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Kommentare zu:
Trotz Homo-Verfolgung: Bundesregierung erklärt Maghreb-Staaten für "sicher"


#31 stromboliProfil
  • 20.01.2019, 16:19hberlin
  • Antwort auf #28 von Lars
  • "Kann und soll sich das bei den Maghrebstaaten wiederholen? Ich glaube, die Voraussetzungen sind etwas anders."
    Wir betrachten doch eh den maghreb als unser einflussgebiet , mit allen militärischen und wirtschaftlichen konsequenzen..
    Dann seien wir doch auch so ehrlich, und holen die in die eu!
    Die eurovisionsgedudelei macht es uns ja vor.. siehe israel.
    Und die vielfältigen kulturuellen geschichtlichen berührungen, sollten wir ruhig als bereicherung begreifen, statt im kolonialen gestus von oben herab deren lage "analysieren zu wollen!
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#32 LarsAnonym
  • 20.01.2019, 16:22h
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • "Welchen Grund genau gibt es dafür so heftig über Asylrecht zu diskutieren, und sämtliche Argumente gegen Asyl mit Stereotypen über Emigration anzufüllen ?"

    Ich bin weder gegen Asyl noch gegen Emigration, bin aber pessimistisch, dass die Probleme queerer Menschen in den Herkunftsländern allein dadurch gelöst werden.
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#33 TheDadProfil
  • 20.01.2019, 19:59hHannover
  • Antwort auf #32 von Lars
  • ""Ich bin weder gegen Asyl noch gegen Emigration, bin aber pessimistisch, dass die Probleme queerer Menschen in den Herkunftsländern allein dadurch gelöst werden.""..

    Der Satz sagt anderes aus :

    ""Wo sind queere Menschen de facto relativ sicher? Wo sind sie es nicht? Gibt es gerade eine Veränderung in diesen Gesellschaften und wohin führt sie?""..

    Antworten in der Reihenfolge der Fragen :
    Hier bei uns..
    Dort..
    Nein, und das verhindern wir auch aktiv..

    Subtext der Fragen :
    Was muß man tun um die Menschen vor Ort zu lassen ?
    Subtext der Antwort :
    "wir wollen sie hier nicht"..

    Das wird dann komplettiert durch :
    ""Letztlich muss sich die gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Situation vor Ort verbessern und das ist eine sehr langwierige Aufgabe, die hauptsächlich von den Gesellschaften selbst getragen und bewältigt werden kann.""..

    Mal abgesehen davon, das die Sozialen und wirtschaftlichen Situationen nicht zu trennen sind, und sie zusammen die gesellschaftliche Situation bilden, ist damit verbunden das man die Veränderung dieser Gesellschaften einer langen Frist überantwortet die REALE Gefahr im Raum, Menschen vorsätzlich und freiwillig dem zu opfern, wenn man gleichzeitig eine solche unsinnige Entscheidung wie die Einstufung zu "sicheren herkunftsländern" trifft..

    Doch die Veränderung "örtlicher Verhältnisse" ist nicht Aufgabe singulärer Staaten wie der BRD, das ist Aufgabe einer EU, besser noch einer UN..
    Damit verbunden können sich aber singuläre Länder wie die BRD nicht aus der Verantwortung ziehen indem sie Staaten zu "sicher" erklären, die es nach wie vor gar nicht sind..
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#34 LarsAnonym
#35 TheDadProfil
  • 20.01.2019, 22:27hHannover
  • Antwort auf #34 von Lars
  • ""Na ja, das artet mal wieder in einen Monolog aus,""..

    Es wird nur dann zu einem Monolog, wenn auch weiterhin einfach negiert wird, was Sätze aussagen, und man sich auch weiterhin nicht damit beschäftigen will welche Konsequenzen aus solchen Plänen resultieren können..
    Ein einfaches Eingeständnis des
    "da habe ich nicht alles durchdacht"
    könnte dazu führen Pläne zu entwickeln, die nicht schon an der ersten Ecke scheitern..

    Daran mitzugestalten bist Du ja nicht bereit, denn wie zu lesen war erwartest Du hier lieber "Insider-Infos" von Menschen die diese Gesellschaften aus einer Innenansicht heraus kennen, um dich hernach hinzusetzen und zu denken
    "wie recht ich doch hatte"..

    Das hilft nur niemandem..

    Zumal das unterschiedliche Komplexe sind, denn die Gesellschaften vor Ort zu beeinflussen, auf welche Weise auch immer, hat mit der Einschätzung als "sicherer herkunftsstaat" ja gar nichts zu tun, denn die Politiker hier die das entschieden haben, arbeiten nicht daran die Gesellschaften vor Ort zu verändern, die arbeiten daran europäische Staaten vor Zuwanderung abzuschotten..

