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Tessa Ganserer

Erste trans Abgeordnete fordert weitgehende Reformen

Bayern ist Schlusslicht, wenn es um den Schutz von LGBTI geht. Die erste trans Landtagsabgeordnete will das ändern – und fordert auch auf Bundesebene Reformen.


Tessa Ganserer outete sich erst vor wenigen Monaten als trans (Bild: Markus Ganserer / facebook)

Die erste transidente Abgeordnete in Deutschland, Tessa Ganserer (Grüne), hat eine Reform des Transsexuellengesetzes und einen Landesaktionsplan gegen Homo- und Transphobie gefordert. Es sei überfällig, das mehr als 30 Jahre alte Transsexuellengesetz durch ein Gesetz zur Anerkennung der selbst bestimmten Geschlechtsidentität zu ersetzen, sagte die bayerische Abgeordnete am Montag in München vor Journalisten. "Es sollte zukünftig möglich sein, dass das bei Geburt angegebene Geschlecht auf Antrag einer Person beim Standesamt geändert wird."

Ab der nächsten Landtagssitzung am 22. Januar wird Ganserer, die 2013 und 2017 unter dem männlichen Vornamen Markus ins Landesparlament eingezogen war, als Frau angesprochen werden. Das habe ihr Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) nach einem persönlichen Gespräch zugesagt.

Um den Vornamen und den Geschlechtseintrag offiziell ändern zu lassen, muss Ganserer allerdings zwei psychologische Gutachten vorlegen. Dieses Verfahren sei diskriminierend und ein Eingriff in ihre Persönlichkeit, sagte die Grünenpolitikerin. "Ich mache das nicht zum Spaß – ich habe mir das auch nicht ausgesucht, Frau zu sein." Sie wisse aber für sich, dass sie eine Frau sei, und wolle, dass ihre Geschlechtsidentität im vollen Umfang akzeptiert werde.

Twitter / GrueneLandtagBY

Bayern soll endlich gegen Homo- und Transphobie vorgehen

Außerdem forderte die Politikerin, dass die Landespolitik endlich Homo-, Bi- und Transsexuelle gezielt vor Diskriminierung und Gewalt schützen müsse: "Bayern ist das einzige Bundesland, das keinen solchen Aktionsplan erstellt hat", sagte Ganserer. Trotz aller Fortschritte seien Trans- und Intersexuelle sowie Nonbinäre noch immer von Alltagsdiskriminierung und Beleidigungen betroffen. "Wir brauchen einen Aktionsplan sowie entsprechende staatliche Programme und gezielte Präventionsmaßnahmen, um die Akzeptanz von Trans- und Intersexuellen und allen queeren Menschen zu fördern", betonte die queerpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion.

Die bayerische Staatsregierung hatte 2015 – damals als CSU-Alleinregierung – erklärt, dass es "keine Pläne" und "keine Notwendigkeit" für die Einführung eines derartigen Plans gebe (queer.de berichtete). Bislang scheint sich an dieser Situation nichts zu ändern. Im vor zwei Monaten vorgestellten Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern werden LGBTI nicht einmal erwähnt (queer.de berichtete). (dpa/AFP/dk)



#1 Ith__Ehemaliges Profil
  • 14.01.2019, 15:23h
  • Freut mich natürlich, besonders auch die CSU-Zusage, dass man ihr Geschlecht zu respektieren gedenkt.
    Wobei ich leider sagen muss, dass mir etwas Ähnliches von meiner damaligen Chefin auch zugesagt wurde, aber die praktische Umsetzung lief bei einigen (immergleichen) Kolleg*innen dann leider auf die Behauptung hinaus, sie würden sich bemühen, wovon in der Praxis nie viel zu bemerken war. Und nach außen hin war das Argument im Zweifel trotzdem immer die vermeintliche "rechtliche Grauzone" (die es überhaupt nicht gibt), weswegen ich dort dann schon mit Misgendern und falschem Namen weiterhin leben müsste.
    Ist also schon schön, und gar nicht soo selbstverständlich, dass sie diese Zusage in einem öffentlichen Bereich offenbar bekommen hat.

