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Erinnerung an "Rosa Winkel"

Stuttgarter Landtag erinnert an homosexuelle NS-Opfer

Die jährliche Gedenkstunde des baden-württembergischen Parlaments an die Opfer des Nationalsozialismus ist am 25. Januar erstmals Menschen gewidmet, die wegen ihrer Sexualität verfolgt wurden.


Titel des Einladungs-Flyers des Landtags zu der Gedenkveranstaltung

Wie der Bundestag und weitere Landesparlamente erinnert der Landtag von Baden-Württemberg jährlich mit einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. Der Gedenktag rund um den Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager in Auschwitz am 27. Januar 1945 steht in Mainz in diesem Jahr unter einem besonderen Schwerpunkt: Erstmals ist die Veranstaltung Menschen gewidmet, die wegen ihrer gleichgeschlechtlichen Liebe und Sexualität ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Die von mehreren Musikstücken begleitete Gedenkstunde am 25. Januar (ab 11 Uhr im Plenarsaal) wird durch eine Begrüßung und Gedenkrede von der Parlamentspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) eröffnet. Auf ein Grußwort von Joachim Stein, Vorstandsmitglied des Stuttgarter LSBTTIQ-Zentrums Weissenburg e.V., folgt ein Fachvortrag von Professor Dr. Wolfram Pyta vom Historischen Institut der Universität Stuttgart. Sein Thema: "Rosa Winkel und Weiße Rose – Freiheitsstreben in der NS-Diktatur".

Nach der Gedenkstunde (Einladungsflyer als PDF), bei der es auch eine "Performance mit Drag-Queens und Drag-Kings" geben soll, ist ein Austausch der Parlamentarier und Gäste mit Vertreterinnen und Vertretern der Opferorganisationen geplant. Dann sollen einen Mittagsimbiss und Führungen in der neu eröffneten Gedenkstätte "Hotel Silber" folgen.

Führungen in Gedenkstätte


Flyer zu den Veranstaltungen des Museums

Im erst im Dezember eröffneten Museum Hotel Silber an der Dorotheenstraße, einem ehemaligen Sitz von Polizei und Gestapo, finden am 27. Januar zudem öffentliche Veranstaltungen statt. So ist um 15 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung zu staatlicher Verfolgung mit Ausstellungskurator Friedemann Rincke und Mitarbeiter Ralf Bogen geplant.

Um 16 Uhr folgt eine Führung durch die Sonderausstellung "Und trotzdem… – Lesben im Nationalsozialismus" durch Janka Kluge (VVN-BdA Ba-Wü). Die Führungen stehen allen Interessierten offen (Treffpunkt: Besucherinformation, Kosten: 4 Euro). Zu der Sonderausstellung findet bereits am 23. Januar in der Gedenkstätte eine Vernissage statt.

Das Gedenken des Geschichtsorts am 27. Januar rundet um 17.30 Uhr die Performance "Wider das Vergessen" im Foyer ab, Schülerinnen und Schüler der Altenburgschule haben gemeinsam mit einem Theaterpädagogen und dem Theaterhaus Stuttgart ein eigenes Stück entwickelt. Weitere Infos zu allen Veranstaltungen bietet die Weissenburg-Webseite.

Gedenken in weiteren Städten

Während der Bundestag weiter über eine Petition an sein Präsidium berät, die jährliche Gedenkstunde auch einmal homosexuellen Verfolgten zu widmen, wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in mehreren Städten mit Kundgebungen begangen. So wird in Berlin am 27. Januar um 12 Uhr ein Stilles Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen abgehalten, am den ihnen gewidmeten Mahnmal im Tiergarten.

Auch in Köln gibt es ab 17 Uhr eine Gedenkstunde am entsprechenden Mahnmal am Rheinufer mit Gedenkreden und musikalischer Begleitung. In Lübeck wird bereits am 23. Januar ab 18 Uhr am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eine Gedenkstunde abgehalten – am Jahrestag einer Razzia 1937, bei der rund 230 Männer in der Stadt verhaftet wurden. (nb)



#1 pflanzenerdeAnonym
  • 18.01.2019, 14:24h
  • Also irgendwie war ich bei "Gedenkversanstalung mit 'Performance mit Drag-Queens und Drag-Kings'" raus ...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Ralph
#3 stromboliProfil
  • 18.01.2019, 16:49hberlin
  • "Also irgendwie war ich bei "Gedenkversanstalung mit 'Performance mit Drag-Queens und Drag-Kings'" raus ...
    Darüber bin ich auch gestolpert."
    ???

    Nun ja, DQ & DK nannte sich in jenen tagen anders und wurde unter "transvestikünstler sogar als berufsbild geführt.
    Verfolgt aber wurden sie doch wenn sexuelles mit hineinspielte.

    Vielleicht müssen wir anfangen die zeitbedingten begrifflichkeiten der jeweils neuen sprache, durch einfügendes miteinander vergleichen, auch heutigen generationen verständlich machen.

    Dann hätte auch eine einbeziehung der damaligen transmenschen unter berücksichtigung der damals angewendeten sprache, hier und heute deutlich werden können.
    Man muss es nur erklären wollen.
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