Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=32751
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Duterte: Katholische Bischöfe sind "Hurensöhne" und "schwul"


#10 stromboliProfil
  • 16.01.2019, 18:07hberlin
  • Antwort auf #6 von Miguel53de
  • interessant, wie unser mehrzweck tinnitus paulus-petrus40-49 und alle sonstigen apostel vor sich hertragender , vormaliges mitglied einer homopolitischen astagruppe, mitglied im lsvd und selbsternannter durchblicker kirchlicher vernebelungsaktivitäten, vergisst auf den artikel inhaltlich einzugehen.
    Dabei würde ihm , wenn denn protestierend, vorgehalten werden, dass gerade er selbst in beiträgen hier auf queer. de, diese unsägliche vermischung von homosexualität & pädosexualität im stile des dämlichen duterte abgesondert hat.

    Diese auch hier von anderen einzelnen vorgetragene unfähigkeit inhaltliche unterscheidung zu machen , führt zu den nunmehr von den gegensätzlichsten richtungen kommenden angriffen auf uns schwule.
    Der phillipinische gnom hats mit kirche & homos, die kirchen mit den homos als verursacher ihrer missbräuche, und wir stehen hier mit dem rücken an zwei wänden, ohne eine sprachlich-inhaltlioche zäsur zu ziehen.

    Wir setzen uns nicht wirklich mit den im missbrauch enthaltenen abhängigkeitsstrukturen auseinander, was auch die grundsätzliche frage nach hierachischen verhältnissen über familie und durch die familien "geborgte" verfügungsgewalt über kinder&heranwachsende stellt.
    Stellen so aber auch das institut "familie" insgesamt auf den prüfstand ob seiner mitverantwortung um den missbruach abhängiger mitmenschen.

    Wieso überlassen eltern einen nicht unwesentlichen teil ( ethik, gerechtigkeitssinn, selbstbestimmung...) ihrer erziehungsaufgaben einer organisation, die von sich selbst den anspruch stellt der bedingungslose gefolgschaft abfordert, so es um die heren ( "heiligen") werte ihrer religionsgemeinschaften geht.
    Eine dieser fundamentalen forderungen ist "gehorsam".
    Gehorsam gegenüber den regeln, aber vor allem gehorsam gegenüber denen , die die regeln aufstellen und überwachen.

    Wie wir aus jeder gruppendynamik wissen, braucht "disziplin" körperliche nähe.
    Hier nun setzt der allgemeine, alltägliche missbrauch an: Die elterlich-"väterliche-mütterliche" ersatzfigur in person eines priesters-lehrkörpers, zwingt kindern & heranwachsenden ungefiltert deren "edukation" auf.
    Mal mit strenge , mal mit "streicheleinheiten" vergeben.
    Der sexuelle übergriff erfolgt immer zu dem zeitpunkt, wo der erwachsene die schwäche oder "disponibilität" des ihm "anvertrauten glaubt erkennen und manipulieren zu können.

    Ich denke , dies ist in der pädosexuellen form ein geschlechterübergreifender vorgang.
    Also nicht gebunden an homosexualität/ hetero/bisexualität als orientierung.
    Selbst wenn also gleichgeschlechtliche handlung ( mann - knabe/ frau-mädchen ) vorliegt, es eben doch keine, im wisenschaftlichen sinne homosexuelle handlung ist.
    Besonders im pädosexuellen ( vor-pubertäres stadium!) ist deshalb hier auf alter und entwicklung zu achten.
    Pädosexuelles verlangen eben doch nicht gleich hetero/homo/bisexuelles/intersexuelles ist, sondern eine eigenständige triebstruktur darstellt.
    Wissenschaftlich belegt und in den therapieansätzten zur triebeinschränkung auch umgesetzt.

    Was aber ist mit dem ebophilen_päderasten?
    Jenen, die den/die 14- 18 jährigen beiderlei geschlechts begehren?
    ( hier noch mal hervorgerufen: es gibt auch im hetero wie im bisexuellen dieses "zeitfenster", ist also ein generelles problem aller uns heute bekannten sexualformen , incl. z.b. die der intersexualität.. )

    Da wo pubertät voll die entscheidungsfähigkeiten darübe, mit wem man sexuell etwas erfahren möchte einschränken und irritation hinterlässt, da wo bedürfniss -geilheit vorhanden und wo erwachsener dieses in seinem sinne missbrauchen kann, da steht eine andere diskussion darüber an, was missbrauch und ausnutzung von "gelegenheiten" von einander unterscheiden.

    Wo auch das täter-opfer konstrukt zu hinterfragen ist .
    Nehmen wir z.b. den fall Kevin Spacey:
    Der eine auslösende fall ist eine party erwachsener , wo ein 14. jähriger heute sich als schwul outender wohl angebaggert wurde, nach eigenen aussagen nicht missbraucht.. nun nach einem jahrzehnt entdeckt , in seiner persönlichkeitsentwicklung gestört worden zu sein.
    Man muss hierbei unterscheiden, was einem homosexuell tendierenden ( mit allen implikationen die diese phase in pubertät und vor coming out mit sich bringt...!) unterscheidet von einem hetero-pubertierenden, dem eine gleichgeschlechtliche anmache übergrifflichkeit tatsächlich tiewfgreifende verunsicherung und bleibende traumatas bereiten.
    Besonders dann, wenn erziehung eben genau dieses "andere" an möglichkeit bereits mit hölle und ewiger verdammnis bleibender identätsunsicherheiten belegt.