    Und ich find's auch schön, wenn sie das Ganze zum Anlass nehmen möchte, Druck dahin zu machen, dass die diversen Parteien ihr Versprechen vom Ende des letzten Jahres erfüllen, die beim Beschluss des Gesetzes zur Dritten Option angekündigt haben, sich zumindest ums TSG mal zu kümmern, nachdem man Trans*personen, Agender, Nonbinaries etc. von der Zuordnung als "divers" bewusst und gezielt ausgeschlossen hat.

    Wird aber wohl leider auch ein harter Kampf werden, gerade zur Bundesebene hin betrachtet, und speziell Bayern und CSU sind jetzt auch nicht das ideale Umfeld, um sich dort als alleinige Zielscheibe zu präsentieren.
    Ich drück ihr auf jeden Fall die Daumen und hoffe, sie packt das.
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#2 SarahEhemaliges Profil
  • 14.01.2019, 16:42h
  • Antwort auf #1 von Ith__
  • "...um sich dort als alleinige Zielscheibe zu präsentieren."

    Sie wird nur zur "alleinigen Zielscheibe", wenn sie jetzt nicht unbedingte Unterstützung von euch erfährt. Erfährt Tessa diese Unterstützung von Trans (und allen anderen) nicht, wird genau das geschehen. Das kann eine Einzelperson nicht leisten und dann besteht die Gefahr des Scheiterns.

    "Ich drück ihr auf jeden Fall die Daumen und hoffe, sie packt das."

    Nein, sie "packt das" ganz sicher nicht alleine - ihr Scheitern ist dann beschlossen - und ihr die "Daumen zu drücken" ist sicherlich an Ignoranz, Gleichgültigkeit und vor allem Bequemlichkeit kaum zu überbieten.

    Einzelpersonen können keine gesellschaftlichen Veränderungen bewirken und haben das auch nie vermocht. Gesellschaftliche Veränderungen und - Prozesse werden nur durch Bewegungen(!) erreicht.

    www.queer.de/detail.php?article_id=32704&kommeinzel=5287
    34


    Ihr müsst jetzt alle sichtbar werden und sie außerparlamentarisch breit und öffentlich(!) unterstützen. Bundesweit. Dieser Moment ist (spätestens) jetzt, da es eine erste Trans-Politikerin in Deutschland gibt, gekommen. Einfach nur die "Daumen drücken" wäre unverzeihlich.
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#3 agneta
  • 14.01.2019, 16:44h
  • Ich bin transsexuell und nicht das einzige transsexuelle CSU Mitglied. Googelt mal unter Jane Thomas.
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#4 AltoAnonym
#5 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 14.01.2019, 18:13h
  • Ich erinnere an den Artikel vom 9. November 2018:

    "Der Bezirksvorstand der Grünen Mittelfranken sagte der Zeitung laut einer Vorabveröffentlichung zu einem Portrait in der Samstagsausgabe, er wolle sich nicht zwischen den Geschlechtern entscheiden, sondern als Mann und als Frau leben. Eine Behandlung oder Geschlechtsangleichung komme für ihn daher nicht in Frage."

    Und heute:

    ""Ich mache das nicht zum Spaß ich habe mir das auch nicht ausgesucht, Frau zu sein." Sie wisse aber für sich, dass sie eine Frau sei, und wolle, dass ihre Geschlechtsidentität im vollen Umfang akzeptiert werde."

    Ich kann diese Person aufgrund der ständig widersprüchlichen Aussagen nicht leider ernst nehmen.
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#6 feli491Anonym
  • 14.01.2019, 18:24h
  • Antwort auf #5 von Klaus Leberhartinger
  • Es wäre ganz nett, wenn man mal aufhören würde, Menschen ständig auf ihre Aussagen in der Vergangenheit festzunageln...

