDad.
    Freier ist für mich Freier, egal welches Geschlecht er bevorzugt. Mich stört halt auch dieser Grundtenor der dann suggeriert: das machen nur Klemschwestern, die "offenen Schwulen" brauchen sowas ja nicht. Dabei hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Wer nicht attraktiv ist, muss halt zahlen oder bleibt ganz leer aus. Das war früher so und ist heute genauso.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#43 Taemin
  • 13.01.2019, 23:04h
  • Einige Nutzer erinnern an "Aktenzeichen XY" mit Ede Zimmermann. Auch meine Erinnerung ist gut. Zu diesem Thema gab es immer Filme, in denen das Mordopfer zunächst im Alltag gezeigt wurde. Dann wurde übergeleitet - das Opfer war zu Hause und traf Vorbereitungen zur Wandlung, in der Regel durch Anlegen irgendwie schwuler Kleidung. Aus dem Off erklang die gedämpfte Stimme des Sprechers: "Eine homophile Veranlagung zwingt ihn zu einem Doppelleben..." Dann kam eine Szene in düsterer Kneipe oder auf dem Strich. Und am Ende stand die brutale Ermordung als logische Konsequenz. Wenn ich das als Kind und Jugendlicher hörte und sah, wurde mir immer wieder klar: Ich werde irgendwann auch mal so eine halbseidene Gestalt sein, die tagsüber den bürgerlichen Normalo spielt und abends in machohafter oder tuntiger Kleidung durch schlecht beleuchtete Lokale zieht, um für die Nacht einen Sexpartner aufzureißen, und irgendeiner von denen wird mich dann auf besonders scheußliche Weise töten. Auf junge Schwule wirkte das verheerend. Das war das Homo-Milieu, einschließlich unabwendbarer Höllenstrafe.
  • Antworten » | Direktlink »
#44 Dont_talk_aboutProfil
#45 NiveaNiveauAnonym
#46 Taemin
  • 13.01.2019, 23:49h
  • Antwort auf #44 von Dont_talk_about
  • Natürlich beschreibe ich Vergangenheit. Die Vergangenheit, aus der das Wort "Homosexuellenmilieu" in seiner ganzen negativen Bedeutung stammt. Diese Vergangenheit hat mich mit geprägt. Mit solchen ewigen Herabsetzungen schwuler Männer, ja des Schwulseins an sich bin ich aufgewachsen. Das war gesellschaftliche Realität, allgemeine Ansicht der Bevölkerung. Damit musste jeder junge Schwule leben. Damit musste jeder junge Schwule erst mal fertig werden beim Coming-out und Going-public.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 JadugharProfil
  • 14.01.2019, 01:19hHamburg
  • Wie wäre es, wenn die Presse und andere Medien bei jeden Verbrechen von nun an eine abschätzige Milieu-Angabe macht, außer beim Homosexuellen-Milieu.
    Jedes Verbrechen geschieht von nun an im Heterosexuellen Milieu. Will man das Milieu näher eingrenzen, dann wäre Politikermilieu, Polizistenmilieu, Katholikenmilieu, Evangelenmilieu, Kirchenmilieu, Rotlichtmilieu usw. stets zu erwähnen! Für einige Jahrzehnte angewendet wird man hoffentlich Einsichten gewonnen haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#48 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#49 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#50 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 14.01.2019, 04:50h
  • Antwort auf #6 von Yuil
  • Wörter können töten oder heilen, je nachdem, welche wie benutzt werden. Das Wort "gay", was übrigens nicht nur schwul bedeutet, war negativ besetzt, bis Schwule es für sich positiv ummünzten. Warum nicht auch mit dem Begriff "Homosexuellen-Milieu", wenn man damit als Schwuler Probleme hat?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#51 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 14.01.2019, 04:55h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • Ich verkehre in vielen "Milieus", nicht nur der "Transwelt" oder der "Queer World". Weil ich mehr bin, als nur trans und lesbisch.
    Das, was der Autor des Artikels unglücklich ausgedrückt hat, ist, dass Opfer und Täter sich möglicherweise aus dem homosexuellen Umfeld des Opfers her kannten. Denn bei Mord oder Raubmord gibt es meist eine Beziehung zwischen Opfer und Täter.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#52 KetzerEhemaliges Profil
  • 14.01.2019, 07:27h
  • Antwort auf #50 von Gerlinde24
  • Es hilft nichts, Dich jetzt hier irgendwie herausreden zu wollen. Der Begriff "Milieu" ist und bleibt negativ besetzt; genügend Erklärungen dafür finden sich sowohl im Artikel als auch in den Kommentaren.

