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Nach Missbrauchsvorwürfen
Anthony Rapp droht Schauspielern, die für Bryan Singer arbeiten
Schauspieler müssten "zur Rede gestellt werden", wenn sie auch nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe einen Film mit Star-Regisseur Bryan Singer drehen.

Anthony Rapp spielt Lieutenant Commander Paul Stamets in der Webserie "Star Trek: Discovery" (Bild: Netflix)
- 28. Januar 2019, 16:40h 2 Min.
"Star Trek"-Schauspieler Anthony Rapp hat am Freitag via Twitter seine Kollegen vor Konsequenzen gewarnt, sollten sie in Zukunft mit Regisseur Bryan Singer zusammenarbeiten. Anlass für den Tweet war die Aussage des Produzenten Avi Lerner, dass Singer trotz Missbrauchsvorwürfen Regisseur der Neuverfilmung des Blockbusters "Red Sonja" wird – im Originalfilm hatten 1985 Brigitte Nielsen und Arnold Schwarzenegger die Hauptrollen ünernommen. Rapp betonte: "Jeder Schauspieler, der zustimmt, bei diesem Film mitzuarbeiten, trägt Mitschuld daran, dass ein Sexualverbrecher an der Macht bleibt. Sie werden zur Rede gestellt werden."
/ albinokidAny actor who agrees to work on this film is complicit in keeping a predator in power and will be put on blast. pic.twitter.com/lIvHVDo6s5
Anthony Rapp (@albinokid) January 25, 2019
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Rapp war Auslöser für den tiefen Fall von Kevin Spacey
Rapp hatte 2017 die Missbrauchsaffäre um Kevin Spacey ins Rollen gebracht, als er in einem Interview erzählte, wie er 1986 als 14-Jähriger auf einer Party in der Wohnung des damals 26 Jahre alten Schauspielers von diesem sexuell bedrängt worden sei (queer.de berichtete). Daraufhin brach ein wahrer Sturm von Vorwürfen über den zweifachen Oscar-Preisträger herein, der daraufhin in Hollywood zur Persona non grata wurde. Anfang Januar begann ein erster Prozess gegen Spacey im Bundesstaat Massachusetts (queer.de berichtete).
Die Zeitschrift "The Atlantic" beschuldigte Regisseur Bryan Singer in der vergangenen Woche, gegen vier junge Männer übergriffig geworden zu sein (queer.de berichtete). Singer, der sich 2014 als bisexuellen geoutet hatte, wies den Bericht als "homophoben Schmutzartikel" zurück.
Bereits vor fünf Jahren hatten zwei Männer Singer verklagt und warfen dem Regisseur sexuelle Übergriffe vor. Eines der angeblichen Opfer gab aber später zu, gelogen zu haben, und entschuldigte sich bei Singer. Der andere Mann zog seine Klage ebenfalls zurück (queer.de berichtete). Im Zuge der #MeToo-Kampagne reichte ein weiterer Mann 2017 eine Klage ein – Singer ließ damals über einen Sprecher alle Anschuldigungen dementieren und kündigte eine Gegenklage wegen falscher Anschuldigungen an (queer.de berichtete). Einen Gerichtstermin gibt es in diesem Fall bislang noch nicht. Anders als bei Kevin Spacey gab es bislang noch keine massenweisen Anschuldigungen gegen den Regisseur.
Vergangenen Freitag gab die LGBTI-Organisation GLAAD bekannt, dass sie den Singer-Film "Bohemian Rhapsody" wegen der Missbrauchsvorwürfe nicht für einen GLAAD-Award nominieren werde (queer.de berichtete). Als herausragende Filme mit nationalem Kinostart wurden statt dessen "Der Sex Pakt", "Crazy Rich", "Deadpool 2", "Verschwörung" und Love, Simon" nominiert (Gesamte Liste hier). (dk)














