Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32785

Parteitag in München

CSU will für Lesben und Schwule attraktiver werden

Der neue CSU-Chef Markus Söder will seine Partei breiter aufstellen: "Wir sind offen für jede neue Familienform." Im Wahlkampf hatten die Christsozialen homosexuelle Paare noch diffamiert.


Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wurde am Samstag in München zum neuen CSU-Vorsitzenden gewählt (Bild: Staatskanzlei)

Der neue CSU-Vorsitzende Markus Söder will seine Partei wieder breiter aufstellen. "Wir sind Modernisierer und Bewahrer in einem", sagte Söder am Samstag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Das Konservative, das Liberale und das Soziale sollten sich wieder gleichberechtigt in der Parteiarbeit wiederfinden. Mit einem Ergebnis von 87,4 Prozent erhielt der bayerische Ministerpräsident allerdings bei seiner Wahl zum Nachfolger von Horst Seehofer einen Dämpfer.

Söder sagte, er wolle die CSU zu einer "Schutzmacht" der Menschen gegen globale Herausforderungen machen. Im Bayerischen Fernsehen zeigte sich Söder auch in familienpolitischen Fragen offen für einen liberaleren Kurs. Auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften zum Familienleitbild der CSU gehörten, sagte er: "Wir sind offen für jede neue Familienform." Die CSU schließe niemanden aus. "Wir sagen: Verantwortung für Kinder ist das, was Familie stark macht."

Kehrtwende nach homophobem Wahlkampf

Im jüngsten Landtagswahlkampf hatte die CSU noch offen mit Homophobie geworben: In einer Werbebroschüre wurden gleichgeschlechtliche Paare beispielsweise indirekt als nicht normal dargestellt. Sich für diese Paare politisch einzusetzen, wurde als Schwächung von heterosexuellen Familien eingeordnet. Außerdem setzten sich die Christsozialen gegen LGBTI-Aufklärungsarbeit an Schulen ein – und diffamierten entsprechende Pläne der Opposition mit dem AfD-Kampfbegriff "Frühsexualisierung" (queer.de berichtete).

In dem Anfang November unterzeichneten Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern werden sexuelle und geschlechtliche Minderheiten nicht erwähnt (queer.de berichtete). In den vergangenen Jahren hatten LGBTI-Aktivisten immer wieder mehr Engagement von der bayerischen Staatsregierung gefordert, etwa die Einführung eines Aktionsplans gegen Homo- und Transphobie – sie verwiesen dabei auf entsprechende Initiativen in anderen Bundesländern. 2015 hatte die damalige CSU-Alleinregierung allerdings erklärt, dass es "keine Pläne" und "keine Notwendigkeit" für die Einführung eines derartigen Plans gebe (queer.de berichtete). Im Frühjahr letzten Jahres lehnte die CSU auch einen Queer-Beauftragten ab (queer.de berichtete).

Monatelang hatte die bayerische Staatsregierung zudem damit kokettiert, gegen die vom Bundestag beschlossene Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen. Erst nach Einholung zweier Rechtsgutachten, die einer Klage keine Chance gaben, wurden die Pläne im März 2018 zu den Akten gelegt (queer.de berichtete). (cw/AFP)



#1 Andy2Anonym
  • 20.01.2019, 13:55h
  • Mit AKK will die Union attraktiver für LGBT+ werden? Ach ja.

    Dann sollte AKK sich erst einmal für ihre zutiefst verletzenden Aussagen entschuldigen.

    Dann können wir meiner Meinung nach reden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Katrina_ReichertProfil
  • 20.01.2019, 14:29hDüsseldorf
  • "CSU will für Lesben und Schwule attraktiver werden"?

    Geht ganz einfach: löst Euch auf.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FredinbkkProfil
  • 20.01.2019, 14:35hBangkok
  • Na ,wenn das so ist,werden wir ja beim naechsten Muenchner CSD einen oberkoerperfreien Markus Soeder Regenbogenfaehnchen schwingend als Schirmherr auf den ersten Track erleben duerfen.
    Und der homophoben RKK....ups
    AKK sollte es heissen.....
    wird er dann wohl auch noch
    LGBT usw freundlich... ans Bein pinkeln..