    Und es kann auch nicht jeder Begriff so umgemünzt werden, dass er für uns plötzlich positiv erscheint. Wer so blauäugig durch die Welt läuft, dass er_sie meint, wir bräuchten ja nur alles irgendwie umzumünzen, und schon erstrahle unsere Welt im schönsten Rosarot, verkennt schlicht die Realitäten.

    Ein Verkennen der Realitäten allein wäre noch gar nicht mal so schlimm - ein aktives Leugnen jedoch, vor allem aus der Community heraus, ist allerdings absolut kontraproduktiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#53 NeonVivi
  • 14.01.2019, 07:43h
  • Ist es eigentlich so schwer mal einzugestehen, dass ihr euch verrannt habt? Alle?
    Natürlich habt ihr alle recht wenn ihr sagt, dass der Begriff Homosexuellen/Schwulen Milieu eindeutig negativ konnotiert und kaum zielführend ist.
    Gleichzeitig ist der Begriff Milieu in der Soziologie und der Sozialpsychologie so allgegenwärtig wie er nur sein könnte weil damit gesellschaftliche Strukturen beschrieben werden (was früher mal Schichten genannt wurde grob gesagt).
    Als Beispiel:

    www.sinus-institut.de/sinus-loesungen/sinus-milieus-deutschl
    and/


    Also ja, Schwulenmilieu (denn sind wir mal alle ehrlich, Lesben / Bi / Trans haben da eh nie nen Platz gehabt in der Vorstellung der Menschen die den Begriff nutzten) ist ein Mistbegriff. Aber Milieu ist ein Fachbegriff aus der Wissenschaft.
  • Antworten » | Direktlink »
#54 KetzerEhemaliges Profil
#55 niccinicciAnonym
  • 14.01.2019, 08:08h
  • ganz normale beteichnung, genauso gut kann man schwulenszene schreiben. viel lärm um nichts.
  • Antworten » | Direktlink »
#56 LotiAnonym
  • 14.01.2019, 09:48h
  • Antwort auf #49 von Gerlinde24
  • Das Du ausgerechnet den Zille und die Arbeiterklasse hervorhebst ist schon recht bedenklich. Der Maler Zille begab sich sehr gerne ins zwielichtige Berliner Milleu und dort verkehrten unter anderem auch kriminelle Subjekte. Die Arbeiterklasse wurde auch nicht gerade als recht koscher empfunden, da diese sich oftmals ihr Zubrot mit kleinen Nebenerwerbsgeschäften wie Diebstahl und anderen Gelegenheiten verdient hatten. Bis in die späten 80er Jahre hinein waren Ecken i.Berlin- West bes. in Neukölln wie z.B. die Leinestraße verschrien und abwertend als Prollgegend bezeichnet worden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#57 AltoAnonym
  • 14.01.2019, 10:06h
  • Es geht wohl eigentlich um die Stricherszene, aber das wollte der Journalist vermutlich nicht so vulgär ausdrücken. Der Begriff Millieu war vielleicht früher etwas negatives, heute aber nicht mehr und wenn der Autor nicht aus dem schwulen "Lebensbereich" (anderes Wort) kommt oder zu jung ist um die Zeit des §175 zu kennen, ist es auch vertsändlich, dass er den Begriff so verwendet.

    Milieu:

    1. Ambiente, Atmosphäre, Einflussbereich, Klima, Lebensbereich, [Lebens]kreis, soziale Umgebung, soziale Verhältnisse, Sphäre, Szene, Umfeld, Umkreis, Umwelt; (bildungssprachlich) Background

    2. Amüsierviertel, Rotlichtviertel

    www.duden.de/rechtschreibung/Milieu

    Das Ganze ist bei weitem nicht so heiß, wie es jetzt gekocht wird
  • Antworten » | Direktlink »
#58 Taemin
  • 14.01.2019, 11:10h
  • Antwort auf #49 von Gerlinde24
  • Es geht nicht um Zilles Milieu und nicht um irgendein Arbeitermilieu. Es geht um das schwulenfeindliche Schlagwort "Homosexuellenmilieu". Es entsteht durch die Zusammenziehung zweier an sich eher harmloser Wörter, des soziologischen Begriffs "Milieu" und des sexualwissenschaftlichen Begriffs "homosexuell". Das ähnelt der Zusammenziehung der harmlosen Wörter "international", "Finanzen" und "Judentum" zum antisemitischen Kampfbegriff "internationales Finanzjudentum". Dein Beispiel vom Arbeitermilieu entspräche dann etwa einer Formulierung wie "internationaler Finanzmarkt", die ja auch wieder harmlos wäre. Milieu oder Finanzen sind allein für sich ja weder heterosexistisch noch antisemitisch. Homosexuellenmilieu und Finanzjudentum sind es aber.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#59 Homonklin44Profil
  • 14.01.2019, 14:53hTauroa Point
  • Antwort auf #53 von NeonVivi
  • Eigentlich heißt das nichts anderes als (Um)feld oder Wirkungskreis, Umwelt (über lateinisch medius+locus wohl) , aber gerade diese Verknüpfung mit dem weitgefasst potenziell Problematischen und wie das interpretiert wird, gelesen wird, macht das Abwertende dran aus. Da wird ja eine bestimmte Deutung oder ein gewisses Bild damit vermittelt.