    Sicher darf man auch fragen, was 14 jähriger auf einer solchen party sucht ohne begleitperson. Gleichzeitig kann man spacey vorwerfen, seine finger nicht bei sich lassen zu können.
    Wenigstens hat er sich an das NEIN gehalten.
    Womöglich aber auch hier ein abhängigkeitsproblem vorhanden, weil der 14 jährige sich vom arrivierten superstar spacey protektion für seine kinderstarkarriere versprach.
    In diesem falle wäre es ein missbrauch auf beidersetiger basis.

    Aber nun kommt hinzu: amerikanische verhältnisse.. in brd wäre das nicht mal ein justiziabler fall bei der altersgrenze. Allenfalls ein moralisches verdikt.
    Ist ein/e 14 jährige/r nun so wenig selbstbestimmt, dass ihm die gesuchte vorteilsnahme wirklich nicht bewusst ist.

    Ich erinner dabei auch an den fall Polanski.. Ähnliche konstellation, mit einer betroffenen weiblichen person, die längst ihre eigenverantwortung anmahnt und das zuständige gericht zur einstellung der strafverfolgung auffordert.
    Das übergriffige darf nicht in frage gestellt sein, aber es muss auch in dem hetze ermöglichenden diskurs eine moralisch wie justiziablen gegenpart bekommen.

    Zurück nun zu den übergriffigen pfaffen und schwestern in den kirchlichen einrichtungen:
    Hier wie in der aussenwelt liegt der vorwurf der manipulation sexueller bedürfnisse unbestritten vor.
    Wo aber beginnt nun beim heranwachsenden der missbrauch.
    Immer da, wo es gegen den ausdrücklichen willen des/der bedrängten person geht!
    Vor allem aber ist genau dies spannungsfeld zu untersuchen, wo erwachsene das sexuelle erwachen des heranwachsenden manipulieren oder in ihre bedürfniswelt einbauen.

    Ist also päderastie-ebophilie "krankhaft" , weil über techniken verfügend und eben auch anwendend, die der/die andere ( heranwachsend) noch nicht kennt...
    Das in einer welt voller sexueller informationen und dauernden anspielungen...?

    Schon im meiner generation war das wissen über sex zwar nur rudimentär, aber ab dem 10-12 lebensjahr teil der neugierde bis hin zu tätiger praxis...
    Zwar konnte ich keine namen dafür finden, was mich tagtäglich beschäftigte wenn ich mit den andern jungs spielte- sport betrieb etc.
    Das schielen unter der dusche nach dem schwimmen und handball.. alles gedanklich noch präsent.
    Und natürlich auch der blick hin zum erwachsenen... dessen körper ( der sich von meinem ja unterschied ...) und natürlich auch das hinlinsen nach dessen geschlechtsteil.

    Für den heranwachsenden homo ein gedanklicher tanz auf dem hochseil.
    Einerseits die verinnerlichten verbote die sexualität an sich verbieten. Andererseits vorhandener hormonbestimmter trieb, der einlösung verlangt.
    Mit den gleichaltrigen das selbe ungewisse erlebend. Besonders dann , wenn der onaniepartner eben doch an mädchen denkt, während man selbst an ihn denkt...
    Abhilfe für mich war der erwachsene mann.

    Für meine generation ein desaster, stand da doch gleich §175 , gefängnis, bürgerlicher ruin an.
    In dieser befangenheit aber konnte weder der heranwachsende noch der erwachsene ein menschlich normales verhältnis zu seiner sexualität und seinem umgang mit partnern entwickeln!
    Die aber prägt wiederum die form des umganges miteinander.
    Die rechtlich wie moralische unsicherheit wird kompensiert durch "autorität" und eben manipulativem verhaltensmustern.

    Dies nun übertragen auf eine vorverurteilende gesellschaft und einem religiösem gesellschaftssystem, welches system im system ist ( staat im staat!) , mit eigenen regeln und "gesetzen", erklärt das dilemma homo/hetero/bisexueller/intersexueller personen im dienste dieser instutitionen, im umgang auf gegenseitigkeit ( "gleiche augenhöhe"-sprich gleichheit mittels dialog herzustellen..) mit heranwachsenden.

    Geschichtlich gesehen ändern sich die moralischen vorgaben.
    Was vor 40-50 jahren undenkbar, ist heute teils selbstverständlichkeit im täglichen umgang.

    Wir ständig angegriffenen und auf den begriff homosexuell übergriffigkeit reduzierten, müssen den begriff erweitern durch die hinzuziehung aller sexuell aktiver bevölkerungsgruppen!

    Es macht so den heteronormativ orientierten schwer ja unmöglich , so die eigene teilhabe an dem problem manipulation-übergriff & missbrauch, einzigst und allein an uns schwulen männern fest zu machen.

    Wir müssen aber auch die diskussion darüber erweitern, was missbrauch ist, und wo selbstbestimmte suche nach sexueller erfahrungen, ein eigenständiger diskurs zugestanden werden muss.
    Tun wir dies nicht, bleiben wir ewig in dieser endlosschleife der einseitigen unterstellungen hängen.

    Wir müssen aber auch weg von der "kinderficker" nummer , die wir gerne gebrauchen, um unseren frust unsere berechtigte wut gegenüber den uns anklagenden sekten abzulassen.
    Wir kolportieren damit genau jene begrifflichkeit, die uns reziprok unterstellt wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »

» zurück zum Artikel