Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?32847

"Für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte"

FDP will Michael Kauch nach Straßburg schicken

Politisches Comeback: Der Ex-Bundestagsabgeordnete und Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) kandidiert auf Listenplatz 8 für das Europaparlament. Offen schwule Politiker gibt es auch auf weiteren Listenplätzen.


Michael Kauch im Jahr 2010 bei einer Rede im Deutschen Bundestag (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Der FDP-Politiker Michael Kauch kandidiert auf einem aussichtsreichen Listenplatz seiner Partei für die Europawahl am 26. Mai. Beim Europaparteitag am Sonntag in Berlin wählten die Delegierten den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und derzeitigen Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) mit 67,7 Prozent der Stimmen auf Platz 8. Der 51-Jährige konnte sich damit in einer Kampfabstimmung klar gegen die ehemalige hessische Staatssekretärin Zsuzsa Breier durchsetzen.

Anders als bei der Bundestagswahl stellen die Parteien bei der Europawahl bundesweite Listen auf. Bei der letzten Wahl im Mai 2014 konnte die FDP nur drei der 96 deutschen Sitze erobern. Allerdings erzielten die Liberalen mit 3,4 Prozent ihr schlechtesten Wahlergebnis seit 1999. Bei der Wahl 2009 hatten die Liberalen mit 11,0 Prozent 12 Mandate erzielt.

Sein Interesse an einem Sitz im EU-Parlament hatte Kauch erstmals im November 2016 angemeldet (queer.de berichtete). Am Samstag veröffentlichte er auf Facebook ein Bewerbungsvideo (queer.de berichtete). "Ich möchte ein Europa der Freiheit, ein Europa, in dem jeder leben kann, wie er möchte", sagte der Dortmunder darin. "Ich möchte ein Europa der Werte, in dem wir für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte streiten."

Facebook / Michael Kauch | Kauchs Bewerbungsvideo

Kauch saß von 2003 bis 2013 im Bundestag

Michael Kauch war 2003 als Nachrücker von Jürgen Möllemann in den Bundestag eingezogen. 2005 und 2009 schaffte er den Wiedereinzug über die nordrhein-westfälische Landesliste. 2012 hatte sich Kauch bei der FDP-Landeswahlversammlung in einer Kampfabstimmung erneut einen eigentlich sicheren Listenplatz gesichert – da die FDP bundesweit knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, musste Kauch nach einem Jahrzehnt als Volksvertreter sein Bundestagsbüro räumen.

Seit 2013 ist der Ex-Parlamentarier Chef der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL, queer.de berichtete). In dieser Funktion hat er wiederholt die LGBTI-Politik der schwarz-roten Bundesregierung angegriffen, aber auch homophobe Tendenzen in den eigenen Reihen kritisiert, etwa die Unterstützung der "Demo für alle" durch die baden-württembergische FDP-Fraktion (queer.de berichtete). Von 2016 bis 2018 war er Vorsitzender des Berufsverbandes Völklinger Kreis, in dem sich schwule Führungskräfte organisieren (queer.de berichtete).

Am 22. April 2013 gab Kauch per Facebook bekannt, Vater einer Tochter geworden zu sein (queer.de berichtete). Nach seinen Angaben handelt es sich bei der Mutter um eine ebenfalls homosexuelle Frau, die wie er in einer festen Partnerschaft lebe.

Weitere schwule Kandidaten auf der Landesliste

Wie die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) am Montag mitteilten, wurden noch drei weitere offen schwule Bewerber auf die Liste zur Europawahl gewählt. So findet sich bereits auf Platz vier Moritz Körner; der 28-Jährige zog vor zwei Jahren als jüngster Abgeordneter in den NRW-Landtag ein und wurde im letzten November von seinem Landesverband zum Spitzenkandidaten für die Europawahl bestimmt. Die LiSL-Mitglieder Carl Grouwet aus Berlin und Helmer Krane aus Schleswig-Holstein wurden auf die Plätze zwölf und 16 gesetzt. (cw)

Beim gestrigen #Europaparteitag der #FDP ist der Einsatz der Freien Demokraten für die Gleichstellung von #LSBTI ist…

Gepostet von LiSL Deutschland am Sonntag, 27. Januar 2019
Facebook / LiSL Deutschland

aktualisiert um 12h um die weiteren Kandidaten



#1 swimniAnonym
#2 Bonifatius 49Anonym
  • 28.01.2019, 14:40h
  • Antwort auf #1 von swimni
  • Ich wünsche Ihm, dass er es schafft. Er hat es verdient.

    Die FDP hat die Ehe für alle in Deutschland befürwortet und unterstützt.

    Die FDP fordert die Zulassung von Leihmutterschaften und das bevor dies Grüne und Linkspartei beschlossen haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Patroklos
#4 swimniAnonym
#5 swimniAnonym
  • 28.01.2019, 18:50h
  • er faselt von werten und hat eine unausgegorene Haltung zur Sterbehilfe. absolut unglaubwürdig.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 28.01.2019, 23:02hHannover
  • Antwort auf #2 von Bonifatius 49
  • ""Die FDP hat die Ehe für alle in Deutschland befürwortet und unterstützt.""..

    Computer sagt
    Neeeeeeiiiiinnnnn..

    ""Die FDP fordert die Zulassung von Leihmutterschaften und das bevor dies Grüne und Linkspartei beschlossen haben.""..

    Das scheint für Dich so eine Art "Wettrennen" zu sein ?

    Das nutzt nur Niemandem !
  • Antworten » | Direktlink »
#7 niccinicciAnonym
  • 29.01.2019, 13:06h
  • ihm viel erfolg! wäre eine tolle wählbare partei, wenn sie sich für tierschutz einsetzen würden!
  • Antworten » | Direktlink »