    Bei den Soziologen gibt es, wenn ich mich nicht ganz irre, auch den Begriff Sub oder Subgesellschaft, der mehr mit der Schichten-Idee korreliert.
    Obwohl das so ganz auch nicht passt, denn Schwule sind so nicht als Schicht erkennbar.
    Sagt man "schwule Szene", umfasst man damit auch nicht alle, sondern die, welche dort sozialisiert sind und frequentieren.

    Bezüglich des Täters in dem Fall hätte man etwa auch vom Milieu psychisch Kranker/Auffälliger (Akzentuierter) ausgehen können. Das wäre ebenso unpassend und für Einzelne passend rübergekommen.
    Leute, die hin und wieder mal ein Kühles zischen, zum Trinker-Milieu zuzurechnen, käme wahrscheinlich mit ähnlichen Problemen einher.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#60 TheDadProfil
  • 15.01.2019, 23:56hHannover
  • Antwort auf #31 von Dont_talk_about
  • ""3) Schwulenvertreter beschweren sich über die Wortwahl. Im Prinzip haben sie damit ja nicht unrecht, sie wollen halt nicht mit der Stricherszene gleichgesetzt werden.""..

    Exakt..
    Denn auf die Idee das es sich bei einer Kneipen-Szene und einer Stricher-Szene um ZWEI unabhängig voneinander existierenden Szenen handelt, kommen weder die Polizei noch Leute wie Du ?

    Inzwischen hat man es hier dann zusätzlich mit einer "Dating-Szene" zu tun..
    Ist es also so schwer exakt das als Information weiterzugeben, was als Information vorliegt ?

    Wozu das Ganze in ein ERFUNDENES "Millieu" verlegen, welches nach wie vor INEXISTENT ist ?

    Diese unsägliche "Verbindung" die dann unter dem abwertenden Begriff "Homosexuelles Millieu" zusammengefasst wird dient einzig dazu, der Bevölkerung immer noch vorzugaukeln, Schwule Männer würden sich sämtlich in "solchen" Szenen herumtreiben..

    Verallgemeinerungen sind die Grundlage für SÄMTLICHE Vorurteile, und es ist nicht zielführend per Vorurteilen zu fahnden..

    Man kann dem dann auch sehr einfach begegnen :

    Hochsauerlandkreis sagt dann nämlich eigentlich auch ALLES über diese "Fahndungsmethodiken"..

    Man erwartet dann auch nichts, außer plumper Dummheit..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#61 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 00:03hHannover
  • Antwort auf #34 von Dont_talk_about
  • ""Was heißt "man hat Bedürfnisse" ?

    In einem sehr fortschrittlichen Land wie Schweden ist Prostitution verboten. Es ist kein Menschenrecht,
    mit Personen, die seinen sexuellen Vorstellungen entsprechen (also z.B. 20jährig und gutaussehend, was man selber nicht mehr ist) auch tatsächlich Sex zu haben.""..

    Und immer schön weiter provozieren !

    Die Information DATING liegt klar vor..

    Dennoch fällt Dir zu "Bedürfnisse" nur noch Prostitution ein, und kolportierst die Idee, diese sei in Schweden verboten..
    Das ist schlichter Blödsinn..
    Denn nicht die Prostitution ist dort verboten, denn der Begriff bedeutet übersetzt
    "sich für geld anbieten",
    sondern die Leistung per Geld bezahlen, und damit kommen wir zum Verbot :
    Freier sein ist in Schweden verboten..
    Prostituierte nicht..
    Exakt deshalb werden dort auch nur die Freier bestraft..

    Ist aber alles vollkommen egal..
    Denn DATING hat zunächst einmal mit Prostitution rein gar nichts zu tun !

