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Neuer Job

Peter Illmann moderiert künftig bei WDR 4

Der ehemalige "Formel 1"-Moderator wird künftig mindestens einmal im Monat am Freitagabend das Wochenende einläuten.


Peter Illmann will sein Knowhow über die Musik der Siebziger- und Achtzigerjahre bei "Ab ins Wochenende" einbringen (Bild: WDR)

Jeden Freitag startet der Oldies-Radiosender WDR 4 ab 18 Uhr mit Partymusik der Siebziger- und Achtzigerjahre ins Wochenende. Das bisherige Moderationsduo der vierstündigen Sendung "Ab ins Wochenende" um Martina Emmerich und "ARD-Morgenmagazin"-Moderator Peter Grossmann, das die Sendung abwechselnd präsentiert, bekommt Verstärkung: Ab sofort gehört auch der offen schwule Radio- und Fernsehmoderator Peter Illmann zum Team – er wird seine erste Sendung bereits am 25. Januar präsentieren.

Der 59-jährige ist in Dortmund geboren, deshalb ist der neue Job für ihn auch etwas Besonderes: "Der WDR hat meine Kindheit und Jugend begleitet, daher freue ich mich besonders, wieder in meiner 'alten Heimat' und bei WDR 4 wieder im Radio zu moderieren", so Illmann.

"Peter Illmann hat die Achtzigerjahre in Deutschland als Musikjournalist geprägt wie kaum ein zweiter. Und in den 70ern kennt er sich nicht weniger gut aus", sagt Ulf Pohlmeier, stellvertretender Programmchef bei WDR 4. Da bei "Ab ins Wochenende" genau diese Musik gespielt werde, passe Illmann "als authentische Radiopersönlichkeit perfekt".

Als Moderator der ARD-Sendung "Formel Eins" war Illmann einem Millionenpublikum bekannt worden. Im Fernsehen moderierte er auch "P. I. T. – Peter-Illmann-Treff" sowie die Musiksendung "Peter's Pop-Show". Später war er hauptsächlich für den Bayerischen Rundfunk sowie verschiedene andere Radio- und Fernsehsender tätig. Bei WDR 4 war er bereits häufiger als Studiogast und Co-Moderator zu hören.


Eine Autogrammkarte aus den Achtzigerjahren

Coming-out vor gut sechs Jahren

Illmann hatte sich erst im Dezember 2012 als schwul geoutet. Als wichtigsten Grund, warum er seine Homosexualität so lange verheimlicht hatte, nannte Illmann gegenüber der "Bild am Sonntag" Rücksicht auf seinen Vater, der ein Jahr zuvor gestorben war (queer.de berichtete). (ots/dk)



#1 Sven100Anonym
  • 25.01.2019, 13:24h
  • "Als wichtigsten Grund, warum er seine Homosexualität so lange verheimlicht hatte, nannte Illmann gegenüber der "Bild am Sonntag" Rücksicht auf seinen Vater"

    Wie lange muss ein erwachsener Mann (Mitte 50)
    eigentlich Rücksicht auf seine Eltern nehmen?
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#2 Ralph
  • 25.01.2019, 13:26h
  • Auch so ein Spätzünder. Ist die Karriere erst mal vorbei, outet sich's leicht. In den 80ern wäre es wichtig gewesen, als die Rechten AIDS als Vehilkel benutzten, um wieder gegen Schwule vorzugehen, den Mund aufzumachen. Es wäre auch wichtig gewesen damals,weil er beliebter Moderator einer Sendung mit jugendlicher Zielgruppe war. Möge er nicht seinen Vater vorschieben, auf den er angeblich Rücksicht nehmen wollte, diese Ausrede macht es nur schlimmer, denn damit behauptet er heute noch, Schwulsein sei so schlimm, dass man es den eigenen Eltern nicht zumuten dürfe.
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#3 NiemalsAnonym
  • 25.01.2019, 13:47h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Eltern denen ich das nicht zumuten könnte hätten halt auch kein Recht mehr auf mich als Sohn.
    Wenn man allerdings nicht mal wagt es auszuprobieren, sprich seine Eltern damit zu konfrontieren und dann die Reaktion bereit ist zu ertragen, dann trifft einen der Vorwurf der Feigheit zu Recht.
    Vielleicht hätte ihn sein Vater überrascht.
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#4 Andy2Anonym
  • 25.01.2019, 14:05h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Das muss nun wirklich jeder selbst wissen, wann und ob er sich outet.

    "Don't judge a man till you've been standing in his shoes."

    Nicht, dass es wichtig wäre, aber sein Coming out hatte ich gar nicht mitbekommen. Illmann fand ich immer sehr sympathisch und habe ihn als Moderator gemocht. WDR4 höre ich außerdem gern :-)
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#5 IstOKAnonym
  • 25.01.2019, 21:10h
  • Wer kann schon urteilen, was in seinem Leben war? Die Kritik hier in den Kommentaren finde ich nicht respektvoll.
    Er ist mit seinen Shows in einer Zeit bekannt geworden, in der es noch kein AGG gab, in der Homosexualität noch als Krankheit eingestuft- und mit AIDS in Verbindung gebracht wurde.
    Wer weiß schon wie sein Arbeitgeber reagiert hätte?
    So einfach wie heute war es damals nicht.