    Besonders für trans* Menschen geht es zu Beginn häufig erstmal darum, auszuloten, "wie weit" man gehen wird. Für Frau Ganserer war das wohl zunächst das "zwischen den Geschlechtern", aber mittlerweile ist ihr dann scheinbar bewusst geworden, dass sie damit nicht glücklich wird.

    Menschen entwickeln sich weiter. Was wäre denn los, wenn sich niemand ein anderes Bild machen würde, auf neue Erkenntnisse trifft, und aufgrunddessen eine vorherige Einstellung/ Meinung/ Lebensweise etc. nie ändern würde?
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#7 SarahEhemaliges Profil
#8 Klaus LeberhartingerAnonym
  • 14.01.2019, 18:48h
  • Antwort auf #6 von feli491
  • "Es wäre ganz nett, wenn man mal aufhören würde, Menschen ständig auf ihre Aussagen in der Vergangenheit festzunageln... "

    "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden."
    Konrad Adenauer

    Wenn ich jetzt Ganserers Geschwätz von gestern vergesse, bleibt trotzdem noch das Geschwätz von heute. Wer sagt mir, ob es nicht in ein paar Wochen wieder anderes Geschwätz ist?

    ICH kann Ganserer eben nicht ernst nehmen. Wer es tun möchte oder kann, soll es gerne tun. Ich nicht.
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#9 feli491Anonym
  • 14.01.2019, 18:58h
  • Antwort auf #8 von Klaus Leberhartinger
  • "Wer sagt mir, ob es nicht in ein paar Wochen wieder anderes Geschwätz ist?"

    Es war nie Geschwätz. Es war das, was sie zu dem Zeitpunkt für sich gefühlt hat. Das hat sich mittlerweile geändert, die Gründe dafür gehen nur sie etwas an.

    Oder ist es auch Geschwätz, wenn bei einer Eheschließung jemand sagt "in guten und in schlechten Zeiten", es aber irgendwann trotzdem zur Scheidung kommt?
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#10 Ith__Ehemaliges Profil
  • 14.01.2019, 21:05h
  • Antwort auf #7 von Sarah
  • Sorry, Sarah, ich bin Individualist. So etwas wie die unbedingte und uneingeschränkte Solidarität, die du mit der Formulierung "müssen" forderst, wird's mit mir nicht geben. Und vermisst habe ich die bei der ursprünglichen Formulierung des Coming Outs (Transgender, aber keine Sorge, an Beruf und Alltag wird sich nichts ändern) übrigens meinerseits - und schön Schelte dafür kassiert, an diesem Statement das Fehlen eines Hinweises kritisiert zu haben, dass Transgender sich im Gegensatz zu Nonbinaries für gewöhnlich einem Geschlecht zuordnen, dem entsprechend sie auch in Alltag und Beruf behandelt werden wollen.

    Ich bin überhaupt kein Fan von diesem Gruppen- und Gruppenzwangdenken, das du da offenbar möchtest, und zwar aus mehreren Gründen.

    Zunächst mal für mich selbst gesprochen: Weil ich halt nicht seit ein paar Wochen damit lebe, trans* zu sein, und out damit, sondern inzwischen ein paar Jahre, inklusive entsprechender Rückschläge. Im Stich gelassen wurde ich von Cis-Personen dabei ziemlich durchgängig, und auch von Trans*-Leuten habe ich mich oft nur eingeschränkt unterstützt gefühlt. Von dem Klientel beispielsweise, das mich erst als "echt trans" akzeptieren möchte, wenn ich denn auch "alles durchziehe".
    Meine Überlebensstrategie beruht darauf, dass ich mir meine Kämpfe aussuchen kann und meinen Ressourcen entsprechend aussuche. Anders funktioniert das nicht. Verlassen kann ich mich im Zweifelsfalle nur auf mich selbst, zumindest, wenn es um den trans*-Kram geht. Das ist eine Voraussetzung, unter der ich niemandem uneingeschränkt Unterstützung zusagen kann. Ich kann mich nicht bereiterklären, mich nach den Auseinandersetzungen richten zu müssen, die jemand anders aussucht. Schlicht und ergreifend, weil ich haushalten muss, mit meiner Zeit und meinen Nerven. Anders ist so ein Leben nicht zu ertragen.
    Hab übrigens Evidenz dafür, dass die Einstellung wohl nicht falsch ist. Ein Dreivierteljahr, nachdem ich angefangen habe, das konsequent durchzuziehen, waren meine vorher chronischen Selbstmordgedanken weg. Wenn der Preis dafür sein muss, dass einige Leute mich als narzisstisches A-Loch einstufen, dann ist das eben so. Irgendwo muss man Prioritäten setzen.