    Warten wir es ab,.....man soll ja nicht die Glocken vorm Sanktus laeuten...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Sven100Anonym
  • 20.01.2019, 15:02h
  • Es ist keine Lösung, wenn man Schwulen oder Lesben, die in einem CSU-Umfeld aufgewachsen sind, empfiehlt , Grüne oder Linke zu wählen. Dort würden sie nicht glücklich. Die Emanzipationsarbeit innerhalb der CSU mag schwierig sein, aber wenn dann erste kleine Schritte wie jetzt zu verzeichnen sind, signalisiert dies den Schwulen und Lesben, dass er sich lohnt, wenn sie sich in ihrem konservativen Umfeld engagieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FinnAnonym
  • 20.01.2019, 15:11h
  • Dann soll die CSU sich als erstes mal dafür einsetzen, dass in Art. 3 GG endlich auch die sexuelle Identität und die sexuelle Orientierung aufgenommen werden.

    Denn es ist ja wohl das mindeste, dass LGBTI nicht mehr länger schon per Grundgesetz Menschen zweiter Klasse sind.

    So lange in Art. 3 GG explizit Gleichheitsmerkmale genannt werden, ist es diskriminierend, die Merkmale sexuelle Identität und sexuelle Orientierung nicht zu nennen.

    Jede Partei, die es ernst meint, muss Art. 3 GG reformieren. Das ist die Grundlage für alles andere. Wer das nicht angeht oder verhindert oder auch nur verzögert, meint es offenbar nicht wirklich ernst und betreibt nur Wählerfang.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Homonklin44Profil
  • 20.01.2019, 15:29hTauroa Point
  • konservativ modernisieren... warum nur klingt das so wenig kompatibel? Vielleicht das Moderne konservieren. Anstatt mit dem Atlatl geht man mit der Flinte jagen, jetzt auch in Bayern. Strategischer Bauernfang.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AndreasKAProfil
  • 20.01.2019, 16:11hKarlsruhe
  • "An den Taten sollt ihr sie erkennen" ... das ist mal ein Bibelspruch, der universell angewendet werden kann und aufgrund seiner Quelle der C-SU sicher als Leitspruch genehm sein sollte.

    Bis dahin sind es Worte. Nichts mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 goddamn liberalAnonym
  • 20.01.2019, 16:37h
  • Antwort auf #4 von Sven100
  • "Es ist keine Lösung, wenn man Schwulen oder Lesben, die in einem CSU-Umfeld aufgewachsen sind, empfiehlt , Grüne oder Linke zu wählen. Dort würden sie nicht glücklich."

    Eine ulkige Einstellung.

    Politische Lager und Wahlverhalten sind keine Erbhöfe, die über die Generation weitervererbt werden.

    Viele Kinder wählen seit jeher anders als ihre Eltern und sind glücklich dabei.

    Das nennt man Demokratie.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDadProfil
  • 20.01.2019, 17:11hHannover
  • Antwort auf #4 von Sven100
  • ""Es ist keine Lösung, wenn man Schwulen oder Lesben, die in einem CSU-Umfeld aufgewachsen sind, empfiehlt , Grüne oder Linke zu wählen.""..

    Allen Unkenrufen zum Trotz ist Bayern immer noch nicht Eigentum der CSU, und damit ist etwas, was man als "CSU-Umfeld" beschreiben will, in der Form die Du hier denken willst, schlichtweg inexistent..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Dont_talk_aboutProfil
  • 20.01.2019, 17:51hFrankfurt
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Vielleicht gibt es ja auch viele Lesben und Schwule, die die Mehrheitsmeinung auf queer.de einfach nicht teilen oder denen andere Politikfelder einfach sehr viel wichtiger sind (unabhängig in welchem politischen Umfeld sie aufgewachsen sind). Das Problem ist nur, dass das dann von Leuten wie Dir einfach nicht akzeptiert wird. Nach dem Motto, ein Besserverdiener, der nicht FDP wählt, darf nicht existieren, weil er ja gegen seine eigenen Interessen wählt.
  • Antworten » | Direktlink »