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Philippinen

Duterte: Katholische Bischöfe sind "Hurensöhne" und "schwul"

In einer wütenden Tirade gegen die katholische Kirche vermischt der philippinische Staatschef erneut Homosexualität und Kindesmissbrauch.


Präsident Rodrigo Duterte irritiert wie sein amerikanischer Amtskollege immer wieder mit abstrusen Aussagen

  • 15. Januar 2019, 12:48h 13 2 Min.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat vergangene Woche bei einer Grundsteinlegung für eine Schule in der Millionenstadt Bulacan den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche kritisiert und erklärt, dass die meisten Bischöfe schwul seien. Nach Angaben von "Newsweek" sprach der Rechtspopulist zunächst über einen Priester, der zehn Jahre lang minderjährige Jungen missbraucht hatte. Danach wiederholte er seine mehrfach getätigte Äußerung, dass die "meisten Priester schwul sind", und ging dann auf die Führungsetage der Kirche los: "Nur ich kann es sagen: Bischöfe sind Hurensöhne, verdammt nochmal. Es ist wahr, die meisten von ihnen sind schwul", so der 73-Jährige. "Sie sollten damit in die Öffentlichkeit treten, den Zölibat beenden und ihnen sollte erlaubt werden, einen Freund zu haben."

Bereits bei einer Rede im Jahr 2017 hatte Duterte Homosexualität in die Nähe von Pädophilie gerückt. Damals fragte er einen Menschenrechtler, der den Präsidenten kritisiert hatte: "Sind Sie schwul oder ein Pädophiler?" (queer.de berichtete).

In seiner neuen Tirade verwahrte sich Duterte auch gegen Behauptungen, er sei Atheist. Er verwies darauf, dass er in der Vergangenheit in Richtung katholische Kirche lediglich gesagt habe: "Euer Gott ist doof, mein Gott hat gesunden Menschenverstand."

Duterte: Bischöfe sollten getötet werden

Staatschef Duterte, der oft als philippinischer Trump bezeichnet wird, ist in den letzten Jahren immer wieder wegen seines "Krieges gegen die Drogen" kritisiert worden, auch von katholischen Bischöfen. Seit seiner Wahl im Mai 2016 hat die Polizei im Rahmen dieser Offensive zwischen 5.000 und 12.000 Menschen getötet. Menschenrechtler sprechen davon, dass viele von ihnen ohne Gerichtsverfahren hingerichtet worden seien, was Duterte dementiert. Aus Wut über die Kritik aus der katholischen Kirche hatte Duterte bereits letzten Monat erklärt, dass die meisten Bischöfe "nutzlose Narren" seien, die "getötet" werden sollten.

Der Hass Dutertes gegen die Kirche beruht offenbar auf traumatischen Erfahrungen: 2016 hatte der Politiker offenbart, dass er als Kind von einem Priester missbraucht worden sei.

Bei LGBTI-Rechten legte der Staatschef einen Zickzackkurs hin. Mehrfach änderte er seine Meinung über die Ehe für alle. Anfang 2017 sagte er, dass er die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht ablehne, "weil wir Katholiken sind" (queer.de berichtete). Im Dezember 2017 war er dann wieder für die Ehe-Öffnung, zog diese Zusage aber im Juli 2018 zurück. Derzeit werden gleichgeschlechtliche Beziehungen in dem 100-Millionen-Einwohner-Land nicht rechtlich anerkannt. (dk)

-w-

#1 Taemin
  • 15.01.2019, 15:43h
  • Ja, es gibt Typen,die noch schlimmer sind als Trump, Erdogan, Bolsonaro und Putin zusammen.
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#2 MethusalemAnonym
  • 15.01.2019, 17:05h
  • Dutarte Jahrgang 1943, Trump 1946, Putin 1952, Merkel und Erdogan 1954 ... Immer diese ewiggestrigen Rentner*innen in führenden öffentlichen Ämtern. Gerontokratie führt offenbar zu nix Gutem.
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#3 dellbronx51069Anonym
  • 15.01.2019, 17:31h
  • Der ganze globale Rechts populismus ist nur
    erklärbar wenn man diese Erscheinung als das definiert was es ist , eine geistige Störung. Er sollte mit entsprechendem Schlüssel in die Liste der WHO aufgenommen werden.
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