    Dann wäre da noch dieses Statement, sich nicht zwischen er und sie entscheiden zu wollen. Das vielleicht ehrlicher war als das jetzt. Vielleicht aber auch vorauseilender Gehorsam vor der befürchteten und gar nicht unrealistischen Einschätzung, sich mit einer Forderung nach Anerkennung auch in Öffentlichkeit und Beruf mehr Feinde als Freunde zu machen. Kann ich nicht beurteilen. Dass beim Artikel darüber so überhaupt nicht erwähnt wurde, dass Transgender sein normalerweise mehr umfasst als "privat hin und wieder mal anders kleiden", fand ich unabhängig von der Frage nach dieser Ehrlichkeit allerdings weder solidarisch mit meiner Situation noch überhaupt sehr positiv.
    Den Anspruch, meinerseits automatisch solidarisch sein zu müssen, weil die eine Person ein Politiker sei und es ohnehin schwer habe, während ich als Privatperson mich jetzt gefälligst über die mangelnde Berücksichtigung meines Kampfs um Akzeptanz auch im Alltag mal nicht zu beschweren hätte, habe ich da bereits erlebt. Ja, ich erkenne an, dass für eine öffentliche Person viel dazugehört, sich zu outen. Es bleibt ja auch die Frage offen, von wessen Seite das von mir kritisierte ausging, denn letztlich ist es bei einem Artikel die Presse, die entscheidet, was genau gedruckt wird. Dass da irgendwer solidarisch hinter mir gestanden hätte, den Eindruck hatte ich zumindest nicht. Und wenn das eines aufgezeigt hat, dann wohl, dass Solidarität nur soweit reichen kann, wie bei Zielen und Wünschen Gemeinsamkeiten bestehen.

    Ich stimme einigen der Leute hier nicht zu, dass man seine geschlechtliche Einordnung nicht überdenken dürfe - was die verschiedenen Machtgefälle in Kultur, Subkultur, Gesamtgesellschaft anrichten, wenn man denen derart ausgesetzt ist wie auf der Bühne der Politik, kann selbst ich mir nur schwer vorstellen. Eine Cis-Person, die die Widerstände, mit denen man es zu tun bekommt, so überhaupt nicht kennt, hat diesbezüglich schlichtweg nicht mitzureden - was da an Ängsten und Scham aufkommt, lässt sich selbst mit einem schwulen Coming Out nur schwer vergleichen. Wer hier Vorwürfe erhebt, möge also nochmal gründlich drüber nachdenken, worüber wir hier eigentlich reden, und über was für ein Spannungsfeld, angesichts einer stetig hetzenden AfD im Bundestag.
    Selbst wenn's an solchem Druck von außen nicht liegt, sondern am inneren Bedürfnis - soweit es denn ernst gemeint ist, mag ein Mensch meinetwegen die Identifikation mit einem Geschlecht am Tage fünfmal ändern. Man möge mir das klar kommunzieren, um mir eine Chance zu geben, damit umzugehen, und gut. Ich bin da verhältnismäßig recht weit draußen, gemessen an den durchschnittlichen Vorstellungen und Erwartungen unserer Gesellschaft. Bloß klare Kommunikation, die erwarte ich. Und selbst darüber lässt sich im Zweifelsfalle reden, um Lösungen zu finden, die dem Individuum gerecht werden. Ich finde, es steht nicht mir zu, da einem anderen Menschen etwas an- oder zuzusprechen.
    Nur, muss man realistisch sagen, ist das leider ein Maß an Differenzierung, das über die Akzeptanzbereitschaft der breiten Masse vorerst hinausgeht.

