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Streamingdienst

Ellen Page lobt Netflix für "Mut", LGBTI-Geschichten zu erzählen

Im Interview mit dem "Lufthansa Magazin" spricht die Schauspielerin, die sich 2014 als lesbisch geoutet hat, auch über ihre Vorbildfunktion und die Neuversion der legendären "Stadtgeschichten".


Der internationale Durchbruch gelang der kanadischen Schauspielerin Ellen Page 2007 mit der Komödie "Juno". Seitdem ist die 31-Jährige in großen Hollywood-Produktionen zu sehen, lässt sich aber auch für Rollen in Independent-Filmen begeistern (Bild: Promo)

Die lesbische Schauspielerin Ellen Page, die seit 2018 mit der Tänzerin Emma Portner verheiratet ist, wurde mit ihrem Coming-out 2014 zum Vorbild. "Ich bin einfach froh, wenn ich mit meiner Arbeit etwas erreichen kann", sagte die 31-Jährige im Interview mit dem "Lufthansa Magazin" (Februar-Ausgabe). "Manchmal berichten mir Leute auf der Straße, dass ihnen meine Doku-Serie 'Gaycation', die queeres Leben auf der ganzen Welt zeigt, geholfen habe."

Auf die Frage nach der Befürchtung, dass das Kino seine Zuschauer an Streamingdienste verliere, sagt sie: "Für mich sind Streamingdienste etwas höchst Positives, ich sehe gewaltige Vorteile. Vor zwei Jahren habe ich 'Tallulah' gedreht, einen ganz kleinen Low-Budget-Film. Wäre er ins Kino gekommen, hätte ihn vermutlich kaum jemand gesehen, aber stattdessen hat ihn Netflix gekauft und er wurde in 80 Ländern gestreamt. Für so ein Projekt war das ein riesiger Erfolg."

Page: Filmindustrie scheut Risiken

Derzeit arbeitet Page mit Netflix an einer Neuversion der legendären San-Francisco-Serie "Stadtgeschichten", in der LGBTI-Charaktere eine zentrale Rolle spielen: "Diese Art von Ressourcen und Plattform kriegst du in der Filmindustrie derzeit nicht geboten. Dort fehlt es oft an Mut, solche Risiken einzugehen und Geschichten aus vielen verschiedenen Perspektiven zu erzählen."

Auch vor den ganz großen Themen schreckt Page nicht zurück, doch sie beweist dabei Humor: "Den Sinn des Lebens können wir nie kennen. Aber wenn man sich umschaut, entdeckt man viel Diskriminierung, Zwietracht und Ausbeutung. Doch darum kann und darf es nicht allein gehen. Es sollte um Liebe gehen. Vielleicht brauchen wir Menschen ein paar friedfertige Aliens, die aus dem Weltall geflogen kommen und uns alle retten."

Ab 15. Februar ist Page in einer Hauptrolle in der neuen Netflix-Serie "The Umbrella Academy" zu sehen, in deren Mittelpunkt eine Superhelden-Familie steht. "Als Kind war ich Batman-Fan", sagte die Schauspielerin dem "Lufthansa Magazin". "Aber jetzt im realen Leben habe ich andere Helden, darunter die vielen Menschenrechts-Aktivisten, die Großartiges leisten – diese Liste ist wirklich lang."

Netflix erhielt in den letzten Jahren viel Lob für die Darstellung queerer Personen, zuletzt in der Serie "Sex Education". (cw/ots)



#1 schwulenaktivist
  • 01.02.2019, 14:16h
  • Das zeigt, dass die "Influencer" gerne den Batzen und das Weggli haben möchten. Das gibt es in der Realität aber nicht. Ausserdem ist wohl nur der SVP-Ricklin, dem Bischof Huonder und SVP-Bortoluzzi nicht klar geworden, dass der Typ schwul ist. Alle anderen sehen das sofort! Seine Fans verdrängen es, solange er es nicht ausspricht. Amen
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#2 Patroklos
  • 01.02.2019, 21:57h
  • An Netflix sollten sich so manche Fernsehsender ein Beispiel nehmen, sowohl die privaten als auch die öffentlich-rechtlichen!
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