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Manchester

Teenager tötet 53-Jährigen bei Sex-Spiel: Lebenslange Haft

Vor einem halben Jahr tötete ein 18-Jähriger einen Mann während BDSM-Sex. Ein Gericht stellte nun fest, dass es sich bei der Tat nicht um einen Unfall, sondern um vorsätzlichen Mord gehandelt habe.


Von den Behörden veröffentlichte Bilder des 18-jährigen Täters und seines 53-jährigen Opfers (Bild: Greater Manchester Police)

  • 30. Januar 2019, 15:22h, noch kein Kommentar

Ein 18-Jähriger ist am Dienstag von einem Gericht im nordenglischen Manchester zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er einen 53-Jährigen in dessen Wohnung erwürgt und ihn anschließend ausgeraubt hatte. Der Teenager stahl umgerechnet 1.000 Euro in bar, Armbanduhren, Schmuck sowie Hunderte von Zigaretten. Er muss nach englischem Recht mindestens 25 Jahre seiner Strafe absitzen, bevor er einen Antrag auf frühzeitige Entlassung stellen kann.

Die Tat ereignete sich Mitte Juli 2018: Damals traf der 53-Jährige im Szeneviertel um die aus der britischen Fernsehserie "Queer as Folk" bekannte Canal Street den Teenager, der gerade wegen Trunkenheit aus einer Kneipe geworfen worden war. Laut Überwachungskameras gingen die beiden abends zur Wohnung des späteren Opfers im Stadtteil Collyhurst. Der 53-Jährige wurde hier gegen 22 Uhr zum letzten Mal gesehen. Daniel K. verließ die Wohnung erst gegen 3.30 Uhr am nächsten Morgen.

Die nächsten Tage habe der Täter mit der Tötung geprahlt und sein Aussehen dramatisch verändert, indem er seinen Kopf kahl rasierte. Er versuchte, die geklauten Zigaretten einer Frau zu verkaufen, und sagte ihr, dass er dafür jemanden getötet habe. Daraufhin schaltete sie die Polizei ein.

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Angeklagter: Es war ein Sex-Unfall

Vor Gericht behauptete K., die Tötung sei ein Unfall während eines Sex-Spiels gewesen. Tatsächlich war der 53-Jährige dafür bekannt, dass er sich beim Geschlechtsakt gerne würgen ließ. So habe er einen Mann regelmäßig für Würgespiele bezahlt, konnte ihn aber an jenem Abend nicht telefonisch erreichen.

Die Geschworenen glaubten dem Angeklagten die Unfall-Version nicht. Vielmehr habe der 18-Jährige aus Habgier den älteren Mann bewusst so lange gewürgt, bis er tot war. Der Grund: Der Teenager hatte nach der Tat stundenlang die Wohnung seines Opfers geputzt und auch Zahnpasta und Reinigungsprodukte über die Leiche geschüttet, um Spuren zu verwischen. Auch die Vorstrafe des Angeklagten spielte eine Rolle: Der Teenager hatte eine 78-jährige Frau in ihrem eigenen Haus mit einem Messer bedroht und ausgeraubt.

Richter David Stockdale sagte laut "Mirror" zum Angeklagten: "Sie haben rücksichtslos einen wehrlosen Mann in seinem eigenen Heim getötet, aus dem einzigen Grund, weil Sie es auf sein Geld und seine Wertgegenstände abgesehen hatten." (cw)