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Queens stehen im Mittelpunkt

Oscar-Nominierungen für "The Favourite" und "Bohemian Rhapsody"

Bei den Oscars stehen LGBTI-Themen erneut hoch im Kurs: Der Historienfilm "The Favourite" und die Filmbiografie "Bohemian Rhapsody" erhielten zehn bzw. fünf Nominierungen.


Rami Malek hat für seine Darstellung von Freddie Mercury Chancen auf seinen ersten Oscar (Bild: 20th Century Fox)

  • 22. Januar 2019, 15:35h, noch kein Kommentar

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) in Los Angeles die Nominierungen für die 91. Oscarpreisverleihung bekannt gegeben. Am meisten Nominierungen erhielt neben dem mexikanischen Netflix-Filmdrama "Roma", das in Schwarz-Weiß gedreht wurde, die britisch-irisch-amerikanische Koproduktion "The Favourite – Intrigen und Irrsinn" über die lesbische Königin Anne Stuart (1665-1714). Beide Filme brachten es auf je zehn Nominierungen.

"The Favourite" ist als bester Film nominiert, außerdem erhielt Olivia Colman eine Nominierung für ihre Darstellung von Queen Anne. Nominierungen als beste Nebendarstellerinnen gingen außerdem an Emma Stone und Rachel Weisz. Außerdem hat der Film Chancen auf den Oscar für die beste Regie, das beste Original-Drehbuch, die beste Kamera, die besten Kostüme, den besten Schnitt und das beste Szenenbild.


Die oscarnominierte Olivia Colman (re.) spielt die lesbische Regentin Anne Stuart, Ellen Page ihre Zofe und Geliebte Abigail (Bild: Fox)

Das Drama "Bohemian Rhapsody" über die Rockband Queen konnte es auf fünf Nominierungen bringen, darunter die für den besten Film. Eine Nominierung erhielt auch Hauptdarsteller Rami Malek für seine Darstellung des 1991 verstorbenen bisexuellen Kultsängers Freddi Mercury. Der Film war bereits als bestes Drama und Malek als bester Schauspieler bei den Golden Globes ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Weitere Nominierungen erhielt die britisch-amerikanische Koproduktion für den besten Schnitt, den besten Ton und den besten Tonschnitt.

Gleich zwei Chancen auf einen Oscar hat Lady Gaga: Die 32-Jährige erhielt für ihre Rolle in "A Star is Born" eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Außerdem ist "Shallow" als bester Song nominiert. Das Lied, das sie in "A Star is Born" gemeinsam mit Bradley Cooper singt, hat sie gemeinsam mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt geschrieben. Insgesamt wurde der Film für acht Oscars nominiert.

Außerdem nominiert wurde der 44-Jährige Mahershala Ali, der in "Green Book" den heimlich schwulen Jazz-Pianisten Don Shirley spielt. Ali war bereits 2017 als bester Nebendarsteller für "Moonlight" ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). "Green Book" erhielt insgesamt fünf Nominierungen.

Drei Nominierungen gingen an die "Can You Ever Forgive Me?", eine amerikanische Filmbiografie über die lesbische Schriftstellerin Lee Israel. Eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt Melissa McCarthy, die Israel darstellt. Außerdem können sich Richard E. Grant als bester Nebendarsteller sowie die Autoren Nicole Holofcener and Jeff Whitty Hoffnungen auf einen Academy Award machen.

Wer die Preise gewinnt, entscheidet sich am 25. Februar in einer live im Fernsehen übertragenen Gala-Show. In Deutschland überträgt Pro Sieben die Veranstaltung live.

Keine Nominierung konnte das hoch gehandelte Homo-"Heiler"-Drama "Der verlorene Sohn" mit Nicole Kidman und Russell Crowe einheimsen. Aus deutscher Sicht interessant: Florian Henckel von Donnersmarcks "Werk ohne Autor" konnte zwei Nominierungen einheimsen: als bester fremdsprachiger Film und für die beste Kamera. (dk)

Direktlink | Die Verkündung der Nominierungen