    Das Dilemma, das sich dadurch ergibt, ist eines, das ich niemandem wünsche: Nonbinary zu sein ist in gewisser Hinsicht schwieriger als 100% "echt trans*" (mit Wunsch nach sämtlichen Maßnahmen, seien sie medizinisch oder rechtlich). Sich aber als trans* zum Nonbinary zu erklären, und darauf basierend auf den Kampf um Anerkennung zu verzichten, ist im gesamtgesellschaftlichen Machtgefälle, nach außen hin, einfacher und ggf. eine hübsche Ausrede, um sich die Erfahrung von Ablehnung zu ersparen.

    Das sind alles Faktoren, von denen ich behaupten würde, dass ich sie einigermaßen verstehe, weil ich viele von denen aus der Praxis, eigener und bei anderen erlebter, kenne. Wessen ich mir aber auch bewusst bin: Dass allein das Outing im Trans*-Bereich für sich genommen schon ein politisches Statement ist. Das bringt naturgemäß Veränderungen mit sich, die ziemlich tief reichen können. Jemanden, der mit Sichtbarkeit auf diesem gar nicht einfachen Weg erst anfängt, mag ich für meinen Teil die Last, damit etwas bewirken zu müssen, und zwar möglichst erfolgreich, nicht aufladen. Das ist hier immer noch so eine Art Demokratie. An einer Person hängen Entscheidungen nicht, nicht einmal an einer Partei, wenn's hochkommt. Man tut sich keinen Gefallen damit, sich verantwortlich dafür zu fühlen, wenn die Mauern, die eine diskriminierende Mehrheit aufstellt, zu hoch sind.

    Ich finde es schön, wenn Leute es wagen, out zu sein, zu sich zu stehen, sich sichtbar zu machen, und damit hoffentlich möglichst heil davonkommen. Wenn das zum Anlass wird, etwas bewirken zu wollen - sehr gerne. Aber gerade weil Ersteres für sich genommen schon schwierig genug ist, sehe ich da niemanden in der Pflicht, weitergehend irgendetwas zu leisten.

    Frau Ganserer nicht in der, nun unbedingt bitte auch Fortschritte für all die weniger sichtbaren Trans*Leute erreichen zu müssen. Und Leute wie mich, die schon ein paar Jahre mit dem Out-Sein leben, wenn auch weniger öffentlichkeitswirksam, nicht darin, sich deswegen jetzt noch um irgendetwas oder irgendwen anders kümmern zu müssen.

    Ich wünsche Menschen in jedem Beruf und aus jeder Situation, sich ohne Angst outen zu können, ohne Angst als der*die leben zu können, der*die sie sind. Insofern, wenn's da mal Kampagnen o.ä. geben sollte, bei denen es hilft, wenn ich mich mit einsetze, und ich die Energie gerade habe - gern doch. Ebenso werde ich mir aber vorbehalten, als Demokrat zu widersprechen, falls auf der Agenda dann Vorstellungen von Gesetzen landen sollten, die am Ende wieder irgendein Klientel bevorzugt bedienen, um andere unter den Tisch fallen zu lassen. Und das sind all so Feinheiten, die sich mit unbedingter Solidarität nicht vereinbaren lassen.

    Im übrigen wünsche ich Leuten gerade für die Anfangsphase die Zeit und die Ruhe, wirklich auf sich selbst zu hören, und in den neuen Alltag möglichst komplikationslos hineinzufinden, denn Veränderungen werden sich da ohnehin genug ergeben.
    Erstmal ankommen. Was dann draus wird, wird sich noch früh genug zeigen.
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