    Bedürfnisse befriedigen übrigens auch nicht..
    Weder mit 20 noch mit 70..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#62 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 00:06hHannover
  • Antwort auf #35 von Anselm
  • ""Das deutet schon ziemlich direkt an, dass das Opfer Sex-Kontakte zu jüngeren Männern (Strichern?) gesucht hat. Lies bitte die Artikel bevor du jemandem "Unsinn" vorwirfst. ""..

    Auch Du subsumierst unter
    "sich mit jüngeren Männer treffen"
    nur noch Deine eigenen Vorurteile, und die sind verengt auf "Stricher" ?

    Kuck an..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#63 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 00:16hHannover
  • Antwort auf #42 von Dont_talk_about
  • ""Mich stört halt auch dieser Grundtenor der dann suggeriert: das machen nur Klemschwestern, die "offenen Schwulen" brauchen sowas ja nicht.""..

    Dazu habe ich mich gar nicht geäußert..
    Wenn Du dir die Mühe machst, oder auch nur zufällig auf Studien dazu triffst, welche Klientel in welchem alter sich überwiegend solcher Sex-Angebote bedienen, dann laß es Dir nicht nehmen sie hier zu verlinken..

    Was den "Grundtenor" angeht..
    Es ist deutlich negativ von "Homosexuellen-Milieu" daherzuschwafeln, und sich einer veralteten und überwiegend abwertenden Sprache zu bedienen..

    Wer sie hier nutzt, und wer sie verteidigt kann man hier lesen..

    ""Wer nicht attraktiv ist, muss halt zahlen oder bleibt ganz leer aus. Das war früher so und ist heute genauso.""..

    Du kolportierst schon wieder Unsinn..
    Denn eine solche Behauptung ist durch NICHTS gedeckt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#64 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 00:19hHannover
  • Antwort auf #49 von Gerlinde24
  • ""Und was ist mit "Zilles Milieu" oder dem "Arbeitermilieu"? Auch alles Kriminelle und anrüchige Subjekte?""..

    Warum müssen wir derlei Unsinn eigentlich jedes Mal erneut diskutieren ?

    Wer "Zilles Millieu" als "anrüchig" beschreibt oder empfindet, hat keine Ahnung davon, worum es dort ging..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#65 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 00:30hHannover
  • Antwort auf #51 von Gerlinde24
  • Der Autor hat gar nichts ausgedrückt..

    ""Das, was der Autor des Artikels unglücklich ausgedrückt hat, ist, dass Opfer und Täter sich möglicherweise aus dem homosexuellen Umfeld des Opfers her kannten.""..

    Wie bereits weiter oben deutlich erklärt haben wir alle nicht nur ein "homosexuelles Umfeld", denn das würde bedeuten sich NUR innerhalb Schwuler Männer ein soziales Umfeld zu basteln..
    Das geht überhaupt nicht..

    Der Begriff fand im Polizeibericht Verwendung, und der Artikel dreht sich darum, ob das 2019 Zeitgemäß ist, und man sich das gefallen lassen soll..

    ""Ich verkehre in vielen "Milieus",""..

    Ich "verkehre" nicht "in Millieus"..

    Ich bewege mich überall selbstverständlich und selbstbewußt..
    Ich führe weder ein "Doppelleben", so wie "Ralph" das aus früheren Tagen sehr anschaulich beschrieben hat, noch müßte ich mich dazu erst noch einmal umständlich umkleiden..

    Ich BIN TEIL der Szene, denn ich bin dort kein "Tourist"..

    Das ist eine Erkenntnis die hier sehr viele offensichtlich immer noch realisieren müssen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#66 PatroklosEhemaliges Profil
#67 TheDadProfil
  • 16.01.2019, 20:44hHannover
  • Antwort auf #66 von Patroklos
  • ""In einem sehr fortschrittlichen Land wie Schweden ist Prostitution verboten""..

    Der Satz stammt nicht von mir, sondern von "Dont_talk_about"..
    Les einfach aufmerksamer..

    Wie in der Antwort darauf nachzulesen ist, ist dies einfach falsch, weil nicht die Prostitution verboten ist, sondern das Freier sein, und man daher nach dem "Verursacher-Prinzip" straft..

    Ich halte das für Unsinn, denn auf diesem Markt, wie auf allen anderen auch, bestimmt nicht nur die Nachfrage das Angebot, sondern setzt auch das Angebot Impulse zur Nachfrage..

    Wozu Du dann noch diese Link anführst, und als Gipfel der Unverschämtheit darauf verweist, das es Staaten gibt die Prostitution mir der Todesstrafe ahnden, wo doch die Todesstrafe für egal welches Delikt zu ächten ist, weil sie gegen die Menschenrechte verstößt, wird dann wohl ein Rätsel bleiben..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »

» zurück zum Artikel