    Doch selbst wenn man die Gesellschaften vor Ort veränderte, und niemand mehr wegen Verfolgung fliehen müßte, ist dies nicht automatisch gleichbedeutend damit, das keine Wanderungsbewegungen mehr stattfänden, und keine Menschen mehr versuchen würden in europäischen Ländern zu siedeln..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#36 alter schwedeAnonym
  • 21.01.2019, 10:20h
  • Pressemitteilung der Bundesregierung: Der Olympiastützpunkt Thüringen gibt bekannt, daß auch in diesem Jahr wieder, die ab Pflegestufe II vorgeschriebenen Adventure-Ausflüge für gehbehinderte Senioren im Olypiastandort Oberhof stattfinden.
    Die Rennrodel-Eisbahn ist von 10 15 Uhr für die Jahgänge 1945 1950 zu Fuß begeh- und berutschbar. Für die Jahrgänge 1935 1945 finden während der Begehung von 15 bis 16 Uhr zusätzlich Bob und Sekeleton Rennabfahrten auf der Strecke statt.
    Die Sicherheitsleitstelle Oberhof teilt im Einvernehmen mit der Sicherheitskoordinierungsstelle der Bundesregierung dazu mit, daß die Begehung der Bahn mit entsprechend ausgestattetem Schuhwerk (Sicherheitsprofil, Chromoium Spikes) problemlos auch ohne Stöcke oder andere Bewegungshilfen gefahrlos und sicher zu bewältigen ist. Stockbegehung nur auf Antrag, da die empfindliche Eisschicht der Bahn zerstört werden könnte.

    Geschmacklos? Nöö. Nur das selbe wie die sicheren Maghreb-Staaten.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 GronkelAnonym
  • 21.01.2019, 12:42h
  • Antwort auf #11 von Ralph
  • "Welche Maßstäbe sollen wir sonst anlegen als unsere eigenen? Wenn wir ernsthaft sagen, dass die Menschenrechte nicht universal gelten, sondern geographie-, kultur- und religionsabhängig seien, dann geben wir sie auf. Dass genau diese Position eine breite Mehrheit im Bundestag besitzt, lässt für die Zukunft nichts Gutes ahnen."

    Menschenrechte gelten universell, es ist nur nicht möglichen sie jedem Menschen zu garantieren. Zum einen weil viele Regierungen diese nicht beachten, zum anderen aber auch weil viele Menschengruppen diese nicht beachten und auch nicht beachten wollen.
    Jetzt stellst du die Frage warum wir unsere Maßstäbe an Menschenrecht nicht grundsätzlich überall anlegen. Mit anderen Worten, warum dieser Maßstab nicht von allen in Anspruch genommen werden kann. An diesem Punkt muss man bedenken, dass in den Menschenrechten nicht definiert ist wem gegenüber die Menschenrechte durchgesetzt werden können.
    Zum Beispiel das Menschenrecht auf Bildung. Hat jemand aus Asien, sagen wir Brunei, das Recht das gleiche Bildungsniveau wie ein örtliches Gymnasium zu erlangen? Und was ist, wenn es vor Ort partout nicht geht? Es gäbe dort keine entsprechende Bildungsmöglichkeit. Kann die Person dann sagen, es wurde gegen mein Menschenrecht verstoßen, ich reise in ein anderes Land und kann gegenüber der dortigen Bevölkerung mein Menschenrecht geltend machen, um eine entsprechende Bildung zu erhalten?
    Ich denke es wurde wohlweislich nicht definiert, wem gegenüber ein Menschenrecht in Anspruch genommen werden kann, da man dann wiederum ein anderes Menschenrecht einschränken würde. In letzter Konsequenz kann sich ein Menschen uneingeschränkt auf das Menschenrecht berufen, aber nicht uneingeschränkt gegenüber jeden anderen Menschen in Anspruch nehmen. In Deutschland ist die Beschränkung der Grundrechte auf Bürger und Bewohner von Deutschland.

    www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-politik/16436/grund-un
    d-menschenrechte


    Mir fällt auch keine andere Lösung ein, ohne wiederum massiv gegen Menschenrechte zu verstoßen.
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#38 LarsAnonym
  • 21.01.2019, 16:43h
  • Antwort auf #37 von Gronkel
  • "Mir fällt auch keine andere Lösung ein, ohne wiederum massiv gegen Menschenrechte zu verstoßen."

    Das Prinzip, nachdem Menschenrechte in einer globalisierten Welt durchgesetzt werden können, beruht auf multilateralen Einigungen.

    Das bedeutet, dass Alleingänge zwar moralisch richtige Signale setzen und ein Umdenken in Gang bringen können, aber global gesehen nur bedingt etwas bringen. Es braucht dazu schon eine größere Menge von Staaten, z.B. die EU oder UNO-Beschlüsse.
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#39 Bellaterra1Anonym
  • 21.01.2019, 20:36h
  • Wieso diese ganze Aufregung hier im Forum? Die Asylanträge queerer Flüchtlinge aus den betreffenden Staaten werden auch weiterhin individuell und gründlich geprüft. Das sind die paar Prozent, die hier überhaupt realistische Chancen auf einen Schutzstatus haben.
    Die anderen 95% der Einwanderer aus diesen Staaten haben in der Regel keinen hinreichenden Schutzgrund, und deshalb werden ihre Anträge auch regelmäßig abgelehnt. Die Einstufung als sichere Herkunftsstaaten ermöglicht es, für diese Gruppe die Verfahren zu beschleunigen. Das ist doch völlig in Ordnung und sinnvoll.
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#40 HansAnonym
  • 21.01.2019, 20:55h
  • Antwort auf #39 von Bellaterra1
  • Wird ein Staat als "sicher" eingestuft, ist es deutlich schwerer einen Schutzstatus zu erhalten. Es wird eben nicht mehr gründlich geprüft, sondern angenommen, Menschen aus "sicheren" Herkunftsstaaten müssen keine Menschenrechtsverletzungen fürchten. Die Verfahren werden dadurch aber nicht unbedingt kürzer. Kürzer würden sie, wenn beim Bamf ausreichend Personal eingestellt würde. Das Argument mit der Verfahrensdauer ist nur vorgeschoben.
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