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Thailand

Nach zehn Jahren wieder ein Gay Pride in Chiang Mai

Am 21. Februar findet in Thailands zweitgrößter Stadt eine CSD-Parade statt. 2009 musste die Demo wegen LGBT-feindlicher Proteste abgesagt werden.


Mit diesem Motiv wirbt die Tourism Authority of Thailand für Urlaub in Chiang Mai

Neuer Anlauf in Chiang Mai nach zehn Jahren: Am Donnerstag, den 21. Februar findet in Thailands zweitgrößter Stadt wieder eine CSD-Demonstration statt. Die Parade beginnt nach Angaben des städtischen LGBT-Netzwerks um 17 Uhr am Chiang Mai Religion Practice Center und endet mit einer Kundgebung am Tha Pae Gate (Programm auf Facebook).


Mit "thenglischen" Slogans wurde 2009 in Chiang Mai gegen den vermeintlichen Sittenverfall protestiert

Die erste Gay-Pride-Parade in Chiang Mai fand 2008 statt (queer.de berichtete). Im Jahr darauf wurde sie kurzfristig aus Sicherheitsgründen abgesagt (queer.de berichtete). Zum ersten Mal in Thailand hatten sich LGBTI-feindliche Gegendemonstranten versammelt, die auf Transparenten und Schildern den CSD verurteilten und die Pride-Teilnehmer*innen teilweise aggressiv einkesselten. Über Megafon wurde gerufen, der Pride-Marsch widerspreche der lokalen Kultur und schade dem Image der etwa eine halbe Million Einwohner zählenden Stadt im Norden des Landes.

Thailand gilt trotz des Vorfalls als eines der LGBT-freundlichsten Reiseziele Asiens. Das staatliche Fremdenverkehrsamt wirbt unter dem Slogan "Go Thai Be Free" seit einigen Jahren gezielt um queere Tourist*innen.

Direktlink | Aktuelle LGBT-Kampagne des Fremdenverkehrsamts

LGBT-Menschen sind in Thailand sehr sichtbar. Die Gesellschaft steht ihnen ausgesprochen tolerant gegenüber, solange es – in vielen Fällen – nicht die eigene Familie betrifft. Ende letzten Jahres beschloss die Militärregierung die Einführung eingetragener Partnerschaften für homosexuelle Paare (queer.de berichtete). Der Gesetzentwurf muss noch vom Parlament bestätigt werden. (mize)



#1 LotiAnonym
  • 31.01.2019, 14:10h
  • Wie schön davon zu erfahren. Gleichzeitig finde ich gerade Thailand derartig wiedersprüchlich, das es schon weh tut. Ohne den Sextourismus wäre dieses Land bitterarm. Die Militärs immernoch weitgehend das Leben i.d.Gesellschaft bestimmen und Gays nur belächelt werden.
    Trotzdem wünsche ich den Organisatoren viel Erfolg bei der Parade.
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#2 NickAnonym
  • 31.01.2019, 15:33h
  • Sehr geehrte Queer Redaktion,

    mich würde interessieren wer hinter den Protesten der homophoben Anti CSD Demonstranten steckte. Ich vermute "christliche"oder islamische Gruppierungen? Ich beobachte mit sorgen das sich diese Religionen langsam in Thailand ausbreiten und somit die gelassene tolerante Atmosphäre im buddhistisch geprägten Thailand empfindlich stören.
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#3 ErdbeerkucheAnonym
  • 31.01.2019, 16:35h
  • Antwort auf #2 von Nick
  • Ich denke das die Menschen in Thailand einfach die homofeindlichkeit in ihrer Kultur haben. Ausserdem haben die Menschen in Thailand Angst, dass wenn sie diese Paraden zulassen, ihre Kinder oder andere Verwandte sich dann auch mit der Homosexualität "anstecken" und das bringt in Thailand schande über die Familie und das geht in Thailand gar nicht. Die meisten Thailänder denken quasi "oh der Sohn einer Freundin von mir ist schwul. Das geht mich ja nichts an solange er meinen Sohn nicht "ansteckt". Ich sollte meinem Sohn den Kontakt zu ihm verbieten" und die Freundin denkt "oh mein Gott mein Sohn ist schwul jetzt will bestimmt niemand mehr was mit uns zu tun haben" und durch diese Angst haben sie dann eben entschieden, dass sie dagegen vorgehen müssen.
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#4 FredinbkkProfil
#5 andreAnonym
#6 NickAnonym
  • 01.02.2019, 14:48h
  • Antwort auf #3 von Erdbeerkuche
  • Hallo Erdbeerkuchen,

    ich war schon öfter in Thailand, vor allem im Süden zum Tauchen. Dort habe ich niemals irgendwelche homophoben Elemente in der thailändisch, buddhistisch geprägten Kultur erlebt, auch nicht in Bangkok, eher ganz im Gegenteil. Auch bei meinen Bekannten und Freunden in Thailand, sowie Ihren Familien habe ich davon nichts mitbekommen und nein, ich bin da nicht der reiche Farrang der Geld verteilt, einige meiner Bekannten dort sind sehr wohlhabend.
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