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- 11. August 2005 2 Min.
Düsseldorf Der Bann eines Handbuches für Lehrer zum Thema Homosexualität sorgt in NRW weiterhin für Parteienstreit. Zu den Äußerungen der FDP erklärte Sigrid Beer, Mitglied des Landtags und bildungspolitische Sprecherin der Grünen: "Die fachlichen Null-Leistungen des Ministeriums überbietet nun die FDP mit ihren unqualifizierten Rechtfertigungsversuchen. Offensichtlich ist Aufklärung nicht nur an den nordrhein-westfälischen Schulen notwendig, sondern auch bei der FDP." Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion in NRW, Ingrid Pieper-von Heiden, hatte zuvor erklärt, es gebe in den Schulen in NRW wichtigerers, "als lesbisch und schwul sein in besonderer Weise zu propagieren", eine Äußerung, die sie später zurücknahm. Darauf regierte Dirk Jehle, Sprecher der NRW-Schwusos, in einer Pressemitteilung. "Nach diesem richtigen Schritt bitten wir Sie, auch den nächsten folgen zu lassen: Fordern Sie Ihren Koalitionspartner (CDU-Fraktion) und deren Minister auf, die Internetseiten wieder frei schalten zu lassen und das Handbuch dem Lehrpersonal ab sofort im vollen Umfang zur Verfügung zu stellen", so Jehle. "Sollten Sie oder Ihre Fraktion diesen weiteren Schritt nicht einleiten können oder wollen, fordern wir Sie auf, Ihre Presseerklärung ebenfalls zurück zu ziehen und von weiteren abzusehen." Der schwule FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch begrüßte indessen die Klarstellung der FDP-Sprecherin. Es komme jetzt darauf an, "in einen Dialog mit dem CDU-geführten Schulministerium zu treten, mit welchen Mitteln das Ziel der gleichberechtigten Darstellung von Homosexualität im Unterricht am besten zu erreichen ist", so Kauch. "Hier werde ich mich auch persönlich einbringen." (nb)
akt. um 16.45h (Kauch-Stellungnahme)