    Herzlichen Glückwunsch zum Outing und ein gutes Leben an Herr Illmann.
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#6 Ralph
  • 26.01.2019, 11:30h
  • Antwort auf #5 von IstOK
  • Er hat sein Versteckspiel ausdrücklich und ausschließlich mit Rücksicht auf seinen Vater begründet, nicht mit Angst um die Karriere oder allgemeinen gesellschaftlichen Vorurteilen. Ich selbst bin wenig jünger als er und habe in der selben Zeit gelebt. Als er sich versteckte, machte ich mein Schwulsein in der Familie, am Arbeitsplatz und in meinem sonstigen Umfeld bekannt. Für meinen Vater war das erst mal ein Tiefschlag. Er hat es trotzdem verkraftet und findet es heute (mit über 80 Jahren) in Ordnung. Tut mir leid, aber für jemanden, der seine sexuelle Orientierung für so schlimm hält, dass er sie den eigenen Eltern ncht zumuten mag, hab ich nichts übrig. Das auch noch öffentlich zu sagen, wie er es getan hat, ist ein Schlag ins Gesicht aller Schwulen, die in jungen Jahren mehr Rückgrat hatten als er - und auch ein Schlag ins Gesicht von Eltern, die zu ihren schwulen Söhnen stehen.
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#7 Andy2Anonym
  • 26.01.2019, 13:29h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Du kannst aber nicht deine Werte und Erfahrungen anderen Menschen überstülpen wollen. Außerdem finde ich es schade, wenn man Menschen vorschnell verurteilt aufgrund ein paar Aussagen, die du im Netz liest. Du kennst nicht die genauen Umstände, kennst nicht seinen Vater, weißt nicht, wie sich ein Mensch fühlt und was ihm widerfahren ist.

    Ich finde ganz klar, jeder Mensch muss selbst entscheiden, wann er sich outet. Niemand ist der Gesellschaft, der Community oder dir etwas schuldig.
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#8 AhmadAnonym
#9 IstOKAnonym
  • 26.01.2019, 22:30h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Das ist das, was im Artikel steht und was er offensichtlich öffentlich äußerte.
    Ob das auch der wahre private Grund war, das weiß nur er sonst niemand.

    Hast du denn gelesen, dass er bei SWR4 beginnt zu arbeiten? Das müsste dir eigentlich Rückschlüsse geben.
    Meinst du, dass er diesen Job bekommt, wenn er die absolute Wahrheit äußert und erzählt, was er alles auf sich nehmen musste, um überhaupt so eine Karriere in dieser damaligen Zeit zu haben?

    Vielleicht war es wegen seinem Vater - da du sein Vater gar nicht kennst und auch sonst keiner hier, kann man gar nicht einschätzen, ob das nun richtig oder nicht richtig von Herr Illmann war. Was wissen wir denn, in welchem Verhältnis er zu seinem Vater stand?
    Welchen Job hatte er, wen kannte er, welchen Einfluss hatte er?
    Weißt du das?
    Eben.
    Das war seine Entscheidung, und als Schwuler wird er schon gewusst haben, weshalb er das so machte.

    Es gibt außer den toleranten Eltern auch noch einige, die ganz und gar nicht tolerant sind.
    Ich hörte schon einige Male von Homosexuellen, dass deren Eltern kein Verständnis für die Homosexualität ihres Kindes haben.

    Ich hatte Glück mit meinen Eltern. Aber die Eltern kann man sich vor der Geburt nicht aussuchen.
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#10 TheDadProfil
  • 26.01.2019, 23:30hHannover
  • Antwort auf #7 von Andy2
  • ""Du kannst aber nicht deine Werte und Erfahrungen anderen Menschen überstülpen wollen.""..

    Hat "Ralph" auch nicht getan..
    Sondern sie gegenübergestellt..
    Und gesagt :
    "Kuck mal, es geht auch anders"..

    ""Ich finde ganz klar, jeder Mensch muss selbst entscheiden, wann er sich outet. Niemand ist der Gesellschaft, der Community oder dir etwas schuldig.""..

    Ich finde es immer wieder witzig wie versucht wird das ComingOut als etwas "besonderes" darzustellen, zu dem sich jeder Schwule Junge erst einmal gründlich überlegen müßte, ob er es tut oder läßt..

    Was missachtet das jeder Hetero Junge exakt das gleiche tut, indem er mit der 1.Freundin dann auch einfach mal ungefragt die Eltern "überrascht", und im Freundeskreis damit "herumprotzt"..

    Es gibt in der persönlichen Handlung dann keine Unterschiede..
    Die gibt es nur in der Wahrnehmung durch die Umgebung..

    Schwules ComingOut dann auch irgendwann mal als etwas selbstverständliches wahrzunehmen ist eine Frage der MASSE dieser ComingOuts, und an dieser Masse hapert es bis Heute massiv..
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