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Politisches Comeback

Michael Kauch zieht es nach Straßburg

Der Ex-Bundestagsabgeordnete und Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) will für das Europaparlament kandidieren. Er wolle dort "für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte streiten".


Michael Kauch 2012 bei einer Rede im Deutschen Bundestag (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)
  • 26. Januar 2019, 12:39h 10 2 Min.

Der FDP-Politiker Michael Kauch hat am Samstag auf Facebook angekündigt, sich für einen aussichtsreichen Platz auf der Liste seiner Partei für die Europawahl zu bewerben. Die Liberalen treffen sich am Sonntag in Berlin zu ihrem Europaparteitag, wählen ihre Kandidaten und beschließen ihr Wahlprogramm.

"Ich möchte ein Europa der Freiheit, ein Europa, in dem jeder leben kann, wie er möchte", sagte der 51-Jährige in einem Bewerbungsvideo. "Ich möchte ein Europa der Werte, in dem wir für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte streiten." Sein Interesse an einem Sitz im EU-Parlament hatte Kauch erstmals im November 2016 angemeldet (queer.de berichtete).

Anders als bei der Bundestagswahl stellen die Parteien bei der Europawahl bundesweite Listen auf. Bei der letzten Wahl im Mai 2014 konnte die FDP nur drei der 96 deutschen Sitze erobern. Allerdings erzielten die Liberalen mit 3,4 Prozent ihr schlechtesten Wahlergebnis seit 1999. In Deutschland findet die Europawahl am 26. Mai 2019 statt.

Kauch saß von 2003 bis 2013 im Bundestag

Michael Kauch war 2003 als Nachrücker von Jürgen Möllemann in den Bundestag eingezogen. 2005 und 2009 schaffte er den Wiedereinzug über die nordrhein-westfälische Landesliste. 2012 hatte sich Kauch bei der FDP-Landeswahlversammlung in einer Kampfabstimmung erneut einen eigentlich sicheren Listenplatz gesichert – da die FDP bundesweit knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, musste Kauch nach einem Jahrzehnt als Volksvertreter sein Bundestagsbüro räumen.

Seit 2013 ist der Dortmunder Politiker Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL, queer.de berichtete). In dieser Funktion hat er wiederholt die LGBTI-Politik der schwarz-roten Bundesregierung angegriffen, aber auch homophobe Tendenzen in den eigenen Reihen kritisiert, etwa die Unterstützung der "Demo für alle" durch die baden-württembergische FDP-Fraktion (queer.de berichtete). Von 2016 bis 2018 war er Vorsitzender des Berufsverbandes Völklinger Kreis, in dem sich schwule Führungskräfte organisieren (queer.de berichtete).

Am 22. April 2013 gab Kauch per Facebook bekannt, Vater einer Tochter geworden zu sein (queer.de berichtete). Nach seinen Angaben handelt es sich bei der Mutter um eine ebenfalls homosexuelle Frau, die wie er in einer festen Partnerschaft lebe. (cw)

-w-

#1 HeckmeckAnonym
  • 26.01.2019, 14:53h
  • Ich bin zwar kein Mitglied der FDP, aber sicherlich ist es gut für uns, je mehr Schwule und Lesben im EU-Parlament sitzen - unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.

    Ich schätze mal, dass die FDP etwa sieben oder acht Prozent bei der Europawahl kriegen wird. Ein vorderer Listenplatz dürfte Kauch den Sprung ins Parlament ermöglichen. Ich wünsche ihm viel Glück!
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#2 Bonifatius49Anonym
  • 26.01.2019, 15:33h
  • Antwort auf #1 von Heckmeck
  • Das hätte Kauch mehr als nur verdient, wenn er Mitglied des Europaparlamentes werden würde.

    Im übrigen die FDP hat die Ehe für alle unterstützt und befürwortet.

    Und die FDP ist die erste Partei vor den Grünen und der Linkspartei, die eine Reform des Embryonenschutzgesetz sowie die Zulassung der Leihmutterschaft fordert .

    Und übrigens auch in der Slowakei sind es die Liberalen in der Opposition, die dort die Ehe für alle fordern, während die Sozialisten/Sozialdemokraten in der Slowakei sogar ein Lebenspartnerschaftsinstiitut dort letztes Jahr noch verhindert haben.

    Daher die FDP wählen ist eine gute Wahl.

    Wer das nicht will, kann dann meinetwegen auch Grüne, SPD, Linkspartei, Piratenpartei, Partei der Freien Wähler oder mittlerweile auch CDU/CSU ("siehe Kommentar von Söder zum neuen moderenen Familienrecht der CSU") wählen.

    ABER bitte auf KEINEN Fall die rechte Partei AfD wählen, denn diese Partei fordert als EINZIGE Partei im Bundestag die Rückabwicklung der Ehe für alle.

    Die AfD muss raus aus den Parlamenten ! Ich befürchte nur, das im Herbst bei den Landtagswahlen in Brandenburg, in Sachsen und in Thüringen das Gegenteil geschehen wird. Das wird noch echt "übel" dort bei den Wahlen.
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#3 TomDark