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Nürnberg

Empörung über Schmiererei auf Gedenkstele für homosexuelle NS-Opfer

In der ehemaligen "Stadt der Reichsparteitage" ist ein Denkmal beschmiert worden, das an Opfer der Homo-Verfolgung während des Nationalsozialismus erinnert.


LGBTI-Aktivisten machen Homophobie für die Schmiererei an der Stele für NS-Opfer verantwortlich (Bild: Bündnis gegen Trans- und Homophobie)

Unbekannte haben die Info- und Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus und des Paragrafen 175 am Nürnberger Sterntor mit roter Farbe beschmiert. Der Vorfall ereignete sich laut "Bayerischem Rundfunk" offenbar am Wochenende. Die Stele des Nürnberger Künstlers Christof Popp war 2013 errichtet worden. Sie war bereits 2017 einmal beschädigt worden – damals wurde laut dem Lokalmagazin "Gaycon" die Glasplatte zerstört.

Das Nürnberger Bündnis gegen Trans- und Homophobie erklärte am Dienstag, man werte diese Schmiererei "als Schädigung des Andenkens an die Opfer und auch als Ausdruck von Homophobie". Daher werde man Strafanzeige erstatten und hoffe, dass die Stadtverwaltung dies auch tun werde.

Die Aktivisten wiesen darauf hin, dass "die Ablehnung homosexueller Identität oder explizite Homophobie immer noch sehr weit verbreitet" sei. "Wir befürchten, dass die Sachbeschädigung vor diesem Hintergrund geschah und wollen mit der Anzeige verdeutlichen, dass wir das nicht dulden."

Wiederholt Berliner Gedenkstätten beschädigt

In den letzten Jahren ist es immer wieder zu Beschädigungen von Gedenkstätten für Homosexuelle gekommen, insbesondere in Berlin. Im vergangenen Oktober kratzten Unbekannte etwa die Augen von Anita Augspurg (1857-1943) und Karl Heinrich Ulrichs (1868-1935) auf Gedenktafeln am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer aus – diese Tafeln sollen an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern (queer.de berichtete).

Kurz zuvor war außerdem die 2008 errichtete Berliner Gedenkstätte für von den Nazis verfolgte Homosexuelle beschädigt worden. Unbekannte brannten in die Steinplatte vor dem Sichtfenster des Mahnmals den Schriftzug "HIV" ein (queer.de berichtete). Das Mahnmal war bereits mehrfach beschädigt worden, zuletzt im Dezember (queer.de berichtete). Bislang konnte noch nie ein Täter ermittelt werden. (dk)



#1 PhotographAnonym
  • 23.01.2019, 20:05h
  • Allerdings muss man auch in Erwägung ziehen, dass es einfach irgendwelche Jugendlichen oder andere Chaoten waren, da das Anarchie-Symbol für Rechts- und Religionsextremisten eher untypisch ist.
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#2 queergayProfil
  • 24.01.2019, 23:18hNürnberg
  • Eine ständige Kamera-Überwachung wäre an dieser Stelle von Anfang an sinnvoll gewesen.
    Im Hauptbahnhof Nürnberg und drum herum ist die elektronische Überwachungstechnik dagegen schon auffallend stark aufgerüstet vertreten. Dort und an der Gedenkstele machte man früher Jagd auf homosexuelle Männer, die dann zu NS-Opfern wurden.
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#3 LotiAnonym