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"Tous égaux, tous alliés"
Kampagne gegen Homo- und Transphobie an französischen Schulen gestartet
Wegen eines Anstiegs an homo- und transphober Gewalt wirbt die französische Regierung für Toleranz an staatlichen Schulen.

"Es reicht": Das ist die Botschaft des französischen Staates, wenn es um homo- oder transphobe Gewalt an Schulen geht (Bild: Französisches Bildungsministerium)
- 29. Januar 2019, 14:39h 2 Min.
Das französische Bildungsministerium hat am Montag eine nationale Kampagne gestartet, um Homo- und Transphobie unter Schülern zu bekämpfen. Die Kampagne steht unter dem Motto "tous égaux, tous alliés" (Alle sind gleich, alle sind Verbündete).
/ EducationFranceCollèges et lycées engagés contre lhomophobie et la transphobie à l'École : tous égaux, tous alliés.
Éducation nationale (@EducationFrance) January 28, 2019
Une nouvelle campagne de sensibilisation et de prévention.
Toute l'info https://t.co/KaPxUHbRxs #LGBTphobies pic.twitter.com/OKQexQSuLR
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Alle staatlichen Schulen der Mittel- und Oberstufe sollen demnach Schülern vermitteln, dass jegliche Form von Diskriminierung oder Gewalt gegen sexuelle oder geschlechtliche Minderheiten nicht akzeptabel ist. Dafür sollen Poster an entsprechende Schulen aufgehängt und Lehrer für die Problematik sensibilisiert werden. Das Ministerium veröffentlichte dazu auch einen 16-seitigen Leitfaden (PDF).
Kampagne ist Reaktion auf Anstieg homo- und transphober Gewalt
Die LGBTI-Organisation SOS Homophobia begrüßte die Initiative der Macron-Regierung. Die neue Kampagne könne LGBTI-Aktivisten unterstützen, die bereits jetzt an Schulen für Toleranz und Akzeptanz werben. So könne der jüngeren Generation dabei geholfen werden, eine gerechtere und respektvollere Gesellschaft aufzubauen.
Diese Initiative sei wichtig, da die Organisation 2018 bei ihrer eigenen Zählung einen Anstieg der gegen LGBTI gerichteten Gewalt um 38 Prozent feststellen konnte. Die offiziellen Zahlen sprechen ebenfalls von einem zweistelligen Anstieg, der allerdings nicht ganz so hoch ausfällt: Das Innenministerium hatte letzten Herbst Zahlen veröffentlicht, wonach die Zahl der Übergriffe gegen Homosexuelle im Vergleich zum Jahresanfang um 15 Prozent gestiegen sei. Der Anstieg sei vor allem auf die Provinz zurückzuführen – in Paris hätte sich die Zahl der Übergriffe laut diesen Zahlen um zwölf Prozent verringert, teilte die Polizeipräfektur der Hauptstadt mit.
Staatspräsident Emmanuel Macron hatte bereits vor wenigen Monaten erklärt, dass die homophobe Gewalt die gesamte Gesellschaft beunruhigen sollte und Frankreichs unwürdig sei (queer.de berichtete). (dk)














